Achtelfinale Landespokal Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

FC Oberlausitz Neugersdorf
0 2

Spieldaten
 
Datum
31. Oktober 2007
Uhrzeit
13.30 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
1.880
Schiedsrichter
Lutz Rosenkranz (Plauen)
Torschützen
0:1 Uhlig (14.), 0:2 Hubeny (87.)
Gelb
Eiselt, Krauß - Gierich, Grimm
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
FC Oberlausitz Neugersdorf
1 Jan Evers
1 Jan Zelenka
17 Holger Krauß
2 Oliver Göschnick
3 Marcel Hensgen
5 Rene Tschackert (ab 63. 17 Tino Hensel)
23 Pierre Trinko
6 Benjamin Hoßmang
5 Eric Eisselt
7 Thomas Hentschel (ab 84. 16 Miroslav Elias)
22 Ralf Schreiber
10 Falko Thomas
15  Sven Hellmund (ab 46. 2 Robert Sommer)
11 Miroslav Hubeny
4 René Ledwoch
13 Dirk Gierich
7 Alexander Kunert (ab 74. 13 Stephan Knoof)
14 Sebastian Uhlig
21 Rico Engler
15 Oliver Grimm
9 Thomas Wetzig (ab 46. 10 René Heusel)
18 Mirko Albert (ab 20. 8 Josef Patocka)

Trainer
Rainer Lisiewicz
Dirk Havel

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Das ist eine bittere Niederlage. Neugersdorf hat drei Chancen und macht zwei Tore draus. Wir hatten im zweiten Durchgang genügend Chancen für den Ausgleich, aber spielen derzeit im Angriff mehr als glücklos. Uns fehlt derzeit ein Knipser. Nach dem 0:1 hatten wir im ersten Durchgang auch total den Pfaden verloren.“

Wertung

2 Sterne (Lok bemüht, mit Dauerdruck - aber plan- und glücklos. Ein früher Gegentreffer bedeutete das Aus aller Pokal-Träume!)

52 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Pokal mit Fans: Reformationstag im Osten - Landespokal-Zeit in Leipzig. Im ersten Sachsen-Pokal Spiel mit Fans diese Saison ging es für den 1. FC Lokomotive gegen Fünftliga-Rivalen FC Oberlausitz Neugersdorf. Nach der bitteren 0:2-Pleite in der Liga am Sonntag gegen Dynamo Dresden II, war heute Wiedergutmachung angesagt. Neugersdorf führte vor 1.880 Fans im Bruno-Plache-Stadion früh und setzte kurz vor Schluss den entscheidenden Konter zum enttäuschenden 0:2 (0:1) aus Lok-Sicht. Ausgeträumt sind damit die Pokal-Hoffnung - und auch die Hoffnungen auf weitere, lukrative Spiele außerhalb des Fünftliga-Alltags.

