12. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

Bornaer SV 91
2 1

Spieldaten
 
Datum
17. November 2007
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
2.041
Schiedsrichter
Tino Wenkel (Mühlhausen)
Torschützen
1:0 Schreiber (63.), 2:0 Heusel (66.), 2:1 Nickel (84.)
Gelb
Heusel - Nehring, Köster
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
Bornaer SV 91
1 Jan Evers
1 Christoph Kowalski
17 Holger Krauß
2 Thomas Linke
16 Manuel Starke
4 Marko Nickel
23 Pierre Trinko
5 Ingmar Nehring (ab 78. 14 Florian Mende)
4 René Ledwoch
7 Benjamin Fraunholz
22 Ralf Schreiber
8 Jens Wagner
13 Stephan Knoof
9 Toni Leutert (ab 83. 12 Daniel Schenk)
5 Eric Eiselt (ab 67. 2 Robert Sommer)
11 Tino Wunderlich
7 Alexander Kunert
13 Jens Wuttke
10 René Heusel (ab 67. 9 Thomas Wetzig)
15 Christian Sobottka (ab 73. 3 Lars Köster)
21 Rico Engler (ab 78. 3 Marcel Hensgen)
16 Andreas Streubel

Trainer
Rainer Lisiewicz
Jochen Kunath

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Der Sieg ist zwar verdient, aber am Anfang der zweiten Halbzeit haben wir Borna fast zum Tore schießen eingeladen. Und auch nach dem 2:0 kam keine richtige Ruhe rein. Für mich hat heute besonders Stephan Knoof überzeugt - der 24. Geburtstag hat gut getan!“

Wertung

2 Sterne (Das Spiel schnell abhaken - schwache Abwehrleistung, trotzdem drei Punkte eingefahren!)

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Spielbericht

Der Ball rollte wieder: Nach dem Landesliga-Aufsteiger 1. FC Lokomotive Leipzig letzte Woche unfreiwillig pausieren musste, ging es heute im "Derby" vor 2.041 Fans im Bruno-Plache-Stadion gegen den Neunten Bornaer SV. Und die Loksche tat sich bei kühlen vier Grad schwer und zeigte vor allem im Abwehrbereich mehrere Tiefschlafeinlagen. Doch Bona machte es auch nicht sonderlich besser und so siegte die spielbestimmende Mannschaft aus Probstheida am Ende trotzdem verdient mit 2:1 (0:0), obwohl die Loksche in den Schlussminuten noch ganz schön ins schwimmen geriet.

Lok-Coach Rainer Lisiewicz stellte gegenüber dem Freiberg-Heimspiel nur einmal um. Der Gelb-Rot gesperrte René Ledwoch kehrte für Robert Sommer wieder in die Startformation. Im Sturm spielte Heusel zentral und Ralf Schreiber und Rico Engler als hängende Spitze. Und der Gastgeber legte gleich los wie die Feuerwehr. Schon nach 30 Sekunden die erste Lok-Ecke und nach 160 Sekunden die erste Großchance. Doch nach Vorlage von René Heusel (mit neuen schwarzen Schuhen), haute Ralf Schreiber aus 10 Metern knapp rechts vorbei. Sekunden später die nächste Großchance für die Leipziger, als Heusel diesmal für Eric Eiselt auflegte. Doch Eiselt zielte aus 16 Metern freistehend genau in die Arme von BSV-Keeper Christoph Kowalski. Lok weiter am Drücker und mit fünf Ecken nach neun Minuten. Eine davon landete kurz bei Eric Eiselt und seine abgerutschte Flanke fingerte BSV-Schlussmann Kowalski gerade noch so über die Querlatte. Danach nahm das Tempo etwas ab, Lok zwar weiter spielbestimmend - aber die dicken Chancen fehlten. Dafür in der 28. Minute die erste Torchance für Borna. Nach einem Freistoß von links kommt Benjamin Fraunholz am kurzen Pfosten aus 8 Metern ans Leder - doch knapp links vorbei. Das war's dann auch in Sachen Torraumszenen im ersten Durchgang bei kühlen 4 Grad. Der Gastgeber aus der Messestadt enttäuschte vor allem bei den Freistößen und den sieben Ecken. Immerhin sorgte Rico Engler in der 44. Minute aus 14 Metern noch einmal für Gefahr. Aber zufrieden war keiner der 2.041 Zuschauer (darunter 23 BSV-Fans) im stimmungstechnisch ruhigen Plache-Stadion.

