4. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

FC Sachsen Leipzig II

1. FC Lokomotive Leipzig
1 3

Spieldaten
 
Datum
14. Oktober 2007
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Zentralstadion (Leipzig)
Zuschauer
12.150
Schiedsrichter
 
Jens Rohland (Regis-Breitingen)
Torschützen
0:1 Kunert (57.), 1:1 Schlieder (59.), 1:2 Heusel (68.), 1:3 Sommer (88.)
Gelb
Köckeritz, Werner - Heusel, Hensgen, Knoof, Metzner
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
FC Sachsen Leipzig II
1. FC Lokomotive Leipzig
23 René Twardzik
1 Kevin Eck
15 Enrico Köckeritz
17 Holger Krauß
4 Patrick Kunig (ab 77. 18 Matthias Gothe)
23 Pierre Trinko
8 Tim Stammnitz
16 Manuel Starke
10 Fabian Berger (ab 5. 17 Sebastian Hauck)
3 Marcel Hensgen
13 Sven Werner (ab 85. 7 Daniel Schneider)
 
22 Ralf Schreiber
9 Timo Breitkopf
7 Alexander Kunert
6 Torsten Gundlach
4 René Ledwoch
2 Peter Schlieder
13 Stephan Knoof (ab 89. 15 Sven Hellmund)
11 Daniel Heinze
10 René Heusel (ab 76. 2 Robert Sommer)
5 Tino Semmer
21 Rico Engler (ab 68. 9 Thomas Wetzig)

Trainer
Michael Breitkopf
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Im ersten Durchgang haben sich noch beide Teams neutralisiert. Das erste Tor hatte dann aber die Fesseln gelöst. Es war ein verdienter Erfolg. Allerdings hätten wir nach dem 2:1 schneller den Sack zu machen müssen. Die Mannschaft hat nach dem schnellen Ausgleich wieder Charakter und viel Moral gezeigt. Kompliment dafür - auch die Abwehr hatte heute kaum etwas anbrennen lassen!"
René Ledwoch (Lok-Spieler) "Es war ein verdienter Erfolg. Wir waren die aggressiverer Mannschaft heute und haben wieder Moral gezeigt. Es war ein geiler Sieg ... Man hat heute gesehen, wer die Nummer 1 in Leipzig ist!"

Wertung

3,5 Sterne (Im ersten Durchgang passierte zwar fast gar nichts, dafür wurde Halbzeit zwei mit vier Treffern sehr unterhaltsam!)

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Spielbericht

Tag der Rekorde in Liga fünf! Das ist deutschlandweit wohl wirklich einmalig - ein Landesliga-Spiel lockte 12.150 Zuschauer ins Leipziger Zentralstadion, 128 Journalisten und 14 Kamera-Teams (u. a. RTL, N24, MDR, ARD, WDR) waren aus ganz Deutschland dabei. 200 Ordner sicherten das Spiel ab, zudem acht Hundertschaften der Polizei (inklusive eines Hubschraubers). Doch es war auch kein normales Spiel. Das "kleine" Leipziger Derby stand auf dem Programm. Am Ende durften die über 7.500 Lok-Fans in der WM-Schüssel den durchaus verdienten 3:1 (0:0)-Auswärtserfolg des 1. FC Lokomotive Leipzig beim FC Sachsen Leipzig II bejubeln. Und auch in der Tabelle machte die Loksche einen Sprung auf Platz drei - bei einem Nachholer noch. Traurig nur: Unverbesserliche aus beiden Lagern zündeten insgesamt 4 Leuchtraketen (zwei auf jeder Seite), so dass die Partie in der 48. Minute für fünf Minuten unterbrochen werden musste.

