2. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

Kickers 94 Markkleeberg

1. FC Lokomotive Leipzig
0 4

Spieldaten
 
Datum
26. August 2007
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Sportpark "Camillo Ugi" (Markkleeberg)
Zuschauer
3.432
Schiedsrichter
 
Marek Nixdorf (Dresden)
Torschützen
0:1 Krauß (2.), 0:2 Heusel (33.), 0:3 Köllner (60.), 0:4 Schreiber (68.)
Gelb
Kraiczy, Kursawe - Ledwoch, Eiselt, Schreiber, Wetzig
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
Kickers 94 Markkleeberg
1. FC Lokomotive Leipzig
21 Christian Kaiser
1 Jan Evers
2 Markus Kraiczy (ab 76. 6 Stephan Mann)
17 Holger Krauß
3 Sven Heyde
19 Anton Köllner
4 Andre Bittner
16 Manuel Starke
5 Marco Wenk
2 Robert Sommer
7 Tom Kursawe (ab 56. 20 Ronny Franke)
 
15 Sven Hellmund (ab 71. 13 Stephan Knoof)
9 Ronny Delitzsch
7 Alexander Kunert
14 Matthias Kirsch
4 René Ledwoch
17 Stephan Hofmann
5 Eric Eiselt (ab 31. 3 Marcel Hensgen)
18 Dirk Hänisch (ab 46. 8 Stefan Müller)
10 René Heusel (ab 66. 9 Thomas Wetzig)
19 Christopher Blümel
22 Ralf Schreiber

Trainer
Dieter Kühn
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Es war ein verdienter Erfolg für uns heute. Natürlich hat die frühe Führung uns in die Karten gespielt. Danach hat René Heusel den Fehler von Markkleeberg clever ausgenutzt. Wichtig war heute die gute Chancenauswertung, da man auswärts nicht so viele Chancen bekommt wie zu Hause. Die Euphorie müssen wir nun ins nächste Heimspiel mitnehmen! Unser Ziel war es, oben mitzuspielen - und das tun wir ja auch."

Wertung

3 Sterne (Aufsteiger 1. FC Lok heute abgezockter, als die Gastgeber - eiskalt wurden die Fehler genutzt und in der Abwehr brannte kaum etwas an!)

44 Fotos und 4 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Spitzenreiter, Spitzenreiter ... Landesliga-Aufsteiger 1. FC Lok Leipzig thront nach zwei Spieltagen doch überraschend auf Platz 1 der Tabelle. Doch der klare 4:0 (2:0)-Erfolg gegen die (erschreckend schwache) Kickers Markkleeberg war hoch verdient. Vor 3.432 Zuschauern im Sportpark "Camillo Ugi" brachte Kapitän Holger Krauß die Loksche schon nach 110 Sekunden in Front. Von diesem frühen Rückstand erholte sich Markkleeberg nicht mehr und lud die "Loksche" statt dessen mit zwei schlimmen Abwehrpatzern zum Tore schießen ein. Auf der Tribüne verfolgte auch der potentielle Neuzugang Matt Brown aus England mit Freundin Charlotte begeistert den Kick in der Kleinstadt vor den Toren Leipzigs.

Lok-Coach Rainer Lisiewicz sah nach dem klaren 3:0-Auftakterfolg gegen Grimma keinen Anlass, seine Startformation zu ändern. Dazu konnte René Heusel mit einem Tape von Anfang an ran (nach seiner Sprunggelenk-Verletzung). Bei den Gastgebern standen besonders die ehemaligen Lok-Kicker Dirk Hänisch und Christopher Blümel im Mittelpunkt. Lok mit dem Anstoß und gleich am Drücker. Nach gut 70 Sekunden wird Alexander Kunert knapp 30 Meter vor dem Kickers-Kasten gefoult. Kickers-Keeper Christian Kaiser entscheidet sich für eine Zwei-Mann-Mauer. Ein Fehler! Den Lok-Kapitän Holger Krauß trat an und zirkelte den Flatterball ins rechte, obere Eck zum frühen 1:0 nach 112 Sekunden. Danach waren Torchancen erst einmal Mangelware, obwohl die Gäste aus der Messestadt das (hitzige) Geschehen kontrollierten. Auffällig dagegen die aggressive Stimmung auf dem Platz und an der Seitenlinie. Nach einem harten Foul von Eric Eiselt an Marco Wenk, war der Lok-Techniker vorbelastet. Und "bettelte" die folgenden Minuten fast um die Gelb-Rote Karte von Schiri Marek Nixdorf aus Dresden. Richtig deshalb, "Hitzkopf" Eiselt (unter Tränen) nach 31 Minuten vom Platz zunehmen ... Kurz vorher setzte sich René Ledwoch auf links durch, seine Flanke wird am kurzen Pfosten von Sven Hellmund per Kopf verlängert - doch der Kopfball von Heusel aus 8 Metern wird von Keeper Christian Kaiser pariert (25.). Zwei Minuten später legte René Heusel für Alexander Kunert auf, der aus 18 Metern übers Kickers-Tor zielte. In der 30. Minute setzte Nachwuchs-Stürmer Ralf Schreiber die erste "Duftmarke", als er aus 16 Metern rechts vorbei schoss. Dann die 33. Minute: Ralf Schreiber setzt Kickers-Kapitän Andre Bittner unter Druck - und der verliert plötzlich das Leder, dass direkt bei Torjäger René Heusel landete. Heusel marschierte frei Richtung Schlussmann Kaiser und versenkte eiskalt aus 11 Metern ins linke, flache Eck zum umjubelten 2:0. Und schon die Vorentscheidung gegen schwache Kickers! In der 37. Minute setzte der omnipräsente Alexander "Bommel" Kunert auf rechts durch, doch der Kopfball von Einwechsler Marcel Hensgen ging aus 10 Metern über den Kickers-Kasten. Kurz vor dem Pausentee die erste kleine Tormöglichkeit für Markkleeberg, als sich Ronny Delitzsch mit einem Kopfball aus 12 Metern probierte (43.).

