Freundschaftsspiel  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

FC Grün-Weiß Wolfen
2 2

Spieldaten
 
Datum
09. Februar 2008
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
251
Schiedsrichter
Andreas Heinrich (Torgau)
Torschützen
0:1 Kövari (44.), 0:2 Weimann (58.), 1:2 Wetzig (61.), 2:2 Schreiber (76.)
Gelb
Kunert -
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
FC Grün-Weiß Wolfen
20 Kevin Eck (ab 46. 1 Matthias Gast)
22 Robert Hahn
17 Holger Krauß
3 Daniel Trettner
19 Anton Köllner
4 Ray Kirst
16 Manuel Starke
6 Lars Georg (ab 46. 14 Ron Peters)
24 Robert Roscher
7 Frank Berger
7 Alexander Kunert (ab 61. 2 Robert Sommer)
8 Andreas Mieth
13 Stephan Knoof
11 Toni Sponer (ab 64. 15 Sandro Michalak)
11 Kevin Adam
12 Nils-Oliver Göres
10 René Heusel
19 Daniel Weimann
9 Thomas Wetzig
20 Hagen Bernard
22 Ralf Schreiber
21 Mario Kövari (ab 46. 18 Torsten Pfeiffer)

Trainer
Rainer Lisiewicz
Olaf Schaller

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Anfangs hatten wir Probleme mit dem Wolfener Spiel. Die kamen sehr schnell aus dem Mittelfeld. Am Ende sind wir verdient zum Ausgleich gekommen und hätten das Ding sogar noch ziehen können. Dieser Test gegen eine starke Truppe war genau das richtige vor dem Rückrundenstart in Grimma!“

Wertung

3 Sterne (Unterhaltsames Spiel bei angenehmen Temperaturen - bei besserer Chancenauswertung wäre sogar mehr drin gewesen!)

20 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Achtungszeichen im letzten Härtetest: Gegen den Tabellenführer der Verbandsliga Sachsen-Anhalt (wie Lok auch 5. Liga) gelang dem Landesliga-Dritten aus der Messestadt ein mehr als verdientes 2:2 (0:1)-Unentschieden vor 251 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion. Lok insgesamt mit den besseren Torchancen, aber die erfahrene und eingespielte Truppe aus Wolfen nutzte die Lücken gnadenlos aus. Schade, dass Kapitän Holger Krauß in der Schlussphase noch den Sieg per Elfmeter verschoss.

Lok-Coach Rainer Lisiewicz musste heute unter anderem auf Stammkeeper Jan Evers (Entzündung im Handgelenk) verzichten - dazu pausierte Rico Engler wegen einer Prellung im Knie. Rein ins Spiel: Die Partie begann dann gleich mit einem gefährlichen Schuss der Gäste durch Toni Sponer in der 4. Minute. Doch Kevin Eck im Lok-Kasten war zur Stelle. Auf der Gegenseite beförderte Stephan Knoof einen Freistoß von rechts genau zum neu frisierten René Heusel, aber aus 10 Metern verzog (8.). In der 17. Minute prüfte Nils-Oliver Göres aus 16 Metern Kevin Eck mit einem Flachschuss. Sekunden später ein Traumanspiel von Knoof auf Lok-Torjäger René Heusel, dessen Heber aus 8 Metern frei aber nur auf dem Tornetz landete. Pech gehabt! Dann setzte sich Kevin Adam schön auf rechts durch, bedient mit Glück Thomas Wetzig. Der sieht den auffälligen Alexander Kunert, der aber aus 14 Metern übers Wolfen-Tor schoss (21.). In der 27. Minute setzt der junge Adam dann den flinken Ralf Schreiber in Szene, doch aus spitzem Winkel kann ein Grün-Weißer Abwehrkicker zur Ecke abwehren. Und die zweite Lok-Ecke im Spiel sollte richtig gefährlich werden - Pech allerdings das der Kopfball von Manuel Starke (agierte heute im Mittelfeld) aus 9 Metern über die Torlatte strich. Auf der Gegenseite sorgte dann aber wieder Nils-Oliver Göres für Gefahr. Aber aus 12 Metern übers Lok-Tor (36.)! Sekunden später zeigte aber auch Manuel Starke, was er für einen Hammer hat. Aus 20 Metern strich sein Schuss nur knapp über den Kasten von Robert Hahn. Als alle schon mit den Gedanken in der Pause waren, zeigte Wolfen, dass sie einfach die abgezocktere und reifere Mannschaft heute waren. Der flinke Toni Sponer tanzt gleich zwei Lok-Abwehrkicker aus und sieht dann noch den freien Mario Kövari, der aus 8 Metern nur noch den Fuß hinhalten muss - 0:1. Damit ging es auch in die Pause...