Lok-Coach Rainer Lisiewicz ließ diesmal Eric Eiselt auf der Bank und brachte dafür den etwas defensiveren Stephan Knoof. Als zweiter Manndecker lief wieder Pierre Trinko auf, während nach der Roten Karte gegen Jan Evers zuletzt in Neugersdorf (2:1) erstmals Kevin Eck im Kasten der 1. Männermannschaft stand. Bei den Sachsen-Bubis konnten schon René Twardzik, Tino Semmer und Enrico Köckeritz reichlich Erfahrung in der Oberliga sonst sammeln. Vor dem etwas verspäteten Anpfiff durch den FC Sachsen (ca. 10 Minute), zeigten beide Teams das Transparent "Gegner auf dem Rasen - aber gemeinsam gegen Rassismus". Los ging die Partie lange sehr unspektakulär. In der 14. Minute überlief der beste Sachsen-Kicker, Tino Semmer, erst Pierre Trinko und dann Holger Krauß. Aber seine Eingabe von rechts fand keinen Abnehmer in der Mitte. Danach passierte lange nichts - beide Teams neutralisierten sich, wobei die Lok-Abwehr sich aber den ein oder anderen Aussetzer leistete. Auf der Gegenseite konnte eigentlich nur Stephan Knoof bei weiten Einwurf für Gefahr sorgen. Dann aber die 28. Minute - der flinke Ralf Schreiber schnappte sich die Kugel, lässt gleich drei Gegenspieler aussteigen - und hält aus 20 Metern einfach mal drauf. Aber links vorbei - der freie René Heusel hätte daraus wohl noch etwas mehr machen können.

Im zweiten Durchgang sollte es dann hitzig her gehen. Zunächst gab es eine kleine "Rudelbildung" auf dem Rasen, dann flog plötzlich eine Leuchtrakete aus dem Lok-Block. Sofort "antwortete" der Sachsen-Block mit einer Leuchtmunition Richtung Gegengerade. Als eine weitere Rakete auf dem Platz segelte, unterbrach Schiri Jens Rohland aus Regis-Breitingen die Partie. Doch nach fünf Minuten konnte es weitergehen. Und plötzlich passierte auch etwas auf dem Platz, aber ein Schuss von Ralf Schreiber wurde vom eignen Mann (Manuel Starke) geblockt (51.). Auf der Gegenseite legte Daniel Heinze für Fabian Berger auf, doch aus 14 Metern zischte der Ball rechts am Lok-Kasten vorbei. Dann die 57. Minute: Rico Engler mit einem Traumpass steil auf Alexander Kunert, der nicht lange fackelte und aus 14 Metern zum 1:0 ins rechte Eck versenkte. Doch mit dem direkten Gegenzug flankte Sebastian Hauck von rechts und am langen Pfosten steht Peter Schlieder völlig frei und köpft aus drei Metern zum 1:1-Ausgleich ein. Doch Lok zeigte Moral, ließ sich vom schnellen Gegentreffer nicht aus der Ruhe bringen. In der 68. Minute probierte es Holger Krauß mit einem langen Ball aus der eignen Hälfte, die Sachsen-Abwehr unterschätzt das Leder und dann grätschte auch noch der erfahrene René Twardzik vorbei - und René Heusel kann plötzlich frei zum 2:1 aus 10 Metern einschieben. Der dritte Treffer des Lok-Torjägers in dieser Saison! Jetzt wirkten die Sachsen-Bubis geschockt und Lok verlegte sich aufs Kontern. Fast mit Erfolg - Einwechsler Thomas Wetzig legt für Ralf Schreiber auf, der schießt aus 12 Metern aber freistehend in die Arme von Twardzik (73.). Nur 60 Sekunden später kommt plötzlich René Heusel (abseitsverdächtig) frei an den Ball - hat jede Menge Zeit und zieht dann vor Twardzik knapp am langen Pfosten vorbei. Entscheidung verpasst. Sollte sich das rächen? Sachsen nun am Drücker, aber ohne klaren Möglichkeiten. Statt dessen bricht Robert Sommer plötzlich in der 88. Minute durch, lässt Enrico Köckeritz noch ganz alt aussehen und trifft cool ins linke Eck zum umjubelten 3:1-Endstand. Sekunden vor dem Schlusspfiff besaßen die Gastgeber durch Tim Stammnitz noch eine Kopfball-Chance. Dann durfte endlich mit den 7.500 Fans ausgelassen gefeiert werden ...

Fazit: Am Ende ein verdienter Erfolg für den 1. FC Lok, doch die Sachsen-Bubis zeigten eine gute Partie und machten es der Loksche lange schwer. Die Lok-Kicker zeigten wieder Moral, trotz des schnellen Ausgleiches und setzten sich mit diesem Dreier in der Spitzengruppe der Liga fest. Wichtig aber heute vor allem: Es blieb weites gehend ruhig. Nächste Woche ist wieder Fünftliga-Alltag angesagt - dann kommt der NFV Gelb/Weiß Görlitz nach Probstheida ...

(von Ronny John)