27. Spieltag Bezirksliga Leipzig  Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

FSV Beilrode 09

1. FC Lokomotive Leipzig
0 3

Spieldaten
 
Datum
20. Mai 2007
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Sportplatz Beilrode (Beilrode)
Zuschauer
1.300
Schiedsrichter
 
Wolfgang Winkler (Linthe)
Torschützen
0:1 Blümel (36.), 0:2 Hermann (56./Eigentor), 0:3 Sommer (84.)
Gelb
Kretzschmar, Kramp -
Gelb-Rot
M. Zschintzsch (60./Beilrode)
Rot
Keine

Aufstellung
FSV Beilrode 09
1. FC Lokomotive Leipzig
1 Mirko Kretzschmar 
1 Jan Evers
3 Mirko Schwarz (ab 76. 16 Uwe Winkler)
17 Holger Krauß
6 Matthias Kramp
3 Marcel Hensgen
10 Marko Gräfe
15 Sven Hellmund
11 Andreas Cyranek (ab 70. 4 Sören Scheufler)
23 Pierre Trinko
13 Rene Hermann
 
24 Mark Gerloff
14 Daniel Schneider
4 René Ledwoch
15 Matthias Scheufler
21 Rico Engler
18 Christoph Lehmann
5 Eric Eiselt (ab 76. 13 Stephan Knoof)
19 Erik Dinter (ab 52. 5 Peter Richter)
10 René Heusel
20 Michael Zschintzsch
11 Christopher Blümel (ab 70. 2 Robert Sommer)

Trainer
Ronny Tänsch
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Es war ein Pflichtsieg. Wir haben drei Punkte geholt, über den Rest Schwamm drüber ... Es hat lange gedauert, bis wir endlich das erste Tor erzielt hatten. Und bei den hohen Temperaturen war klar, dass es schwer wird!"

Wertung

2 Sterne (Müder Sommerkick im beschaulichen Beilrode - am Ende zählten nur die drei Punkte!)

36 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Zurück an die Tabellenspitze - mehr aber auch nicht! Der 1. FC Lokomotive Leipzig gewann beim Tabellen-Vorletzten und chancenlosen FSV Beilrode "nur" zu einem 3:0 (1:0)-Erfolg. Vor 1.300 Zuschauern auf dem beschaulichen Sportplatz Beilrode (mit schlecht gemähten Rasen) tat sich der Tabellenführer aus der Messestadt schwer, brauchte über 35 Minuten bis zur überfälligen Führung. Und konnten auch eine 30-minütige Überzahl nicht zählbar nutzen, trotz eines Eckenverhältnisses von 17:1. Deprimierend dazu für zahlreiche Fans: Auf dem Rückweg bildete sich, durch ein Unfall auf der Elbbrücke in Torgau, ein Mega-Stau. Zum sportlichen ...