Auch Durchgang zwei begann mit Chaos pur und Schlafeinlagen in der Lok-Abwehr. Wie in der 51. Minute: Manndecker Manuel Starke im totalen Tiefschlaf - Benjamin Fraunholz spritzt dazwischen, versetzt Lok-Kapitän Holger Krauß. Doch der Torjäger der Gäste (5 Treffer in 7 Spielen) haute tatsächlich aus 7 Metern noch am langen Pfosten frei vorbei. Eigentlich eine 100%-ige ... Aber Unzulänglichkeiten im Abschluss auch auf der Gegenseite. Rico Engler frei durch, scheitert im ersten Versuch an BSV-Keeper Christoph Kowalski. Der liegt noch am Boden und beim Nachschussversuch tritt Engler aus 10 Metern frei über den Ball (54.). Wahnsinn! Drei Minuten später eine gute Flanke von Eiselt auf Ralf Schreiber, doch dessen Kopfball geht um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Dann aber die 63. Minute: Konter von Borna, doch Stephan Knoof steht goldrichtig - und hat dann noch das Auge für die Offensive. 50-Meter-Pass auf den 18-jährigen Ralf Schreiber. Der streckt im Strafraum den "Hintern" raus - dreht sich um die eigne Achse und trifft zur Erlösung aus 14 Metern ins rechte Eck zum umjubelten 1:0. Aber weiter Tiefschlafeinlagen in der Lok-Abwehr, doch auch die schwachen Gäste machten es nicht besser. Konter über links durch Rico Engler - der holt aus 16 Metern den Hammer raus. BSV-Schlussmann Kowalski kann nur abprallen lassen und da steht René Heusel goldrichtig und nickt kurz vor seiner Auswechslung aus 7 Metern zum 2:0 ein (66.). Riesen Jubel - kein Wunder, nach dieser schwachen Vorstellung bis dahin der Heimelf. Besonders im Abwehrbereich! In der 81. Minute ein tolle Aktion von Marko Nickel, der René Ledwoch einfach stehen ließ und aus 10 Metern die Querlatte traf. Glück gehabt! Auf der Gegenseite vergab Einwechsler Thomas Wetzig (nach Sommer-Vorlage) die Entscheidung (82.). 120 Sekunden später sollte es noch einmal spannend werden. Nach der zweiten BSV-Ecke kommt der auffällige Marko Nickel wieder ans Leder und trifft diesmal aus 12 Metern ins lange Eck zum 2:1. Nun wurde es richtig hitzig - und fast der Ausgleich durch Jens Wuttke, doch Lok-Keeper Jan Evers rettete im nachfassen (86.). Borna warf jetzt natürlich alles nach vorn. Das gab Raum zum Kontern. Doch sowohl Ralf Schreiber (87./aus 10 m), als auch Thomas Wetzig in der Nachspielzeit (Thomas Linke rettete auf der Linie) verpassten das 3:1. Doch nach elend langen drei Minuten Nachspielzeit, durfte über die drei wichtigen Punkte gejubelt werden ...

Fazit: Drei Punkte verdient - trotz schlechter Leistung - eingefahren. Also das Spiel schnell abhaken und schon im Hinblick auf das Spitzenspiel in einer Woche gegen Laubegast, sich schnell im Abwehrbereich zu verbessern. Sonst gib es gegen die Offensiv-Macht aus Dresden ein blaues Wunder. Vorher geht es am Mittwoch aber zum Nachholspiel nach Chemnitz. Auch kein leichtes Spiel ...

(von Ronny John)