Der zweite Durchgang begann mit einem Wechsel bei Markkleeberg (Stefan Müller für Dirk Hänisch), doch Lok kontrollierte weiter das Geschehen - und stand vor allem relativ sicher in der Abwehr. In der 54. Minute sorgte dann Marcel Hensgen aus 25 Metern für den ersten "Wachmacher". Kurz darauf musste Tom Kursawe bei den Kickers mit einer gebrochenen Nase vom Rasen (schlug unglücklich auf dem Boden auf). 60. Minute: Alexander Kunert tritt zur 3. Lok-Ecke von links an - die Kugel segelte Richtung kurzen Pfosten, wo Anton Köllner eingelaufen kommt und aus 7 Metern zum 3:0 einnickte. Lok damit auf Platz eins - und dazu schon der dritte Treffer in zwei Spielen nach einem Eckball. Stark! Kurz darauf hätte René Ledwoch beinah eine weitere Kunert-Ecke per Kopf versenkt, doch aus 8 Metern parierte Christian Kaiser (63.). In der 65. Minute mal ein Schussversuch von Sven Heyde, der aber aus 22 Metern übers Lok-Tor zielte. Dann der nächste kapitale Aussetzer in der Kickers-Abwehr. Matthias Kirsch rutscht plötzlich aus, Einwechsler Thomas Wetzig schnappte sich das Leder und stiefelte Richtung Strafraum. Youngster Ralf Schreiber lief mit und wurde von Wetzig bedient - 4:0 aus 9 Metern. Eine klasse Konter - und schon der zweite Saisontreffer der Sturmhoffnung. Papa Stefan Schreiber (kickte für Lok vor drei Jahren noch in der 3. Kreisklasse) hat's besonders gefreut! Der Rest des Spiels war dann ein warten auf den Schlusspfiff. Beide Teams wollten bei strahlenden Sonnenschein und 24 Grad nicht mehr wirklich Fußball spielen. Und so schlichen sich auch einige Unachtsamkeiten in der Lok-Abwehr bei Krauß und Co. ein. Eine davon hätte Stefan Müller für Markkleeberg in der 74. Minute zum Ehrentreffer nutzen müssen. Doch nachdem Müller Keeper Jan Evers (meist beschäftigungslos) ausgespielt hatte, rettete Ex-Kickers Spieler Marcel Hensgen auf der Linie. Kurz vor Schluss probierte es dann noch einmal Christopher Blümel (84./aus 18 Metern rechts vorbei) und auf der Gegenseite scheiterte Thomas Wetzig mit einer Einzelaktion aus 12 Metern (88./drüber). Der Rest war feiern ...

Fazit: Aufsteiger Lok ballerte sich - etwas überraschend - an die Tabellenspitze. Nun gilt es, diese Euphorie nicht überschwappen zu lassen und sie mit ins nächste Heimspiel gegen den BSV 68 Sebnitz zu nehmen. Die "Loksche" überzeugte erneut in der Offensive und glänzte diesmal mit einer tollen Chancenauswertung. In der Abwehr ließ man (bis auf einige Wackler in der Schlussphase) nix anbrennen. Markkleeberg allerdings, auch aufgrund des frühen Rückstandes, erschreckend schwach und so wohl auch kein Gradmesser. Wo die Leipziger in der Landesliga wirklich stehen, lässt sich wohl erst nach dem Kracher beim FC Erzgebirge Aue II sagen. Aber nun wartet erst einmal zwei mal Sebnitz (Liga + Pokal) auf die Lok ...

(von Ronny John)