Mit A-Jugend Keeper Matthias Gast im Lok-Kasten ging es in den zweiten Abschnitt. Starke köpft wie schon in Halbzeit eins nach einer Ecke nur knapp über das Gehäuse von Robert Hahn (49.), doch eine alte Weisheit sollte wieder gnadenlos zuschlagen: „Die einen haben die Chancen und die anderen schießen die Tore.“ In Person von Daniel Weimann (58.) geschah das dann auch. Nachdem Anton Köllner an der eigenen Strafraumgrenze ohne Not quer spielt, steht Weimann goldrichtig und schiebt völlig frei aus 12 Metern ins linke untere Eck – 0:2. Statt die Führung „nach Hause“ zu schaukeln, sahen sich die Gästen nun wütenden Angriffen ausgesetzt. Der pfeilschnelle Wetzig tauchte nach einer Hereingabe vorm Tor und haute das Leder aus einem (!) Meter gegen den Torhüter (59.). Nur zwei Minuten später stochert Starke nach einer Ecke den Ball zu Wetzig und fährt artistisch sein Bein aus und die Pille senkt sich aus 9 Metern in Winkel. Nur noch ein Tor Rückstand und der Angriffsexpress nahm Fahrt auf. Stephan Knoof, der wieder eine gute Partie ablieferte, flankte auf den recht blassen Heusel. Sein Kopfball trudelt jedoch am Tor vorbei (68.). Schreiber zielte dann zweimal und vergab jeweils knapp (69. und 72.). Da alle guten drei sind, schob Schreiber in der 76. Minute zum hoch verdienten Ausgleich ein. Vorangegangen war eine tolle Einzelaktion von Wetzig, der sich auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durchtankte und auf Schreiber zurücklegte. Ebenfalls auf die Grundlinie ackerte sich Kevin Adam durch. Doch nach seiner Rückgabe ließ Knoof den Ball knapp über die Latte zischen (79.). Robert Sommer, der für Alexander „Bommel“ Kunert eingewechselt wurde, suchte den direkten Weg zum Tor und wurde von Torsten Pfeiffer unsanft gebremst. Da dies im Strafraum geschah, gab’s Elfmeter. Die „Bank“ Holger Krauß verschoss allerdings kläglich und so wurde es nix mit dem Sieg (81.). Fast wäre es dann doch noch in die Hose gegangen, denn Wolfen blieb auch in der zweiten Halbzeit sehr gefährlich und hebelte mit einem Lupfer die Lok-Abwehr aus. Allerdings landete der letzte Schuss des Tages über dem dem des 1. FC Lok (87.). Dann war Schluss, drei Minuten zu früh.

Fazit: Es war ein Testsspiel, dass die guten und schlechten Aspekte in der Lisiewicz-Elf offenbarte. Gute Aktionen, vor allem in der Vorwärtsbewegung und eine tolle Moral stehen auf der Habenseite. Nicht so gut waren einige Unkonzentriertheiten in der Hintermannschaft, die von einem Spitzenteam bestraft werden und natürlich das alte Problem der Chancenauswertung. Allerdings sollte der Rückrundenstart gegen den SV Grimma nächste Woche mit einer engagierten Leistung drei Zähler mit sich bringen.

(von Chris Paul und Arthur Schramm)