05. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

FC Erzgebirge Aue II

1. FC Lokomotive Leipzig
2 0

Spieldaten
 
Datum
02. Februar 2008
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Erzgebirgsstadion (Aue)
Zuschauer
2.900
Schiedsrichter
 
Gunnar Stary (Dobritz)
Torschützen
1:0 Müller (11.), 2:0 Müller (58./Foulelfmeter)
Gelb
Sykora, Lobsch - Starke, Hensgen, Krauß
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
FC Erzgebirge Aue II
1. FC Lokomotive Leipzig
1 Stefan Flauder
1 Jan Evers
2 Pierre LeBeau
17 Holger Krauß
3 Thomas Paulus
19 Anton Köllner
4 Ronny Liebold
16 Manuel Starke
5 Andreas Lobsch
3 Marcel Hensgen
6 Marco Wölfel
 
13 Stephan Knoof
7 Silvio Schwitzky (ab 90. 17 Tommy Käßemodel)
5 Eric Eiselt (ab 63. 10 René Heusel)
8 Marcus Müller (ab 89. 13 Andy Wendschuch)
9 Thomas Wetzig
9 Fiete Sykora
7 Alexander Kunert (ab 73. 8 André Irrgang)
10 Christian Siemund
21 Rico Engler
11 Robin Lenk (ab 68. 16 Roy Blankenburg)
22 Ralf Schreiber (ab 73. 2 Robert Sommer)

Trainer
Rico Schmitt
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Wir haben das 0:1 im Prinzip selbst geschossen. Danach hatten wir Pech, bei unseren zwei Großchancen. Doch aus dem Mittelfeld kam heute einfach zu wenig. Wir haben heute aber nur ein Spiel verloren - es bleibt alles offen."

Wertung

2,5 Sterne (Das Wetter war heute genauso wechselhaft wie das Spiel - Lok verlor vor allem durch eigne Unzulänglichkeiten)

35 Fotos und 2 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Pleite im Nachhol-Kracher: Endlich stand das Spitzenspiel des Tabellen-Zweiten der Landesliga Sachsen 1. FC Lokomotive Leipzig beim Dritten FC Erzgebirge Aue II an. Doch vor 2.900 Zuschauern (es waren mehr) im Erzgebirgsstadion schlugen sich die Messestädter selbst und Aue triumphierte mit 2:0 (1:0). Parallelen zum Dynamo-Spiel waren zu erkennen - und spielerisch ging vor 2.000 mitgereisten Fans einfach zu wenig. Noch ist aber nichts verloren, dafür ist der Aufstiegskampf in Liga fünf völlig offen.

