26. Spieltag Bezirksliga Leipzig Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

SG LVB Leipzig
5 0

Spieldaten
 
Datum
11. Mai 2007
Uhrzeit
19.30 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
1.865
Schiedsrichter
Sebastian Zander (Leipzig)
Torschützen
1:0 Heusel (4.), 2:0 Heusel (13.), 3:0 Engler (22.), 4:0 Krauß (52./Foulelfmeter), 5:0 Knoof (73.)
Gelb
- Kässner, Sperling, Kirilow
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
SG LVB Leipzig
1 Jan Evers
1 Thomas Wedemann
17 Holger Krauß
2 Christopher Troks (ab 46. 13 Manuel Schnabel)
19 Anton Köllner
3 Ricardo Blum
15 Sven Hellmund
4 Thomas Kässner
23 Pierre Trinko
5 Marten Sperling
3 Marcel Hensgen (ab 72. 13 Stephan Knoof)
6 Felix Müller
4 René Ledwoch
7 Ronny Litke (ab 68. 15 Andreas Kirilow)
21 Rico Engler (ab 72. 2 Robert Sommer)
8 Andreas Hammer (ab 46. 14 Maik Runkel)
5 Eric Eiselt
9 Jan Zippel
10 René Heusel
10 Patrick Lesser
11 Christopher Blümel
11 Marko Sorgatz

Trainer
Rainer Lisiewicz
 
Frank Baum

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Ich bin mit dem Spiel sehr zufrieden, die Spielfreude war wieder richtig zu sehen - wenn man etwas kritisieren will, dann ist es die Chancenauswertung. Wir hätten noch viel deutlicher gewinnen müssen, auch wenn die LVB auch zwei gute Torchancen hatte!"

Wertung

4 Sterne (Die Spielfreude ist wieder zurück - und etwas Hoffnung Richtung Landesliga-Aufstieg auch. Nur die Chancenverwertung war und ist noch verbesserungswürdig!)

36 Fotos und 5 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Das konnte sich doch sehen lassen: Der 1. FC Lokomotive Leipzig entzauberte am 26. Spieltag der Bezirksliga die SG LVB - nach einer starken Vorstellung - mit 5:0 (3:0). Die 1.865 Zuschauer im Bruno-Plache-Stadion sahen einige schöne Kombinationen, nur die Chancenauswertung konnte kritisiert werden. Allerdings präsentierten sich die "Straßenbahner" heute auch als dankbarer Gegner und waren mit dem Resultat noch gut bedient. Auch das Schiri-Gespann um Sebastian Zander aus Leipzig verdiente sich heute Bestnoten. Auf der Tribüne u. a. gesichtet: Ex-Zwickau-Coach Uwe Ferl. Aber kommen wir zum sportlichen Verlauf, an einem stürmischen Abend in Probstheida (zum Glück legte sich der Regen genau zu Spielbeginn) ...

Lok-Trainer Rainer Lisiewicz musste gegenüber dem Döbeln-Spiel auf Mark Gerloff (Arbeit) verzichten. Dafür rückte Anton Köllner wieder ins Abwehrzentrum. Und dem Gastgeber gelang (wie schon in Döbeln) ein Auftakt nach Maß. René Ledwoch, nach zwei katastrophalen Fehlpässen, plötzlich mit einem Genie-Streich in die Mitte zu René Heusel. Der spritzt dazwischen und nagelt das Leder eiskalt aus 17 Metern gegen den linken Innenpfosten zum 1:0 ins Gäste-Tor. Große Erleichterung auf den Rängen - und plötzlich lief die Loksche richtig heiß. Kombinationen, Spielfreude und einige technische Glanzpunkte bekamen die Lok-Fans in der Anfangsphase geboten. In der 7. Minute rettete LVB-Keeper Thomas Wedemann (machte insgesamt eine starke Partie) gegen René Ledwoch aus 18 Metern zur Ecke. Kurz darauf der erste Schussversuch der "Straßenbahner", doch Ronny Litke zielte klar links vorbei. 13. Minute - der nächste Lok-Streich. René Ledwoch wird gefoult, doch Schiri Zander lässt Vorteil laufen und Eric Eiselt ist am Ball. Der sprintet bis zur Strafraumgrenze und zirkelt die Kugel von rechts in die Mitte, wo René Heusel aus 8 Metern eiskalt zum 2:0 versenkte. Sein 25. Treffer im 24. Saisonspiel - beeindruckend! Nur 120 Sekunden später legte Heusel von rechts für Eric Eiselt auf, der aus 6 Metern per Kopf aber genau in die Arme von Keeper Wedemann zielte. In der 16. Minute tauchte dann Christopher Blümel plötzlich frei vor dem LVB-Torhüter auf, umkurvt diesen - trifft aber nur das Außennetz. Fünf Minuten später dann ein schöner Lupfer von René Heusel Richtung langen Pfosten. Sven Hellmund setzt nach, aber auch er verfehlte den Kasten. 60 Sekunden später sollte es besser klappten. Pierre Trinko wird gefoult, René Ledwoch führt den Freistoß schnell auf Rico Engler auf rechts aus. Der sprintet Richtung Strafraum, wird nicht richtig gestört und legt die Kugel flach aus 13 Metern ins lange Eck zum 3:0. Eine tolle Anfangsphase! Kein Wunder, dass der Lok-Dammsitz nun anstimmte: "Lok spielt heute wie Liverpool" ... Aber weiter ging's mit der Lok-Offensive: In der 33. Minute verlängerte Blümel per Kopf auf René Heusel, doch aus 14 Metern rettete Wedemann mit einer tollen Fußabwehr gegen den freistehenden Torjäger. 100 Sekunden später wurde es zum richtigen "Scheibenschießen". Erst setzte Sven Hellmund einen Heber aus 12 Metern ans Dreiangel, dann zischte der Nachschuss von Engler aus 9 Metern über den LVB-Kasten. In der 39. Minute bediente Blümel den freien René Heusel, der geht noch ein paar Schritte - aber aus 7 Metern rettete wieder Thomas Wedemann (zur Ecke). Drei Minuten später setzt sich Engler auf rechts durch, doch der Heusel-Kopfball aus 8 Metern ging links vorbei. Kurz vor dem Pausentee beinah der "Anschlusstreffer" für die LVB, als Anton Köllner zu Keeper Jan Evers zurück legen wollte. Das misslang, aber der Abpraller von Patrick Lesser landete wieder in den Armen von Evers. Mit dem Halbzeitpfiff probierte es Holger Krauß per Freistoß, aber aus 14 Metern stand wieder LVB-Schlussmann Wedemann parat.

