10. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

BSC Freiberg
3 0

Spieldaten
 
Datum
03. November 2007
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
1.902
Schiedsrichter
Sven Friedrich (Dresden)
Torschützen
1:0 Engler (38.), 2:0 Engler (75.), 3:0 Engler (88.)
Gelb
Sommer - Tröger
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
BSC Freiberg
1 Jan Evers
1 Michael Schmidt
17 Holger Krauß
9 Robin Tröger
16 Manuel Starke
8 David Voigt
23 Pierre Trinko
4 Peter Braun
2 Robert Sommer
5 Martin Polifka
22 Ralf Schreiber (ab 66. 15 Sven Hellmund)
13 Nils Morgenstern (ab 77. 3 Daniel Schreiter)
13 Stephan Knoof
6 Kai Dittrich (ab 77. 20 Davis Wilvers)
5 Eric Eiselt
19 Ronny Stumpf (ab 9. 2 Alexander Roberc)
7 Alexander Kunert (ab 61. 3 Marcel Hensgen)
17 Julian Rosengarten
10 René Heusel (ab 73. 9 Thomas Wetzig)
15 Roy Linthe
21 Rico Engler
10 Sebastian Burkhardt

Trainer
Rainer Lisiewicz
Steffen Simon

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Ich bin glücklich über diesen wichtigen und verdienten Sieg gegen einen guten Gegner. Leider haben wir es uns wieder schwerer gemacht, als es hätte sein müssen. Mit Rico Engler hatten wir natürlich den überragenden Mann, aber auch Stephan Knoof und Jan Evers haben ein starkes Spiel abgeliefert!

Wertung

3 Sterne (Engler-Show - Lok tat sich zunächst schwer, aber Rico Engler erlöste mit drei Treffern die Fans!)

30 Fotos und Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Der 1. FC Lok Leipzig hat in die Erfolgsspur zurückgefunden. Am siebenten Spieltag der Landesliga Sachsen besiegten die Probstheidaer den BSC Freiberg verdient mit 3:0 (1:0). Das Match wurde zur Show des jungen Rico Engler, der alle drei Treffer zum Sieg beisteuerte und auch sonst bester Mann auf dem Feld war. Nach den beiden Niederlagen zuletzt war die Partie Balsam auf die Seele der Lok-Fans.

Im Vergleich zum Pokalspiel stellte Trainer Rainer Lisiewicz auf vier Positionen um. Für Marcel Hensgen, Sven Hellmund, Thomas Wetzig und den gesperrten René Ledwoch rückten Robert Sommer, Stephan Knoof, René Heusel und der wieder genesene Manuel Starke in die Anfangsformation. Die Loksche begann auch gleich richtig druckvoll. In der zweiten Minute flankte Knoof von links, doch der Kopfball von Ralf Schreiber ging gut einen Meter am linken Pfosten vorbei. 60 Sekunden danach die nächster Schreiber-Chance. Nach einem Getümmel im Strafraum gelangte das Leder zum jungen Blondschopf, der den Ball aber aus 16 Metern übers rechte Dreiangel zirkelte. Nach sechs Minuten dann eine Schrecksekunde für beide Teams. Bei einem Kopfballduell prallten René Heusel und Ronny Stumpf zusammen. Beide mussten in der Folge behandelt werden. Für Stumpf ging die Partie nicht weiter. Für ihn kam Alexander Robbert in die Partie (neunte Minute). Kurz darauf die erste Gelegenheit für die Gäste. Nach einem Freistoß rauschte der Ball knapp am linken Pfosten des Lok-Gehäuses vorbei (10.). Unter großem Jubel der 1.902 anwesenden Zuschauer betrat dann René Heusel wieder das Spielfeld. Ein Pflaster von Physiotherapeut Uwe Zimmermann ermöglichte ihm das Weiterspielen. Die Loksche in der Folge überlegen, aber ohne richtigen Zug zum Tor und die Freiberger aufs Kontern bedacht. In der 23. Minute dann eine kollektive Schlafeinlage der blau-gelben Hintermannschaft. Einen Freistoß spielten die Freiberger kurz und plötzlich zog Sebastian Burkhardt aus 15 Metern aufs linke Toreck ab. Doch Jan Evers tauchte ab und fischte das Leder aus dem Eck. Robert Sommer klärte den Ball letztendlich zur Ecke. Im Gegenzug der 1. FC Lok gefährlich über Schreiber, Eiselt und Knoof zu Engler, der sich gegen zwei Verteidiger durchsetzte, aber aus 14 Metern weit übers Tor schoss. Danach die Freiberger etwas zweikampfstärker und Lok anfällig in der Defensive. Beinahe jeder Freistoß und jede Ecke brachten Unruhe in den Strafraum der Probstheidaer. Doch die Drangphase der Gäste dauerte nur kurz. Ab der 29. Minute übernahmen die Hausherren wieder das Spielgeschehen. Glück für die Freiberger, als Stefan Knoof  zunächst zu unentschlossen war und im Anschluss Robert Sommer am herauseilenden Freiberg-Keeper Michael Schmidt scheiterte (29./30.). Auf der Gegenseite köpfte Pierre Trinko genau auf Nils Morgenstern, der sofort volley aus 18 Metern abzog. Doch wieder tauchte Evers ab und rettete zur Ecke (33.). Das Spiel ging nun hin und her und folglich hatte der FCL die nächste Möglichkeit. Einen langen Pass von Holger Krauß nahm Rico Engler schön im Strafraum an und zog dann zur Überraschung aller aufs kurze Toreck ab. Schmidt reagierte im letzten Moment und kratzte die Pille noch von der Linie (35.). Nach der anschließenden Ecke probierte es der Stürmer erneut aus 25 Metern, schoss diesmal jedoch gut fünf Meter am Tor vorbei. Zwei Minuten später machte es Engler aber besser. An der Mittellinie schnappte sich der schlaksige Stürmer das Leder, marschierte an zwei Verteidigern vorbei über 50 Metern hinweg Richtung Gäste-Tor und vollendete aus spitzem Winkel eiskalt zum 1:0 ins rechte, lange Toreck. Nun war Stimmung im Bruno-Plache-Stadion und die Loksche mit dem 1:0 zufrieden. So verwalteten die Mannen von Rainer Lisiewicz die Führung bis zum Halbzeitpfiff des sehr großzügig agierenden Schiedsrichters Sven Friedrich.

