11. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

VfB Fortuna Chemnitz

1. FC Lokomotive Leipzig
0 1

Spieldaten
 
Datum
21. November 2007
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Stadion an der Beyerstraße (Chemnitz)
Zuschauer
1.520
Schiedsrichter
 
Mario Wehnert (Königswartha)
Torschützen
0:1 Engler (23.)
Gelb
Weigel, Dittrich, Laskowski - Knoof, Krauß
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
VfB Fortuna Chemnitz
1. FC Lokomotive Leipzig
1 Tino Kretzschmar
1 Jan Evers
4 Sven Kutzner
17 Holger Krauß
5 Steffen Karl
24 Robert Roscher (ab 75. 23 Pierre Trinko)
7 Clemens Müller
16 Manuel Starke
8 Daniel Hänel
3 Marcel Hensgen
10 Jörg Laskowski
 
13 Stephan Knoof
12 Rocco Dietrich
7 Alexander Kunert
17 Tim Strathe (ab 60. 21 Ronny Ullmann)
4 René Ledwoch
18 Ronny Weigel
5 Eric Eiselt (ab 84. 2 Robert Sommer)
19 Daniel Lindner
21 Rico Engler
22 Marcus Vettermann
22 Ralf Schreiber (ab 77. 9 Thomas Wetzig)

Trainer
Mirko Schwoy
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Keine!
-

Wertung

3 Sterne (Großer Kampf in Chemnitz - der 1. FC Lok entführt beim starken Gastgeber drei wichtige Punkte!)

25 Fotos und 2 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Wichtige drei Punkte vor dem Spitzenspiel! Der 1. FC Lok hat sich gegen den VfB Fortuna Chemnitz den neunten Sieg im elften Spiel geangelt und darf weiter träumen. Dank einer starken kämpferischen Leistung auf schwierigem „Rasen“ siegten die Leipziger verdient mit 1:0 (1:0).

Die Gastgeber mussten für das Spiel gegen Lok ihr Heimstadion an der Chemnitztalstraße verlassen und stattdessen die Stadiontore an der Beyerstraße aufschließen. Die 22 Spieler betraten dort ein Geläuf was eine Mischung aus Sand, Schlamm und hin und wieder auch Rasen darstellte. Die Bedingungen waren schlichtweg schlecht – spielerische Glanzpunkte nicht zu erwarten. Rainer Lisiewicz gab Hensgen und Roscher wieder eine Chance, nicht zuletzt um die Abwehr zu stabilisieren und ließ dafür Heusel und Trinko auf der Bank. Rein ins Spiel: Die erste Chance hatten die Gäste. Nach einer gefährlichen Ecke von „Bommel“ Kunert wurde der Ball für Eiselt aufgelegt, der zweimal aus 15 Metern abziehen konnte. Das erste Mal wurde der Ball kurz vor der Linie weg geschlagen, den Abpraller schoss Eiselt dann erneut Richtung Tor und monierte daraufhin wie die meisten Spieler und Fans ein Handspiel im Chemnitzer Strafraum. Schiedsrichter Wehnert entzog sich der Entscheidung und ließ weiterspielen. Nach knapp zwanzig Minuten die erste Chemnitz Chance. Alterspräsident Steffen Karl legte quer auf Laskowski, aber auf dem schwierigen Viereck versprang der Ball und kam irgendwie zu Lindner, der das Spielgerät per Bogenlampe Richtung Tor beförderte. Evers musste alle seine 194 Zentimeter aufbieten, um den Ball über die Latte zu bugsieren. Drei Minuten später gelangte eine Ledwoch-Eingabe kurz vor den Fortuna-Kasten, aber weder der freie Eiselt noch der freie Schreiber bekamen den Fuß an den Ball. Kurz darauf aber doch das entscheidende Tor. Engler lässt am 16er Fast-UEFA-Cup Sieger Steffen Karl mit einem (Über-)Lupfer alt aussehen und zog prompt ab. Kretzschmar träumte und der Ball schlug ein. Die Führung für die Leipziger. Dann eine kleine Schlafeinlage nach einer halben Stunde: Ledwoch steht nicht nah genug am Mann, aber der Kopfball des freistehenden Lindners aus 9 Metern war nicht platziert genug, um Evers zu erschrecken. Fünf Minuten vor der Pause die letzte Halbchance des Tabellensechsten. Eine Eingabe von rechts verpassen sowohl Hänel als auch Laskowski nur knapp. Dann war Pause und Zeit für die Fans die Chemnitzer Wintersonne zu genießen.

Unverändert ging es in die zweiten 45 Minuten und nach sieben Minuten der erste Aufreger: Eiselt mit guter Körpertäuschung am Strafraum und plötzlich mit freier Schussbahn. Aber seinen platzierten, aber schwachen Schuss kann Kretzschmar parieren. Nach häufiger Neutralisierung im Mittelfeld in der ersten Hälfte waren die Lok-Spieler nun im Abwehrbereich nicht gerade unterbeschäftigt. Aber erst 17 Minuten vor Schluss gelang es dem giftigen Hänel (schon acht Saisontore) sich mal gegen Starke durchzusetzen. Evers ist rechtzeitig im Eck, um ein Tor nach Hänels gutem Aufsetzer aus 17 Metern zu vereiteln. Dann kamen Wetzig und Sommer für Eiselt und Schreiber, um für Entlastung zu sorgen. Wenige Minuten zuvor musste der überzeugende Robert Roscher bereits wegen einer Verletzung ausgewechselt werden – für ihn kam Trinko. Die schnellen Einwechsler erfüllten ihre Aufgabe. Einziges Manko: Bei keinem der drei Konter wurde ein Tor erzielt. Weder als Wetzig gefühlvoll in die Mitte zu Sommer legte und der per Hacke Engler zum Schuss einlud (drüber/84.), noch bei Kunerts gutem Pass auf Engler, der frei vor Kretzschmar, aber abgedrängt den Ball über das Tor hob. Aber am Ende reichte doch das eine Engler-Tor.

Die starke Abwehr, die sich nach der schwachen Vorstellung gegen Borna in einer sehr guten Verfassung befand, war heute der Schlüssel zum Erfolg. Hervorzuheben sind vor allem die Verteidiger Roscher und Starke, die den Chemnitzer 13-Tore Sturm (Hänel, Laskowski) fast hundertprozentig abmeldeten. Aber auch Jan Evers bewahrheite die Mannschaft mit guten Paraden und vor allem einer guten Strafraumbeherrschung vor einem Gegentor. Ein wenig mehr Präzision im Offensivspiel – gerade die Bälle in die Tiefe waren häufig einen Tick zu ungenau – und selbst gegen die bisher überzeugenden aber nicht unschlagbaren Laubegaster ist ein Sieg möglich und spätestens danach alles drin in Sachen Aufstieg.

(von Marko Hofmann)