Gäste-Coach Frank Baum reagierte zur Pause - nahm Troks und Hammer vom Feld und brachte Manuel Schnabl und Maik Runkel. Und das brachte zunächst Schwung ins LVB-Spiel, doch Marko Sorgatz scheiterte von halb rechts am starken Jan Evers im Lok-Kasten (49.). Auf der Gegenseite setzte sich Christoper Blümel im Strafraum durch, Marten Sperling kommt dazwischen - und provoziert ein Foul. Schiri Zander entschied sofort auf den Elfmeterpunkt. Eine Aufgabe für Kapitän Krauß, der sicher ins linke, untere Eck zum 4:0 verwandelte (52.). Sechs Minuten später eine schöne Freistoß-Kombination der Loksche, doch den Schuss von Sven Hellmund fingerte Wedemann wieder zur Ecke. Sekunden später ist René Heusel frei durch, doch diesmal ist der Torjäger nicht eigensinnig genug und versuchte abzuspielen. In der 63. Minute dann ein feines Anspiel von Blümel auf den starken René Ledwoch, der aber aus 14 Metern knapp drüber zielte. Das überfällige 5:0 dann aber zehn Minuten später. Der Sekunden vorher eingewechselte Stephan Knoof setzte seinen Turbo ein, umkurvte im Strafraum noch einen Gegenspieler und erzielte aus 10 Metern das fünfte Lok-Tor des Abends. In der 81. Minute dann ein sehenswertes Ledwoch-Solo, doch sein Abschluss aus 16 Metern ging nur gegen die hintere Torstange. Vier Minuten später spielte Einwechsler Robert Sommer in den Rücken der Abwehr zu Eric Eiselt. Der Lok-Techniker scheiterte aus 12 Metern wieder an Wedemann und sein Nachschuss ging über den Kasten. In der 87. Minute noch eine kleine Torchance für die Gäste, doch Andreas Kirilow (kickte früher für den VfB) scheiterte wieder an Jan Evers. Mit dem Schlusspfiff noch eine Großchance für die Loksche, als Robert Sommer von rechts zu Christopher Blümel passte, der aus 14 Metern aber nur die Querlatte traf.

Fazit: Ein mehr als verdienter Heimerfolg für die Loksche, gegen teilweise enttäuschende "Straßenbahner", die aber immer um einen Torerfolg bemüht waren. Lok zeigte tolle Kombinationen und das wohl beste Heimspiel in dieser Bezirksliga-Saison. Am Ende war die LVB mit den fünf Gegentoren noch gut bedient, denn der Gastgeber sündigte wieder mit Torchancen. Trotzdem hat das Spiel den Fans viel Spaß gemacht - die "Hausaufgaben" sind gemacht. Nun wird gebannt auf die Konkurrenz aus Delitzsch (und Naunhof) geguckt. Die Hoffnung lebt jedenfalls weiter ... Am kommenden Mittwoch steht dann der Nachholer gegen die SG Taucha 99 auf dem Programm. Im Hinspiel gab es bekanntlich nur ein 1:1-Remis. Zeit für Wiedergutmachung!

(von Ronny John)