Lok-Coach Rainer Lisiewicz musste beim Kracher im Erzgebirgsstadion auf den verletzten (und ohnehin Gelb-Rot gesperrten) Mittelfeldmann René Ledwoch verzichten. Zudem kam Sven Hellmund wegen einer Uni-Prüfung nicht rechtzeitig zum Spiel. Dafür durften im Mittelfeld etwas überraschend Eric Eiselt und Thomas Wetzig als Dampfmacher hinter den Spitzen Rico Engler und Ralf Schreiber ran. Die Gastgeber liefen mit Thomas Paulus, Fiete Sykora und Robin Lenk aus der Profitruppe auf. Rein ins Spiel: Los ging es nach vier Minuten mit der ersten Lok-Ecke und der ersten Chance durch Manuel Starke. Doch sein Kopfball wurde kurz vor der Linie geklärt. In der 9. Minute setzt sich Ex-Lok-Kicker Silvio Schwitzky auf links durch, doch sein langer Ball findet keinen Abnehmer. Ansonsten hatten beide Teams zunächst Probleme auf dem rutschigen Geläuf - viele hatten sich da wohl für die falschen Stollen entschieden. Und so entstand dann auch die Führung für Aue II nach elf Minuten. Andreas Lobsch (der ja bekanntlich vor zwei Jahren auch zur Loksche von Fortuna Leipzig wechseln sollte) ist frei auf links durch - spielt flach in die Mitte, wo Manndecker Manuel Starke bereit steht. Doch dem springt das Leder vom Fuß und Marcus Müller sagt aus 7 Metern "Danke" - 0:1. Der frühe Schock ... Nur vier Minuten später hätte es eigentlich den Ausgleich geben müssen. Marcel Hensgen setzt sich klasse durch, verunglückte Flanke - aber da ist Stürmer Rico Engler. Der zieht aus 11 Metern ab und trifft nur den rechten Innenpfosten. 20. Minute - die nächste dicke Chance für Rico Engler. Diesmal wird er von Thomas Wetzig geschickt und ist wieder auf rechts frei durch. Doch sein Abschluss landet neben dem langen Pfosten aus 13 Metern. Viel passierte nicht - auf beiden Seiten von einem Mittelfeld-Spiel wenig zu sehen. Deshalb mussten Standards für Gefahr sorgen. Silvio Schwitzky steht für einen Freistoß Höhe der rechten Eckfahne bei Schneetreiben bereit. Und in der Mitte segelt Lok-Keeper Jan Evers am Ball vorbei und Christian Siemund haut das Leder irgendwie noch aus 10 Metern am rechten Pfosten vorbei (32.). Glück gehabt! Weiter ging's ohne große Torchancen und mit wenig Qualität - dafür vielen Unsicherheiten im Abwehrverbund. Parallelen zum Hochsicherheitsspiel bei Dynamo Dresden II. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff zog Stephan Knoof aus 18 Metern noch einmal ab - deutlich links vorbei.

Mit Sonnenschein und ohne Wechsel ging's in die zweite Halbzeit. Die Blicke richteten sich dann eher Richtung Lok-Block, wo jede Menge Rauch und Knaller gezündet wurden. Brenzlig in Minute 58 wurde es dann im Lok-Strafraum. Ein Auer fällt - Thomas Wetzig soll in gehalten haben. Strittig! Folge trotzdem: Elfmeter für die Gastgeber. Der Torschütze zur Führung, Marcus Müller, läuft an - ab ins rechte, untere Eck zum 2:0. Vielleicht die Strafe für die Patzer im Abwehrbereich. Jetzt endlich mal die Leipziger: Holger Krauß bringt die 4. Lok-Ecke von rechts in den Strafraum, doch Manuel Starke köpfte aus 9 Metern übers Tor (60.). Auf der Gegenseite die dicke Chance für Aue II zur endgültigen Entscheidung. Silvio Schwitzky bringt die Ecke von rechts und am langen Pfosten köpft Fiete Sykora aus 10 Metern gegen den linken Pfosten - Evers hatte zum Glück noch die Finger dran. 73. Minute: Irrgang, Sommer und ein Schneesturm kommen ins Spiel. Doch die Hoffnung waren dahin. In der 77. Minute zieht der eingewechselte Roy Blankenburg aus 20 Metern einfach mal ab - rechts vorbei. Die Zeit lief ab und das heute einfach nichts ging, bewiesen kurz vor dem Schlusspfiff dann noch mal Robert Sommer (Kopfball aus 5 Metern/88.) und Abwehrmann Manuel Starke (Kopfball aus 6 Metern/92.). Auf der Gegenseite hätte Torjäger Roy Blankenburg beinah noch per Heber aus 14 Metern getroffen. Schluss ...

Fazit: Lok schlug sich im Prinzip selbst, wirkte zudem in Abwehr und im Mittelfeld zu nervös. Die Aue-Talente dagegen abgebrühter - bestes Spiel: Der herausgeholte Elfer zum 2:0-Endstand. Vielleicht war der Druck vor dem Spiel zu hoch. Nur so ist zu erklären, dass so viele Kicker heute auf ganzer Linie enttäuschten.

 (von Ronny John)