Hinspiel Aufstiegs-Relegation zur Oberliga  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

FC Schönberg 95

1. FC Lokomotive Leipzig
1 2

Spieldaten
 
Datum
14. Juni 2008
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Jahn-Stadion (Schönberg)
Zuschauer
2.845
Schiedsrichter
 
Gunnar Melms (Osterburg)
Torschützen
0:1 Krauß (30./Foulelfmeter), 0:2 Engler (45.+1), 1:2 Kalbau (58.)
Gelb
Riegel, P. Manthey, T. Manthey, Grybkow - Eiselt, Engler
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
FC Schönberg 95
1. FC Lokomotive Leipzig
16 Norman Köhlmann
1 Jan Evers
2 Christian Radom
17 Holger Krauß
4 Alexander Frank
19 Anton Köllner
6 Marko Riegel (ab 48. 14 Mamadou Sabaly)
16 Manuel Starke
8 Paul Manthey
4 René Ledwoch (ab 36. 5 Eric Eiselt)
9 Yuzuru Okuyama
 
13 Stephan Knoof
11 André Kalbau
15 Sven Hellmund (ab 77. 24 Robert Roscher)
17 Thomas Manthey
7 Alexander Kunert
20 Sven Wittfot (ab 7. 25 Dmytro Grybkow / ab 71. 3 Marcus Klaczinski)
18 Steven Aßmann
21 Serkan Rinal
21 Rico Engler
22 Alexander Fogelt
22 Ralf Schreiber (ab 84. 10 René Heusel)

Trainer
Dinalo Adigo
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Über die 90 Minuten betrachtet, ist es ein verdienter Erfolg. Im zweiten Durchgang bekamen wir allerdings Probleme, trotzdem war wir wohl das eine Tor besser. Die Verletzung von Ledwoch ist natürlich bitter, da uns die Alternative ausgehen!"

Wertung

2,5 Sterne (Wichtiger Schritt Richtung Oberliga, in einem richtigen Kampfspiel mit vielen Fouls und Unterbrechungen!)

56 Fotos und 4 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Was für ein Jubel im beschaulichen Schönberg (4.500 Einwohner): Landesliga-Aufsteiger 1. FC Lokomotive Leipzig ist nach dem 2:1 (2:0)-Erfolg beim FC Schönberg 95 auf dem besten Weg Richtung Oberliga. Vo 2.845 Zuschauern im Jahn-Stadion erzielten Holger Krauß per Foulelfmeter und Rico Engler die wichtigen Auswärtstore für die Loksche. Nun soll am kommenden Sonntag, den 22. Juni (15 Uhr) im Leipziger Zentralstadion der Aufstieg klar gemacht werden. Die Über 2.000 mitgereisten Leipziger Fans sahen ein umkämpftes Spiel, mit vielen Fouls und Unterbrechungen. Aber ab zum Spiel ...