Die zweite Hälfte begann gleich mit zwei Paukenschlägen. Nur 40 Sekunden nach Wiederanpfiff tanzte Engler zwei Gegner auf rechts aus und bediente den völlig freien René Heusel am Fünfmeterraum. Doch anstatt den Ball in die Maschen zu schieben, versuchte der Angreifer das Leder ins rechte, obere Toreck zu zirkeln. Zum Unmut der Zuschauer zielte er dabei zu genau und die Pille strich übers Lattenkreuz. Im Gegenzug dann die große Chance für die Freiberger zum Ausgleich. Nach einem Fehler von Stephan Knoof marschierte Julian Rosengarten allein auf Jan Evers zu. Doch auch dem Freiberger Angreifer versagten die Nerven. Er spitzelte den Ball mit der Pike über den herauseilenden Evers, aber auch übers Tor (47.). Anschließend ein Freistoß für die Gäste von rechts: Peter Braun kam am Elfmeterpunkt an den Ball, doch Evers war bei seinem Kopfstoß zur Stelle und parierte sicher. Lok verlegte sich danach immer mehr aufs Kontern, trug die Gegenstöße aber zunächst zu unkonzentriert vor. In der 55. Minute spielte Sommer auf Engler, der aus 15 Metern erneut das kurze Toreck anvisierte. Und wieder war Schmidt zur Stelle und klärte auf Kosten einer Ecke. Diese landete bei Robert Sommer, der sofort aus zehn Metern abzog. Diesmal war Schmidt geschlagen, doch Morgenstern klärte für seinen Hüter auf der Linie. Nach 60 Minuten erneut ein Konter über Engler. Der bediente Heusel am Fünfmeterraum, aber wieder war Schmidt schneller und klärte. Dann eine kuriose Szene: Torwart Schmidt sah eine Engler-Flanke im Aus und forderte von den Balljungen ein neues Spielgerät. Doch der Schiedsrichterassistent sah das Leder noch im Spielfeld und so befanden sich auf einmal mehrere Bälle im Spiel. Sven Friedrich entschied folgerichtig auf Schiedsrichterball. Anschließend kam Sven Hellmund für Ralf Schreiber ins Spiel, was einige Zuschauer auf dem Dammsitz zu „Heusel raus“-Rufen verleitete. Trainer Lisiewicz drücke den Verursachern sein Missfallen ob dieser Schmährufe gegen den glücklosen Torjäger aus und auch von der Tribüne folgten einige deutliche Worte Richtung Dammsitz. In der 67. Minute schaltete dann wieder Engler den Turbo ein. Diesmal scheiterte er aber aus 25 Metern an Schmidt. 120 Sekunden später schickte der eingewechselte Hensgen Heusel steil, der allerdings aus 20 Metern übers Gehäuse schoss. Kurz darauf wieder Heusel vorm Freiberger Tor, doch erneut reagierte Schmidt glänzend (70.). Nach 74 Minuten dann aber doch das erlösende 2:0. Eiselt spielte mit einem tollen Trick zwei Gegner aus und bediente Engler, der 40 Meter vor dem Tor lossprintete und Schmidt diesmal keine Chance ließ. Aus 16 Metern lupfte er das Leder über den herauseilenden Torwart zum 2:0 ins Netz. Freiberg vom zweiten Treffer der Hausherren geschockt. Viel lief bei den Gästen danach nicht mehr zusammen. Lediglich einen Schuss von Burkhardt musste Evers in der 88. Minute parieren. Dieser folg ihm jedoch genau in die Arme. Kurz vor dem Schlusspfiff dann sogar noch das 3:0 für die Loksche. Und wieder war es Rico Engler, der bei einem Konter sein Torjägernäschen bewies und aus 13 Metern Hüter Schmidt auf der Linie tunnelte. Dabei blieb es dann auch bis zum Schluss.

Fazit: Der 1. FC Lok trat nach den beiden Niederlagen verbessert auf und hatte mit Rico Engler den Mann des Tages in den eigenen Reihen. In der Defensive konnte Stephan Knoof überzeugen, der trotz Patzer, viele Bälle eroberte. Auch Jan Evers überzeugte mit einer sicheren Partie. Fraglich bleibt, wann Stürmer René Heusel seine Minikrise überwindet. Solange ihn Rico Engler als Torschütze vertritt, ist wohl noch Zeit für ihn. Jedoch würden zwei treffsichere Angreifer der Mannschaft sicherlich gut tun. Vielleicht klappt es ja bereits in der nächsten Woche. Dann geht es am Samstag, dem 10. November 2007, um 14 Uhr beim VfB Fortuna Chemnitz um wichtige Auswärtspunkte im Kampf um die Spitzenplätze.

(von Daniel Angermüller)