Lok-Coach Rainer Lisiewicz ließ die gleiche Woche wie gegen Taucha ran. Zudem konnte Abwehrmann Anton Köllner (nach Grippe) wieder auf der Ersatzbank Platz nehmen. Das Spiel begann mit zahlreichen Ecken für die Loksche und "Unterhaltung" durch ein Blasorchester aus Beilrode. In der 6. Minuten die erste Chance für die Gäste durch René Ledwoch per Kopf, doch aus 7 Metern parierte FSV-Schlussmann Mirko Kretzschmar (der sich bei den Lok-Fans nicht gerade Freunde machte). Drei Minuten später probierte es Eric Eiselt aus 20 Metern, aber knapp übers FSV-Gehäuse. In der 18. Minute plötzliche eine Chance für Beilrode, doch Marcel Hensgen rettete zur einzigen FSV-Ecke. Sekunden später zudem Glück für die Loksche, dass Schiri Wolfgang Winkler ein Foul im Strafraum an Erik Dinter übersah. In der 22. Minute flankte der agile Mark Gerloff von links, doch ein Seitfallzieher von Torjäger René Heusel kullerte links vorbei. 60 Sekunden später brachte Sven Hellmund eine Ecke direkt zu Eric Eiselt, doch aus 10 Metern rettete FSV-Keeper Mirko Kretzschmar mit einer tollen Fußabwehr. In der 24. Minute die nächste Gerloff-Eingabe, doch René Ledwoch verpasste in der Strafraummitte freistehend. Nach einer halben Stunde zog Eric Eiselt einfach mal aus 16 Metern ab, Keeper Kretzschmar ließ nur prallen. René Heusel kam ans Leder, doch der schoss statt ins leere Tor, aus 6 Metern ans rechte Außennetz. Dann die 36. Minute: Eric Eiselt spitzelte die Kugel auf René Heusel, doch aus 10 Metern rettete ein FSV-Kicker zur Ecke. Diese brachte endlich die Lok-Führung. Mark Gerloff brachte eine Flanke von links Richtung langen Pfosten, wo Christopher Blümel goldrichtig steht und aus 7 Metern per Kopf in den linken Winkel traf - 1:0! Kurz nach der verdienten Führung die nächste Großchance - doch nach einem schnell ausgeführten Freistoß, traf René Ledwoch (völlig freistehend) nur das rechte Außennetz. Pause!

Der zweite Durchgang begann mit einer Flanke von Sven Hellmund von links, doch Mark Gerloff köpfte aus 4 Metern noch am langen Pfosten vorbei - nicht zu fassen (48.). In der 56. Minute probierte es Abwehrmann Pierre Trinko mal aus 16 Metern, doch Mirko Kretzschmar rettete klasse. In der selben Minute dann aber doch noch das 2:0. Rico Engler mit einem verunglückten Schuss von links, doch in der Mitte haut FSV-Kicker Rene Hermann das runde Leder aus 8 Metern ins eigne Tor. Sagte zumindest der Schiri-Assistent! Für Beilrode kam es noch schlimmer, nach einem dummen Foul an Eric Eiselt wurde Michael Zschintzsch mit Gelb-Rot frühzeitig zum duschen geschickt. Die Gäste aus der Messestadt versuchten den Platz nun mehr schlecht, als recht zu nutzen. In der 62. Minute probierte sich Rico Engler aus 20 Metern, dann ein sehenswerter Freistoß von Sven Hellmund, aber Mirko Kretzschmar boxte den Ball noch zur Ecke (65.). 120 Sekunden später bediente Christopher Blümel den flinken Mark Gerloff, der aber aus 11 Metern links vorbei schoss. In der 71. Minute setzte Heusel einen Kopfball an den linken Außenpfosten. Trotz der Chancen, wenig Bewegung im Lok-Spiel - man passte sich einfach dem schönen Wetter an. So passierte - außer dem 3:0 - nicht mehr wirklich viel. Den dritten Lok-Treffer markierte ausgerechnet noch der kleinste (Robert Sommer) per Kopf. Nach einer Heusel-Flanke von rechts, nickte Sommer aus 5 Metern frei ein. Der Endstand ...

Fazit: Ein verdienter Lok-Erfolg, doch besonders unterhaltsam war es nicht. Wichtig waren am Ende nur die drei Punkte - drei Treffer sind aber eindeutig zu wenig. Zumal im Zweikampf um den Landesliga-Aufstieg, Konkurrent Naunhof nächste Woche Beilrode empfängt. Zu befürchten: Naunhof wird einige Buden mehr machen, als die müde Loksche heute. Nächste Woche steht nun erst einmal das Bezirkspokal-Endspiel in Grimma gegen den FC Bad Lausick an. Die Woche darauf geht's in der Liga zu Hause gegen den VfB Zwenkau. Noch fehlen drei Siege bis zum großen Ziel Landesliga-Aufstieg ...

(von Ronny John)