Lok-Coach Rainer Lisiewicz konnte wieder auf Steven Aßmann (nach Gelb-Rot in Pirna) bauen. Dafür musste Kämpfer Marcel Hensgen (Wadenverletzung) erneut passen. Im Sturm durften die flinken Rico Engler und Ralf Schreiber ran. Doch zunächst begann die Partie gleich mit einer Gelben gegen Ex-Bundesliga-Kicker Marko Riegel, der Rico Engler umhaute (3.). Nur zwei Minuten später der Schock für die Gastgeber. Oldie Sven Wittfot brach sich bei einer "Attacke" gegen Keeper Jan Evers das Schien- und Wadenbein. Wittfot musste aus dem Stadion getragen werden (die Trage konnte Schönberg erst nach vier! Minuten auftreiben), dafür kam Dmytro Grybkow. Aus sportlicher Sicht passiert auf dem grünen Rasen nicht viel - Fouls, Einwürfe und Verletzungsunterbrechungen waren an der Tagesordnung. So verletzte sich Lok-Mittelfeldmann René Ledwoch im Verlauf an der rechten Schulter - und musste nach nur 36 Minuten runter (Eric Eiselt kam). In der 28. Minute aber die erste Torchance im Spiel, als FCS-Kicker Alexander Frank aus 16 Metern zum Schuss kam - links vorbei. Auf der Gegenseite dann das: Ralf Schreiber setzte sich im Strafraum schön durch, da riss Thomas Manthey ihn von hinten um. Elfmeter - völlig zu Recht! Eine Sache für Kapitän Holger Krauß, der souverän halb links zur umjubelten 1:0-Führung versenkte (30.). Acht Minuten später schickte Rico Engler Steven Aßmann, doch dessen Abschluss war aus 18 Metern eine sichere Beute für Torhüter Norman Köhlmann. In der 45. Minute (nach Eiselt-Foul) die dickste Chance für den Gastgeber. Ein 18-Meter-Freistoß von André Kalbau kann Evers nur in die Mitte klatschen, doch der Nachschuss von Alexander Frank wird abgeblockt. Und im zweiten Versuch haute Dmytro Grybkow das Leder aus vier Metern Richtung Eckfahne. Lok aber sofort mit dem Konter - und mit dem eiskalten 2:0. Ralf Schreiber schickt Sturmpartner Rico Engler, der leicht abseitsverdächtig richtig spekuliert - frei durch ist. Und Engler bleibt cool, umkurvt Keeper Köhlmann und schiebt aus 10 Metern ein. Was für ein Jubel! Und fast sogar noch das 3:0 vor der Pause, doch eine Direktabnahme von Torschütze Engler zischt knapp über die Querlatte.

Durchgang zwei begann mit stärkeren Gastgebern und einem Konter durch Alexander Fogel über rechts - die Flanke findet den kleinen Japaner Yuzuru Okuyama, der aus 6 Metern übers Lok-Tor köpfte (49.). Im Gegenzug landete eine Flanke von Sven Hellmund auf dem Kopf von Ralf Schreiber, aber aus 6 Metern zeigte Schlussmann Norman Köhlmann eine fantastische Parade (50.). 120 Sekunden später segelte die erste Ecke im Spiel von Kunert fast per Eigentor ins FCS-Tor. Dann die 58. Minute - und wieder Hoffnung für Schönberg: Torjäger André Kalbau drehte sich im Strafraum elegant um Starke und versenkte aus 14 Metern ins linke Eck zum 1:2. Danach machte Lok hinten dicht, ließ kaum etwas zu. So gab es auch wenig Torszenen, obwohl Schönberg nun mehr vom Spiel hatte - aber meist einfallslos agierte. In der 75. Minute (nach Kunert-Ecke) aber noch einen Kopfballchance für Manuel Starke aus 10 Metern. Kein Problem für Köhlmann. Die Lok-Fans mussten dann noch einmal zittern, als Paul Manthey aus 12 Metern zum Kopfball kam - knapp drüber. Dann war es vorbei und 15.50 Uhr durfte gejubelt werden im Lok-Block ...

Fazit: Die Zuschauer erlebten sicherlich kein hochklassiges Fußballspiel, dafür viel Kampf und Spannung. Die Loksche gewann insgesamt nicht unverdient und nutzte diesmal eiskalt die Torchancen. Kapitän Holger Krauß bewies Nervenstärke bei seinem Elfer, Rico Engler seinen Torriecher. So konnten die über 2.000 Leipziger entspannt zurück in die Messestadt fahren. Es sieht gut aus, aber noch stehen schweren 90 Minuten an - und Schönberg hat in Durchgang zwei gezeigt, dass alles möglich ist.

P.S.: Gastgeber Schönberg sorgte für alle Gäste aus der Messestadt für einen schönen Nachmittag - das hatte Spaß gemacht. Und die obligatorische Bratwurst war richtig lecker ... Gute Besserung auch an Ledwoch, der sich die Schulter auskugelte.

 (von Ronny John)