15. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

SV Bannewitz

1. FC Lokomotive Leipzig
0 1

Spieldaten
 
Datum
08. Dezember 2007
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
1.964
Schiedsrichter
 
Daniel Petzold (Lugau)
Torschützen
1:0 Starke (81.)
Gelb
S. Hellmund, Kunert - Küttner, Dörner, Döschner
Gelb-Rot
Ledwoch (70./Lok)
Rot
Keine

Aufstellung
SV Bannewitz
1. FC Lokomotive Leipzig
1 Ronny Werner
1 Jan Evers
2 Eric Bachmann
17 Holger Krauß
5 Marcus Döschner
15 Sven Hellmund
6 Tino Wecker
16 Manuel Starke
8 Stefan Pietsch (ab 55. 3 André Rechenberger)
3 Marcel Hensgen
11 Sören Moses
 
13 Stephan Knoof
16 Steffen Dörner
11 Kevin Adam (ab 56. 10 René Heusel)
17 Ole-Martin Hillig
4 René Ledwoch
19 Christoph Hartmann
7 Alexander Kunert
20 Mirko Schade (ab 79. 9 Bert Schindler)
21 Rico Engler (ab 79. 9 Thomas Wetzig)
22 Max Küttner
22 Ralf Schreiber (ab 88. 2 Robert Sommer)

Trainer
Mario Kern
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Es war ein verdienter Erfolg und wir haben wieder tolle Moral gezeigt. Das Platzverweis gegen Ledwoch war für mich ein Witz. Aber danach haben wir den Druck hochgehalten und wurden belohnt. Manuel Starke war heute für mich der beste Mann auf dem Platz!"

Wertung

2,5 Sterne (Wieder so ein Sieg der Moral - der Kampfgeist stimmte und am Ende belohnte Starke die Loksche mit drei Punkten!)

47 Fotos und 2 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Zweites Auswärts-Heimspiel - zweiter Sieg: Vor offiziellen 1.964 Zuschauern kam der 1. FC Lokomotive Leipzig zu einem insgesamt verdienten 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den SV Bannewitz. Und das trotz 20-minütiger Unterzahl Ca. 1.900 Lok-Fans machten das Auswärtsspiel wieder zu einem richtigen Heimspiel für den Landesliga-Aufsteiger aus Probstheida. Pünktlich mit dem Anpfiff stürmten übrigens rund 200 Lok-Fans den Gästeblock - wie sich für ein richtiges Auswärtsspiel gehört. Aber rein in den Spielverlauf ...

Lok-Coach Rainer Lisiewicz ließ die gleiche Elf wie letzte Woche gegen Pirna ran. Bannewitz kam einigen packenden Namen nach Probstheida - u. a. mit Coach und Ex-VfB-Spieler Mario Kern, sowie mit Steffen Dörner, dem Sohn von Dynamo-Legende Dixie Dörner. Die erste Gelegenheit für die "Gäste" aus der Messestadt dann nach vier Minuten. Nach der ersten Ecke kommt Holger Krauß aus 18 Metern zum Schuss, aber deutlich über den SVB-Kasten (4.). Fünf Minuten später die nächste Lok-Gelegenheit, als Rico Engler aus 10 Metern zum (schwierigen) Schuss kommt, aber Keeper Ronny Werner packte sicher zu. In Minute 17 war dann die Lok-Führung überfällig, als Kapitän Holger Krauß einen Freistoß von rechts Richtung langen Pfosten schlug. Dort steht René Ledwoch aus 7 Metern völlig frei, kann sich die Ecke aussuchen - doch den Kopfball entschärfte Werner glänzend. Der Abpraller landete vor den Füßen von Manndecker Manuel Starke, der ebenfalls völlig frei aus 8 Metern das Leder in die Wolken jagte. Nur drei Minuten später bricht Rico Engler auf links durch, doch aus spitzen Winkel hält Werner sicher. In der 26. Minute landete ein Freistoß von Holger Krauß auf dem Hinterkopf von Marcel Hensgen und aus 16 Metern fingerte Ronny Werner die Kugel noch über die Querlatte zur 2. Lok-Ecke. Und 120 Sekunden später ein irres Ding von Stürmer Rico Engler: Aus 20 Metern hält der neue Torjäger der Loksche einfach mal drauf und sein Schlenzer landete leider nur an der Querlatte. Die Führung lag also in der Luft .... Doch in der 33. Minute auch die erste Gelegenheit für Bannewitz. Mirko Schade hält nach Ledwoch-Fehler aus 22 Metern drauf, doch Lok-Schlussmann Jan Evers packte sicher zu. Auf der Gegenseite zieht dann Ralf Schreiber in der 39. Minute auf links auf und davon - von halb links hält Schreiber drauf und Ronny Werner rutscht der Ball durch die Hände. Das Leder liegt frei auf der Torlinie, doch Ole-Martin Hillig kann gerade noch so vor Rico Engler klären. Sekunden später die dickste Bannewitzer-Chance in Halbzeit eins, als Christoph Hartmann aus 18 Metern drauf hält und knapp am linken Pfosten vorbei. Aber noch war nicht Pause: Ralf Schreiber tankte sich wieder klasse auf links durch, flankt auf den Kopf von Alexander Kunert - wieder streicht das Leder aus 7 Metern nur knapp am langen Pfosten vorbei. Durchatmen in Minute 44, als ein gefährlicher Freistoß von Tino Wecker von rechts am Außennetz landete. Dann war Pause ...