Lok-Coach Rainer Lisiewicz musste seine Stammformation gegenüber Sonntag umstellen. Manndecker Manuel Starke musste nach einer dicken Platzwunde heute passen, dafür rückte Kämpfer Marcel Hensgen in die Abwehr. Nach zuletzt schwachen Auftritten mussten Stephan Knoof und Fußballgott René Heusel erst einmal auf der Bank Platz nehmen. Dafür durfte im Sturm Rico Engler neben Thomas Wetzig beginnen. Und über die Außen kamen heute Ralf Schreiber und Sven Hellmund. Bei Neugersdorf gab es gegenüber dem Punktspiel in der Oberlausitz nur eine Veränderung - Tschackert begann für Tino Hensel. Die Partie begann mit viel Schwung beim Gastgeber - schon nach sieben Minuten zischte ein Volleyschuss von Eric Eiselt aus 14 Metern nur knapp links am FCO-Kasten vorbei. Drei Minuten später setzte sich der flinke Schreiber auf rechts durch, Falko Thomas mit Unsicherheit in der Mitte - aber der 16-Meter-Hammer von Rico Engler ging knapp links vorbei. Aber schon jetzt war zu sehen: Das ist eine ganz andere Einstellung, als beim Kick in Dresden. Die Lok-Kicker mit viel Engagement, wenig langen Bällen - und vor allem weniger Abseitsstellungen. Aber dann die kalte Dusche in der 14. Minute: Lok bekommt die Kugel nicht weg. Ledwoch und Hensgen verschätzen sich, so kann Miroslav Hubeny auf Sebastian Uhlig im Strafraum ablegen und ohne Probleme aus 7 Metern ins lange, linke Eck zum überraschenden 0:1 einschieben. Dann früher Wechsel bei den Gästen in der 20. Minute. FCO-Trainer Dirk Havel (ehemaliger Leipziger) nimmt den überforderten Mirko Albert vom Rasen und bringt Josef Patocka. Albert entsprechend sauer, wirft sein Trikot Richtung Trainerbank. Aber weiter Neugersdorf: Nach guter Aktion von Lok-Keeper Jan Evers gibt es die erste Ecke für Neugersdorf. Die wird gefährlich, da Sebastian Uhlig völlig freisteht, aber aus 7 Metern Marcel Hensgen anköpft (21.). Und die Loksche weiter geschockt, die Fehlpässe häuften sich. Auch die Zuschauer auf der Tribüne wurden langsam unruhig. Dann aber die Riesenchance für Eric Eiselt in der 30. Minute zum Ausgleich. Rico Engler schickt auf rechts Ralf Schreiber, der mit tollen Pass auf Eiselt - aber aus 8 Metern kullerte das Leder noch am langen Pfosten aus halb rechter Position vorbei. Auf dem Platz passierte nicht viel - dafür "daneben". René Ledwoch will in der 38. Minute den Ball bei der Neugersdorfer-Bank holen und bekommt dabei einen Rempler von Gäste-Coach Dirk Havel, der am Rande eines Tribünen-Verweises wandelte (38.). Sekunden später ein umstrittener Freistoß für die Gäste und der zischte aus 20 Metern, zentraler Position durch Falko Thomas nur knapp links vorbei. Lok zwar dominant, aber ohne zwingende Torchancen. Ab in die Pause ...

Durchgang zwei begann mit einem Doppelwechsel bei Lok. Thomas Wetzig und Sven Hellmund blieben in die Kabinen, dafür rückten Laufwunder Robert Sommer und René Heusel in die Mannschaft. Zunächst ging es zäh los - bis zur 55. Minute. Ralf Schreiber setzt sich auf links durch, am langen Pfosten legt Robert Sommer für Heusel auf - aber aus 8 Metern hält FCO-Schlussmann Jan Zelenka stark. In der 60. Minute die nächste dicke Chance für Eric Eiselt, doch dessen gefühlvoller Schuss streicht aus 10 Metern übers Dreiangel. Sekunden später eine dicke Chance für Einwechsler René Heusel, nachdem Neugersdorf patzt - doch Heusel zögerte im Strafraum frei viel zu lange und wird abgeblockt. Dann aber ein gefährlicher Konter der Gäste und fast die bittere Entscheidung. Hubeny mit Traumpass in den Lauf von Thomas Hentschel. Lok-Schlussmann Jan Evers zögerte zulange, aber Hentschel haute das Leder aus 10 Metern übers Tor. Glück gehabt! Lok weiter auf dem Weg nach vorn, aber langsam lief die Zeit davon. Kapitän Holger Krauß probierte es aus 28 Metern - doch knapp rechts vorbei (72.). Dann vierte Ecke der Loksche - Sommer legt wieder für Heusel auf, der aber aus 10 Metern nur den rechten Außenpfosten traf (77.). Dann probiert es Rico Engler aus 11 Metern und dann René Heusel - aber immer wieder steht Zelenka im Weg (81.). Alles nach vorn, doch jetzt ist man natürlich offen für Konter. Wie in der 87. Minute, als keiner bei Miroslav Hubeny ist und dieser aus 16 Metern drauf hält - und drin ist er im linken Eck. 0:2 - das Aus im Pokal und das Aus für weitere Einnahmen.

Fazit: Lok zeigte sich gegenüber der Vorwochen verbessert, aber anfällig in der Abwehr. Dazu fand man nach der überraschenden Führung der Gäste, einfach kein richtiges Mittel in der Offensive. Als man die Brechstange herausholte, setzte Neugersdorf den "tödlichen Konter". Damit hat sich das Kapitel Landespokal für den Fünftliga-Aufsteiger früher als gedacht erledigt. Die zweite Pleite in Folge - folgt am Wochenende gegen Freiberg endlich wieder ein Erfolg? Man kann es nur hoffen ...

(von Ronny John)