9. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

SG Dynamo Dresden II

1. FC Lokomotive Leipzig
2 0

Spieldaten
 
Datum
28. Oktober 2007
Uhrzeit
13.15 Uhr
Spielstätte
Rudolf-Harbig-Stadion (Dresden)
Zuschauer
6.156
Schiedsrichter
 
Jens Stahlmann (Berbesdorf)
Torschützen
1:0 Kegel (37.), 2:0 Pietsch (54.)
Gelb
Knackmuß, Marx, Kegel - Heusel, Knoof, Schreiber
Gelb-Rot
Süß (41./Dynamo), Ledwoch (64./Lok)
Rot
Keine

Aufstellung
SG Dynamo Dresden II
1. FC Lokomotive Leipzig
1 Daniel Zacher
1 Jan Evers
2 Torsten Marx (ab 84. 9 Paul-Max Walther)
17 Holger Krauß
4 Daniel Meinel
23 Pierre Trinko
5 René Beuchel
16 Manuel Starke (ab 44. 21 Rico Engler)
6 Markus Knackmuß
3 Marcel Hensgen
7 Robert Pietsch
 
13 Stephan Knoof (ab 57. 2 Robert Sommer)
10 Maik Kegel
7 Alexander Kunert
13 Sepp Kunze (ab 77. 25 Philipp Masak)
4 René Ledwoch
17 Ronald Wolf
5 Eric Eiselt
18 Stefan Süß
10 René Heusel (ab 57. 22 Ralf Schreiber)
19 Sebastian Kieback
9 Thomas Wetzig

Trainer
Matthias Mauksch
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Der Sieg für Dresden geht in Ordnung. Wir konnten uns nach vorne zu wenig durchsetzen und dann war der Fehler zum 0:2 natürlich so etwas wie der Genickbruch. Danach mussten wir alles nach vorne werfen und liefen natürlich noch in Konter!"

Wertung

2,5 Sterne (Dynamos Zweite gewinnt verdient - Lok ohne Durchschlagskraft im Derby. Dazu der dicke Patzer von Jan Evers zum 0:2!)

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Spielbericht

Serie beendet - ins heiße Derby ging Dynamo Dresden II zu Hause ohne Punktverlust und Aufsteiger 1. FC Lokomotive Leipzig ohne Auswärts-Punktverlust. Leider endete nur Serie Nummer zwei. Die Dynamo-Bubis siegten vor der staatlichen Kulisse von 6.156 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion verdient mit 2:0 (1:0). Zu wenig ging für die Loksche nach vorne, zu planlos wurde gespielt. Immerhin blieb es im Stadion einigermaßen friedlich, obwohl fast minütlich verschiedene Arten von Kracher explodierten und das Spiel wegen dem hohen Andrangs 15 Minuten später angepfiffen werden musste.

Lok-Coach Rainer Lisiewicz stellte zwei Mal zur Vorwoche um. In den Sturm rutschte diesmal Edel-Joker Thomas Wetzig und im Mittelfeld durfte Routinier Eric Eiselt wieder von Anfang an ran. Bei den Gastgebern standen erfahrene Leute wie René Beuchel, Markus Knackmuß und Robert Pietsch in der Formation. Gecoacht wurde Dynamo von Ex-Bundesliga-Spieler Matthias Mauksch. Zunächst lief die Partie für den Gastgeber gut an. Torsten Marx aus 18 Metern (2.) und Markus Knackmuß aus 22 Metern (6.) scheiterten aber jeweils an Lok-Keeper Jan Evers. Danach passierte lange nicht mehr viel - Dynamo hatte mehr Spielanteile, die Gäste aus der Messestadt standen dafür relativ sicher in der Abwehr. In der 22. Metern dann aber ein sehenswerter Seitfallzieher von Dynamo-Routinier René Beuchel, doch aus 14 Metern reagierte Evers stark. Dann aber ein klasse Anspiel von Matthias Knackmuß auf den flinken Torsten Marx, der volley aus 14 Metern abzog - doch knapp drüber. Dann die 34. Minute - und endlich die erste Lok-Chance im Spiel. Ein 100%-ige - doch Lok-Stürmer René Heusel zog freistehend aus 15 Metern nicht ab und sein zu später Schussversuch wurde noch abgeblockt. Auf der Gegenseite reklamierte die Loksche ein Foul an Manuel Starke, doch der kleinliche Schiri Jens Stahlmann ließ weiterspielen und der überragende Maik Kegel haute das Leder aus 10 Metern ins lange Eck zum 0:1. Doch dann schwächten sich die Dynamo-Bubis selbst, als Stefan Süß einen Elfer schinden wollte und sich dann von Holger Krauß provozieren ließ und ihn umstieß. Die Folge: Eine dumme Gelb-Rote Karte für Süß und Lok nun in Überzahl. Doch auch die Gäste wurden noch vor der Pause geschwächte, als Manndecker Manuel Starke mit Torsten Marx zusammen stieß und mit einer schlimmen Platzwunde am Kopf vom Platz (für Rico Engler) musste.

Durchgang zwei begann leider mit einer Leuchtrakete aus dem Lok-Block und viel Rauch im Dynamo-Block. Auf dem Platz passierte zunächst nichts - bis zum Geschenk des Tages in der 54. Minute. Ein harmloser Schuss von Maik Kegel rollt Richtung Jan Evers, der Lok-Keeper versuchte das Leder locker aufzunehmen und dabei rutschte ihm der Ball unter dem Körper durch. Robert Pietsch sagt "Danke" und netzte aus drei Metern vor dem leeren Tor zum bitteren 0:2 ein. Was für ein Schock! Und es sollte noch schlimmer kommen - in der 67. Minute nahm René Ledwoch den Gästen auch noch die "Überzahl" (die man aber im Spiel auch nicht merkte), indem er gegen Maik Kegel nachtrat und ebenfalls mit Gelb-Rot vom Platz musste. 10 gegen 10 - und Lok wurde langsam aktiver, zumal mit Robert Sommer und Ralf Schreiber weitere Offensivkräfte ins Spiel kamen. Damit war man natürlich auch anfällig für Konter - wie in der 71. Minute als Knackmuß Maik Kegel bediente, der aber per Seitfallzieher aus 14 Metern übers Lok-Gehäuse schoss. Auf der Gegenseite bediente Robert Sommer den flinken Rico Engler, der aber aus 10 Metern am starken Dynamo Schlussmann Daniel Zacher scheiterte. Nur Sekunden später die nächste Engler-Chance, doch den 18-Meter-Hammer entschärfte wieder Zacher. In der 76. erreichte eine Kunert-Flanke Thomas Wetzig, dessen Fallrückzieher aber wieder sichere Beute für Zacher war. Auf der Gegenseite vergaben Thomas Marx (75.) und Einwechsler Philipp Masak (83.) noch beste Konterchancen, bevor Jens Stahlmann die Partie abpfiff.

Fazit: Die Dynamo-Bubis gewannen verdient, waren die aktivere und vor allem clevere Mannschaft. Bei der Loksche kam zu wenig bis fast gar nichts aus dem Mittelfeld - und bei den langen Bällen stand die Lok-Offensive mindestens zehn Mal im Abseits. Trotzdem waren alle der Meinung: Hier kann man verlieren - aber jetzt muss man die Spiele gegen die vermeintlich "Kleinen" gewinnen, um oben dran zu bleiben.

(von Ronny John)