17. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

Kickers 94 Markkleeberg
2 1

Spieldaten
 
Datum
24. Februar 2008
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
3.030
Schiedsrichter
Thomas Zeuge (Reichenbach)
Torschützen
1:0 Heusel (63.), 2:0 Engler (68.), 2:1 Delitzsch (77.)
Gelb
Wetzig, Kunert, Hensgen, Starke, Sommer - Delitzsch, Heyde
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
Kickers 94 Markkleeberg
1 Jan Evers
1 Stephan Schrauber
17 Holger Krauß
2 Markus Kraiczy (ab 81. 7 Steve Müller)
16 Manuel Starke
15 Stefan Schwarz
19 Anton Köllner
4 André Bittner
3 Marcel Hensgen
17 Stephan Hofmann
15 Sven Hellmund (ab 84. 4 René Ledwoch)
6 Stephan Mann (ab 73. 12 Philip Michaelis)
13 Stephan Knoof
3 Sven Heyde
7 Alexander Kunert (ab 68. 2 Robert Sommer)
11 Christopher Blümel
9 Thomas Wetzig
9 Ronny Delitzsch
22 Ralf Schreiber
16 Florian Berthold
10 René Heusel (ab 64. 21 Rico Engler)
18 Oliver Skrocki

Trainer
Rainer Lisiewicz
Dieter Kühn

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Die 1. Halbzeit war schwach von uns. Wir waren einfach zu unbeweglich und zu unsicher. Mit Durchgang zwei war ich dann zufrieden. Dadurch haben wir dann doch noch verdient gewonnen. Durch das 2:1 per Freistoß kam noch einmal richtig Schärfe ins Spiel!

Wertung

2,5 Sterne (Die erste Halbzeit ist keine große Erwähnung wert - dafür entschädigte im zweiten Durchgang das Traumtor von Rico Engler!)

39 Fotos und 3 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Frühlingserwachen in Probstheida: Bei 15 Grad und strahlenden Sonnenschein empfing der 1. FC Lokomotive Leipzig den Sechsten Kickers Markkleeberg zum "Derby". Und 3.030 Zuschauer ließen sich die große Chance für die Loksche (nachdem Aue II am Samstag gepatzt hatte) nicht nehmen, wieder auf einen Aufstiegs- bzw. Relegationsplatz zu rücken. Doch trotz langer Schwächephasen, vor allem in der Offensive, setzte sich die "Loksche" am Ende noch mit 2:1 (0:0) durch. Zum Spielverlauf ...

Lok-Coach Rainer Lisiewicz stellte gegenüber dem eher "unterdurchschnittlichen" Kick beim SV 1919 Grimma kräftig um. So rotierten René Heusel (für Rico Engler), Marcel Hensgen (nach Gelb-Sperre) und Anton Köllner (für Robert Roscher) wieder in die Mannschaft. Sven Hellmund durfte für Kevin Adam im Mittelfeld ran. Die Gäste aus Markkleeberg kämpften dafür mit massig Verletzungsproblemen und reisten so nur mit drei Ersatzspielen (inklusive Ersatz-Keeper Roger Schöne) ins sonnige Bruno-Plache-Stadion an. Die Temperaturen heute ähnlich hoch, wie die Spritpreise - trotzdem ging es zunächst müde los. Lok zwar mit Feldvorteilen, doch die erste Gelegenheit hatten die Kickers. Nach Köllner-Fehler marschiert Ex-Lok-Kicker Stephan Mann bis zur Strafraumgrenze, doch Jan Evers im Lok-Kasten ist auf dem Posten. Irgendwie erinnerte die Spielweise ans Grimma-Spiel - nur bei knapp 15 Grad mehr. Dann aber die 26. Minute - und die erste kleine Lok-Chance. Ralf Schreiber legte für Thomas Wetzig auf, der schießt aus 22 Metern rechts vorbei. Acht Minuten später die beste Lok-Gelegenheit in Halbzeit eins. Nach der 5. Ecke flankt Holger Krauß von rechts in den Strafraum, doch Anton Köllner (der Tor-Held aus Grimma) köpft aus 7 Metern in die Arme von Kickers-Keeper Schrauber. In der 35. Minute dann ein Schussversuch von Stephan Knoof, der aber nur am Außennetz landete. Doch trotzdem bleibt es bei Fußball-Magerkost. Und so ging es mit vereinzelten Pfiffen und einem langweiligen 0:0 in die Pause ...

Durchgang zwei begann mit mehr "Dampf" beim Gastgeber. Doch Chancen blieben zunächst aus! In der 52. Minute setzte Ralf Schreiber eine Knoof-Flanke von rechts per Kopf neben das Markkleeberger Tor aus 12 Metern. Dann lange Leerlauf - bis zur 63. Minute: Mal wieder weiter Einwurf von Stephan Knoof von links. Am langen Pfosten lauert Ralf Schreiber, der Kopf verlängert und aus drei Metern schiebt René Heusel zur umjubelten 1:0-Führung ein. Großer Jubel bei den 3.030 Zuschauern - und bei Heusel, der nur 60 Sekunden später leicht angeschlagen für Rico Engler den Platz verlässt. Und dieser Engler zeigte dann gleich, was er drauf hat. In der 68. Minute schnappte er sich kurz nach der Mittellinie den Ball - und marschiert. Lässt ein, zwei - nein drei stehen. Und haut aus 14 Metern auf den Kasten, Schrauber noch mit den Fingern dran, doch die Kugel kullerte dann doch noch ins rechte Eck zum 2:0. Die Vorentscheidung? Denn nicht zu vergessen: Kurz zuvor hätte Markkleeberg nach der 2. Ecke den Ausgleich erzielen können - vielleicht sogar müssen, als Ronny Delitzsch frei aus 6 Metern zum Kopfball kam. Doch Evers stand goldrichtig! Dafür sah der Lok-Keeper in der 77. Minute dann ganz alt aus. Freistoß für die Gäste aus knapp 20 Metern. Ronny Delitzsch steht bereit und dreht die Kugel gegen den linken Innenpfosten zum 2:1-Anschlusstreffer. Keine Reaktion beim Lok-Schlussmann. Es wurde also wieder spannend! Entlastung dann durch Rico Engler in der 86. Minute, der es aus 16 Metern probierte - doch um Zentimeter links vorbei. In der Nachspielzeit musste noch einmal gezittert werden, als Ronny Delitzsch wieder aus 20 Metern zum Freistoß bereit stand. Diesmal spekulierte Jan Evers aber richtig und tauchte ins linke, untere Eck ab - und hatte das Leder. Und Lok damit auch die drei wichtigen Punkte ...

Fazit: Wieder so ein Arbeitssieg - und wieder zählten nur die drei Punkte im Kampf um die beiden vorderen Plätze. Die erste Halbzeit war "Fußball zum vergessen". In Durchgang zwei machte Lok dann mehr Dampf und hat derzeit die weiten Einwürfe von Stephan Knoof auf seiner Seite. Dazu noch das Traumsolo von "Joker" Rico Engler. Für Lok wird es im Aufstiegskampf wichtig sein, gerade diese Spiele (irgendwie) zu gewinnen. Ein Schönheitspreis gibt es da nicht zu gewinnen. Und auch in zwei Wochen beim BSV Sebnitz dürfte wieder so ein "Stinker" auf die treuen Fans warten. Danach stehen die Kracher im Zentralstadion gegen den FC Sachsen II und Aue II an.

(von Chris Paul)