28. Spieltag Bezirksliga Leipzig Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

VfB Zwenkau
4 0

Spieldaten
 
Datum
02. Juni 2007
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
2.243
Schiedsrichter
Stefan Martin (Borsdorf)
Torschützen
1:0 Köllner (35.), 2:0 Heusel (58.), 3:0 Heusel (79.), 4:0 Heusel (87.)
Gelb
Ledwoch, Rienaß -
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
VfB Zwenkau
1 Jan Evers
12 Robert Staacke
17 Holger Krauß
2 Sven Fritzsching
19 Anton Köllner
3 Christopher Hitzschke
15 Sven Hellmund
4 Sören Prager
14 Kevin Rienaß (ab 62. 23 Pierre Trinko)
5 Jens Kuhnt
24 Mark Gerloff
6 Robert Kratz
4 René Ledwoch
7 Sascha Riedel (ab 67. 13 Christian Genzel)
21 Rico Engler (ab 46. 2 Robert Sommer)
8 Karsten Seidler
5 Eric Eiselt
9 Sandro Raschke
10 René Heusel
10 Ronny Schuhmann
11 Christopher Blümel (ab 75. 9 Thomas Wetzig)
11Christian Weiß (ab 73. 17 Martin Olbricht)

Trainer
Rainer Lisiewicz
 
Norman Braunschweig

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Zwenkau war eine gute Mannschaft. Wir mussten heute viel investieren, haben aber insgesamt verdient gewonnen. Das 4:0 war auch wichtig fürs Torverhältnis ..."

Wertung

2,5 Sterne (Lok tat sich lange schwer, gewann am Ende aber noch deutlich gegen Zwenkau. Jetzt fehlen noch zwei Siege ...!)

45 Fotos und 5 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Noch zwei Siege bis zur Landesliga: Der 1. FC Lokomotive Leipzig siegte im vorletzten Heimspiel der Bezirksliga-Saison 4:0 (1:0) gegen biedere Gäste aus Zwenkau. Vor 2.243 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion tat sich die Loksche lange schwer, gewann aber verdient. Besonders im ersten Durchgang erlebten die Lok-Fans nur wenige, nennenswerte Torchancen. Doch nach der Führung und später unter Mithilfe von Gäste-Keeper Staacke, erzielte der Gastgeber noch einen mehr als verdienten Erfolg.

Lok-Trainer Rainer Lisiewicz konnte - bis auf den Langzeitverletzten Kai Metzner - auf den gesamten Kader zurückgreifen. Der angeschlagene Christopher Blümel (Leisten-Zerrung) konnte ran. Kleine Überraschung allerdings trotzdem bei der Aufstellung. Kevin Rienaß durfte als rechter Verteidiger (für Pierre Trinko) von Anfang an ran. Grund: Rienaß sollte Spielpraxis sammeln und Trinko hatte zuletzt etwas enttäuscht. Bei den Gästen musste kurzfristig Keeper Marcel Prager passen, dafür stand Robert Staacke im VfB-Kasten. Zunächst ließen es beide Teams - bei rund 18 Grad - ruhig angehen. Erste Gelegenheit dann in der 9. Minute - ein Schuss von René Heusel wurde aus 9 Metern aber noch geblockt. Dann passierte bis zur 26. Minute gar nichts. Lok wirkte gehemmt und ohne richtigen Zug zum Tor. Erst Kapitän Holger Krauß sorgte wieder für eine kleine Torchance. Doch der Gewaltschuss aus 20 Metern war kein Problem für VfB-Keeper Staacke. Beste Chance dann fünf Minuten später. Wieder durch Kapitän Krauß ... Ein Schlenzer aus 22 Metern strich knapp übers linke Dreiangel. In der 33. Minute legte Christopher Blümel für Mittelfeld-Techniker René Ledwoch auf, der das Leder aber aus 12 Metern übers Tor beförderte. Die Tribüne in Probstheida wurde langsam unruhig ("Mensch, ich dachte ihr wollt aufsteigen ...") und Zwenkau spielte clever in der Defensive. Die Erlösung dann Sekunden später. Und ein Tor, was zum Spielverlauf passte. Sven Hellmund rettete das Leder gerade noch so vor dem Tor-Aus auf der linken Seite, seine Flanke wuchtete der gehemmte Torjäger René Heusel aus 6 Metern an die Querlatte. Doch der Fußballgott war auf Lok-Seite und ließ den Ball auf die Stirn von Abwehr-Latte Anton Köllner prallen, der aus 4 Metern zum 1:0 einnickte. Und fast wäre es noch besser geworden, als der flinke Kevin Rienaß von links flankte und VfB-Kicker Karsten Seidler den Ball aus 6 Metern an die eigene Querlatte köpfte. Kurz vor dem Pausenpfiff von Schiri Stefan Martin aus Borsdorf, erste Unsicherheit bei Lok-Keeper Jan Evers, der einen Schuss (oder besser Flanke) von Sven Fritzsching nur im nachfassen parieren konnte.