Der zweite Durchgang begann gleich mit zwei tollen Engler-Solos. Doch in Minute 47 und 51 strich der Abschluss des Lok-Stürmers aus jeweils knapp 18 Metern am linken Pfosten vorbei. Zehn Minuten passierte nichts - dann fliegt ein weiter Einwurf von Stephan Knoof in den Bannewitzer-Strafraum. Ronny Werner kommt aus seinem Kasten geeilt, verpasst - und Rico Engler hat aus 16 Metern das leere Tor vor sich. Doch der Abschluss geht tatsächlich noch übers Tor. Lok weiter leicht feldüberlegen, aber in der 70. Minute auf einmal nur noch zu zehnt. Schiri Daniel Petzold aus Lugau stellt René Ledwoch nach einem harmlosen Foul an Marcus Döschner mit Gelb-Rot vom Platz. Übertrieben! Doch jetzt war richtig Feuer drin ... Nach einem Knoof-Einwurf wird es im Strafraum richtig hektisch und der Abschluss von Ralf Schreiber landete knapp neben dem rechten Pfosten (74.). Sekunden später befördern die Bannewitzer die Kugel beinah selbst ins Tor - jetzt war Stimmung im Plache-Stadion. Dann flankt Sven Hellmund von links in den Strafraum, wo Einwechsler René Heusel hoch steigt - doch der Kopfball streicht aus 10 Metern übers Tor. Hektisch ging's weiter und dann die 81. Minute. René Heusel steigt hoch, verlängert einen langen Ball per Kopf und da steht Manndecker Manuel Starke plötzlich frei vor dem Kasten und lupft das Leder zur umjubelte 1:0-Führung aus drei Metern ins Tor. Und dann spielte sich Schiri Petzold weiter in den Vordergrund. Erst zeigte er Alexander Kunert Rot - verwechselte diese aber nur mit der Gelben (82.) Dann eine Attacke von Marcus Döschner an Lok-Coach Rainer Lisiewicz - Döschner trat "Liese" auf die linke Hand - und sieht vom Schiri Petzold zunächst Rot. Doch wieder verwechselte der überforderte Petzold die Karte und korrigierte erneut auf Gelb. Dann ging das zittern weiter - in der Nachspielzeit noch eine Kopfballchance für Thomas Wetzig. Und dann war Schluss - Riesen-Jubel in Probstheida.

Fazit: Wieder ein Sieg der Moral! Besonders im ersten Durchgang dominierte die Loksche, vergab aber erneut beste Torchancen. In Hälfte zwei kam Bannewitz etwas besser ins Spiel, doch nach dem Platzverweis gegen Ledwoch ging noch einmal ein richtiger Ruck durch die Lok-Truppe und auch das Publikum machte kräftig Stimmung. So traf Manndecker Manuel Stark neun Minuten vor Schluss noch zum umjubelten Siegtreffer - und damit Platz zwei in der Tabelle (nach Patzern von Aue II und Dynamo II). Nächste Woche geht es nun noch zum Nachholer zum Dritten Aue II. Gelingt ein Sieg im Erzgebirgs-Stadion, winkt sogar die Tabellenführung zur Winterpause. Aber auch Platz zwei ist aller Ehrenwert - und am Ende der Saison würde dieser die Aufstiegs-Chance in einer Relegation bedeuten. Was will man als Aufsteiger mehr ...

 (von Ronny John)