18. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

BSV 68 Sebnitz

1. FC Lokomotive Leipzig
0 0

Spieldaten
 
Datum
08. März 2008
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Waldstadion (Sebnitz)
Zuschauer
1.125
Schiedsrichter
 
Robert Franke (Zwönitz)
Torschützen
Fehlanzeige!
Gelb
Bernd, Kühn -
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
BSV 68 Sebnitz
1. FC Lokomotive Leipzig
1 Michael Unger
1 Jan Evers
17 Mathias Grandl
17 Holger Krauß
13 Phil Hoffmann
19 Anton Köllner
16 Michael Bernd
16 Manuel Starke
18 Alfred Kühn
3 Marcel Hensgen
14 Michael Kunze
 
13 Stephan Knoof (ab 84. 11 Kevin Adam)
7 Thomas Pettrick (ab 88. 4 Sven Torbe)
4 René Ledwoch (ab 68. 7 Alexander Kunert)
8 Falk van Kolck
9 Thomas Wetzig (ab 75. 18 Steven Aßmann)
9 Pierre Nebes
10 René Heusel
10 Radek Miratsky
21 Rico Engler
11 Martin Pohorely
22 Ralf Schreiber

Trainer
Udo Schmuck
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Wir hatten leichte Chancenvorteile, aber insgesamt hatte keine Mannschaft den Sieg heute verdient. So müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein!"

Wertung

1 Stern (Ganz müder Kick im ersten Durchgang - in Halbzeit zwei wurde es immerhin leicht besser!)

30 Fotos und 3 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Torloses und trostloses Remis auf Kunstrasen: Der 1. FC Lokomotive Leipzig kam beim Sechsten BSV Sebnitz im Waldstadion zu einem 0:0-Unentschieden. 1.125 Zuschauer erlebten einen ganz schwachen ersten Durchgang (beider Teams) - in der zweiten Halbzeit gab es dann immerhin mal ein paar Torchancen. Lok tat insgesamt aber zu wenig fürs Spiel, um aus dem idyllischen Sebnitz drei Punkte mitzunehmen. Etwas übertrieben: Die Bundespolizei stoppte fast jedes Auto mit Leipziger-Nummernschild und führte eine Personenkontrolle durch.

Lok-Coach Rainer Lisiewicz musste auf einige Akteure verzichten. Die Zwillinge Sven und Matthias Hellmund fehlten wegen universitären Verpflichtungen, während für Eric Eiselt und Robert Sommer nach Verletzungen die Saison schon gelaufen ist. So stellte sich die Lok-Elf im Prinzip von allein auf, während die Bank ausschließlich von den jungen besetzt wurde. Überraschung nur: Alexander Kunert musste dort zunächst auch Platz nehmen. Dafür spielten René Ledwoch und Rico Engler über die Außen. Los ging es aber gleich nach 100 Sekunden mit der dicksten Chance im ersten Durchgang. Abwehrlatte Anton Köllner mit einem dicken Bock auf rechts und diesen nutzte Martin Pohorely aus 11 Metern fast zum frühen Lok-Schock. Doch links vorbei ... Das sollte der letzte Aufreger bis zur 18. Minute gewesen dann sein. Dann probierte es mal Ralf Schreiber aus 20 Metern - doch der sichere BSV-Schlussmann Michael Unger war auf dem Posten. Lange passierte nichts. Das runde Leder befand sich mehr im Aus, als im "Spiel" - ein echter "Langweiler". So durfte nur in Minute 32 noch mal der "Stift gezückt" werden. Nach der ersten Lok-Ecke von Holger Krauß kommt Thomas Wetzig im nachsetzen an den Ball, aber aus 18 Metern war wieder Unger zur Stelle. Schnell rein in die Pause ...

Besserung in Durchgang zwei - es entwickelte sich tatsächlich so etwas wie Kombinationsfussball. Und es gab Torchancen! Stephan Knoof mit einem weiten Einwurf von links, doch aus 20 Metern scheiterte Rico Engler per Flachschuss an Michael Unger (54.). Sekunden später probierte sich auf der Gegenseite Radek Miratsky mit einem Freistoß aus 25 Metern. Und der wurde richtig gefährlich, aber mit viel Glück parierte Lok-Keeper Jan Evers. Dann flog ein weiter Einwurf von "Maskenmann" Michael Bernd von rechts in den Lok-Strafraum. Doch Pierre Nebes schoss aus Nahdistanz statt ins Tor, nur Holger Krauß an. In der 59. Minute wieder ein gefährlicher Konter von Sebnitz. Nach einem langen Abschlag steht Pierre Nebes auf rechts plötzlich völlig frei, doch Evers rettete aus 14 Metern per Glanzparade. Acht Minuten später landete die dritte Lok-Ecke bei Ralf Schreiber, doch dessen verdeckter Schuss entschärfte wieder Unger. Auf der Gegenseite sorgte wieder der flinke Pierre Nebes für Gefahr, doch am langen Pfosten verpasst Michael Kunze frei die Sebnitzer Führung (68.). Wenn aus dem Spiel schon nicht viel geht, müssen die Standards her. So in der 74. Minute: Nach der 4. Lok-Ecke von rechts kommt René Heusel per Kopf ans Leder, doch aus 6 Metern parierte Unger sensationell diese 100%-ige. Dann die größte Lok-Chance im Spiel: Nach einer Knoof-Flanke von rechts, legt Ralf Schreiber für den eingewechselten Alexander Kunert auf. Der holt aus 16 Metern aus und der Ball kracht gegen die Querlatte. Pech, aber das Glück hätte Lok heute wohl auch nicht verdient.

Fazit: Lok muss mit dem Punkt in Sebnitz zufrieden sein. Für einen "Dreier" war es insgesamt einfach zu wenig, was die Gäste aus der Messestadt auf Kunstrasen gezeigt haben. Viel zu selten wurden die, durchhaus vorhandenen, technischen Vorteile ausgespielt. Viel zu wenig Ideen kamen aus dem Mittelfeld und Torgefahr wurde entsprechend zu selten "ausgestrahlt". Kommende Woche steht nun das "kleine Derby" im Zentralstadion gegen den FC Sachsen II ein. Emotionen hin und her - nach dem heutigen Remis müssen drei Punkte her. Denn danach kommt es zum Kracher gegen Erzgebirge Aue II.

 (von Chris Paul)