Zur Pause reagierte Lok-Coach Rainer Lisiewicz auf die bisher müde Vorstellung seiner Jungs und brachte Robert Sommer für den angeschlagenen Rico Engler. Aber besser wurde es zunächst nicht ... Bis zur 58. Minute und der Mithilfe von VfB-Torhüter Staacke. Sven Hellmund flankte von links, Staacke segelte in der Mitte vorbei und René Heusel nickte am langen Pfosten zum 2:0 - und damit seinem 28. Saisontreffer - ein. 120 Sekunden später hätte Heusel nachlegen müssen, als er von Blümel mustergültig frei gespielt wurde - doch er legte das Leder frei am rechten Pfosten vorbei. Unfassbar dann die Aktion in der 63. Minute: Mark Gerloff mit sehenswerter Vorarbeit von rechts, Heusel lässt in der Mitte seinen Gegenspieler aussteigen - muss aus 7 Metern nur noch einschieben. Doch der "Fußballgott" jagte das Leder tatsächlich noch am linken Außenpfosten vorbei. Eine 100%-ige ... Acht Minuten später Pech für Linksaußen Sven Hellmund, dessen Schuss aus 18 Metern knapp am rechten Pfosten vorbei strich. In der 75. Minute fasst der Anschlusstreffer, durch einen abgefälschten Schuss von Sven Fritzsching aus 24 Metern, doch Keeper Jan Evers konnte sich auszeichnen und fischte den Ball noch aus dem linken Eck. Auf der Gegenseite scheiterte der frisch eingewechselte Thomas Wetzig (machte vorher ein starkes Spiel bei der II. Mannschaft) aus 8 Metern (78.), bevor er Sekunden später Sturmpartner Heusel bediente. Heusel diesmal eiskalt vor VfB-Schlussmann Robert Staacke und versenkte mit einem Schlenzer aus 10 Metern zum umjubelten 3:0. Aber für Heusel sollte es noch besser kommen. 87. Minute: Kapitän Holger Krauß bringt einen Freistoß von rechts in den Strafraum, Heusel kommt eingelaufen und köpft aus 7 Metern zum 4:0-Endstand ein. Lupenreiner Hattrick in 29 Minuten - damit machte er seine vergebenen Torchancen vergessen. Dann war Schluss ...

Fazit: Die Loksche tat sich lange schwer, gewann am Ende aber verdient - und auch deutlich (gut fürs Torverhältnis im Zweikampf mit Naunhof). Trotzdem merkte man den Lok-Kickern durchaus den Druck an, die letzten Spiele unbedingt gewinnen zu müssen. Zwenkau tat zwar nicht viel für die Offensive, stand aber im Defensiv-Verbund lange sicher. Als nächstes steht das "Auswärtsspiel" im Zentralstadion gegen Blau-Weiß Leipzig auf dem Programm. Hoffentlich gehen die Feierstunden weiter ... es fehlen schließlich noch zwei Siege bis zum großen Ziel "Landesliga-Aufstieg"!

(von Ronny John)