6. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

Heidenauer SV
3 0

Spieldaten
 
Datum
29. September 2007
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
2.205
Schiedsrichter
Robert Franke (Zwönitz)
Torschützen
1:0 Heusel (5.), 2:0 Engler (31.), 3:0 Kunert (50.)
Gelb
- Gründig, Dittmann
Gelb-Rot
Keine
Rot
Seman (26./HSV)

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
Heidenauer SV
1 Jan Evers
1 Marcel Zönnchen
17 Holger Krauß
5 Jan Händel (ab 84. 15 Daniel Eichstädt)
16 Manuel Starke
6 Torsten Gründig
24 Robert Roscher (ab 73. 11 Kevin Adam)
7 Daniel Dittmann
15 Sven Hellmund (ab 62. 2 Robert Sommer)
8 Michael Heera
21 Rico Engler
9 Carsten Oppitz
5 Eric Eiselt (ab 62. 9 Thomas Wetzig)
10 Chris Auerswald
4 René Ledwoch
16 Torsten Schulze (ab 60. 4 Richard Lätsch)
7 Alexander Kunert
17 Rico Glaubitz
10 René Heusel
18 Tom Winter (ab 76. 11 Hagen Lein)
22 Ralf Schreiber
19 Michael Seman

Trainer
Rainer Lisiewicz
Uwe Kuhl

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Ein völlig verdienter Heimerfolg, auch wenn wir wieder einige Chancen nicht genutzt haben!“

Wertung

3 Sterne (Verdienter Heimerfolg der Loksche, gegen schwache Gäste - leider wurde mit den Chancen gesündigt!)

30 Fotos und 3 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Die lange Landesliga-Pause hat dem 1. FC Lok offensichtlich nicht geschadet. Im Gegenteil: Mit einem souveränen 3:0 (2:0)-Sieg gegen Heidenau fuhren die Mannen von Rainer Lisiewicz den dritten Dreier im vierten Spiel ein. Dabei überzeugte die Mannschaft vor allem im der 1. Halbzeit mit gutem Offensivspiel und einer sicheren Abwehr. Aber fangen wir dort an, wo auch sonst immer begonnen wird: Vorn.

Rainer Lisiewicz und Uwe Trommer mussten heute neben dem verletzten Köllner noch auf Hensgen (Sperre) und Knoof (verhindert) verzichten. Dafür spielten Hellmund und Engler wieder von Beginn an und Sommer saß überraschend auf der Bank. Für ihn wirbelte Schreiber über rechts und diese Maßnahme sollte sich auszahlen. Nach fünf Minuten zwischen den Strafräumen erkämpfte Holger Krauß in der eigenen Hälfte den Ball, spielte doppelten Doppelpass mit Ralf Schreiber, der war auf rechts durch, legte in die Mitte, wo Kunerts Schuss noch abgeblockt wurde, aber Rene Heusel aus 10 Metern traf. Der zweite Saisontreffer, eine Riesenbefreiung für ihn und das zeitige Tor, was sich die Mannschaft wünschte. Rasant ging es weiter. Nur drei Minuten später schoss Engler aus 19 Metern ans Außennetz und wiederum nur drei später in die Arme von Michael Zönnchen, dem Heidenauer Torhüter. Dieser zeichnete sich auch nach 15 Minuten aus, als Alexander Kunert nach schöner Einzelleistung einen unplatzierten Schuss aus 9 Metern aufs Tor losließ und Zönnchen mit einer Hand parierte. Nach 18 Minuten dann das erste Mal die Heidenauer in der Offensive gefährlich. Aber den Auerswald-Freistoß – früher VfB II. – aus zentraler Position lenkte Evers noch über das Tor. Nach zwanzig Minuten wieder eine gefährliche Lok-Aktion: Einen Engler-Schuss lenkte Heusel ins Tor, aber der Linienrichter wollte Abseits erkannt haben. Es blieb nicht das einzige aberkannte Tor. In der 25. Minute dann Aufregung: Alles begann harmlos. Nach Abseitsstellung Heusel Freistoß nahe der Mittellinie. Plötzlich fielen Roscher und Seman. Der Linienrichter zeigte dem Schiedsrichter sofort an, was passiert ist. Rote Karte für Seman, wohl nach Ellbogencheck. Heidenau war seiner einzigen Spitze beraubt, aber danach sogar ein wenig offensiver als zuvor, obgleich nichts Zählbares raus sprang. In der 31. Minute erkämpfte Starke den Ball in der eigenen Hälfte und schickte Schreiber, der unbehelligt einen 50 Meter Lauf hinlegte, mustergültig von der Torauslinie auf Engler zurücklegte, der trocken aus 10 Metern vollendete. Der zweite Assist für Ralf Schreiber. Und der Vorbereiter hätte sechs Minuten später beinahe selbst getroffen. Aber seine Volleyabnahme mit links parierte Zönnchen klasse. Nur eine Minute später dann wieder Tor für Lok, aber wieder wurde es aberkannt. Eiselt hatte sich im Strafraum durchgesetzt und vollendet, nachdem er von Rico Glaubitz sogar zu Boden gezogen wurde. Der Schiedsrichter wollte aber ein Eiselt-Foul gesehen haben. Eine klare Fehlentscheidung. Dann war Pause.

Der 1. FC Lok begann die zweite Halbzeit wie die erste. Offensiv und mit einem Tor.  Heusel schirmte am Strafraum schön den Ball ab und legte dann für Kunert auf, der aus 15 Metern ziemlich genau ins Dreiangel traf. Ein schöner Treffer. Nach 57 Minuten hob Krauß eine Flanke in den Strafraum, aber Starke beförderte den Ball aus vier Metern freistehend über das Tor. Nach einer Stunde dann eine weitere Klasse-Aktion von Rene Heusel, der eine Flanke direkt per Drehschuss Richtung Tor beförderte. Aber Zönnchen wieder großartig. Kurz danach wieder Tor für Lok und erneut erkannte es der Schiedsrichter ab, weil er ein Foul von Wetzig gesehen haben wollte. Wetzg hatte lediglich auf Sommer abgelegt, der vollendete. Das Spiel verlor nun ein wenig an Fahrt. Außer drei Lok-Schüssen aus der Distanz die allesamt ihr Ziel nur knapp verfehlten war nicht viel los. Die nächste gefährliche Aktion hatte dann überraschenderweise Heidenau. Carsten Oppitz jagte einen Aufsetzer aus 23 Meter Richtung Lok-Tor. Evers mit minimalen Problemen. Vier Minuten vor Schluss dann die größte Chance für die Gäste, als Starke und Krauß gegen zwei Heidenauer verteidigen mussten. Aber der Auerswald-Schuss ging übers Tor.

 Der Sieg des 1. FC Lok war nie gefährdet. Positiv ist, dass Lok weder gelbe Karte noch Gegentor erhalten hat und das zeitige Tor gefallen ist. Dies scheint schon fast Tradition in dieser Saison zu sein. Auch wie der 1. FC Lok in der 1. Halbzeit über die Flügel agiert hat und wie effektiv dort Schreiber spielte, ist hervorzuheben. Leider ist es der Mannschaft nicht gelungen, aus dem Platzverweis der Heidenauer mehr Kapital zu schlagen, was aber auch daran lag, dass Heidenau die taktische Disziplin bewahrte und hinten mit teilweise sechs Mann auf einer Linie agierte. Zu häufig probierte es aber der 1. FC Lok in der zweiten Halbzeit durch die Mitte. Nächste Worte wartet nun der dieses Wochenende spielfreie OFC Neugersdorf. Keine leichte Auswärtsaufgabe...

(von Marko Hofmann)