20. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

FC Erzgebirge Aue II
0 0

Spieldaten
 
Datum
30. März 2008
Uhrzeit
17.30 Uhr
Spielstätte
Zentralstadion (Leipzig)
Zuschauer
5.568
Schiedsrichter
Marcus Graupner (Dresden)
Torschützen
Fehlanzeige!
Gelb
Knoof, Hensgen, Ledwoch, Starke - Blankenburg
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
FC Erzgebirge Aue II
1 Jan Evers
1 Stefan Flauder
17 Holger Krauß
2 Pierre LeBeau
16 Manuel Starke
3 Andreas Lobsch (ab 78. 12 Tommy Käßemodel)
19 Anton Köllner
4 Ronny Liebold
3 Marcel Hensgen
5 Silvio Schwitzky
4 René Ledwoch
6 Carsten Strässer
13 Stephan Knoof (ab 41. 7 Alexander Kunert)
7 Maik Georgi
 18 Steven Aßmann (ab 56. 21 Rico Engler)
8 Robin Lenk (ab 63. 14 Patrick Grandner)
9 Thomas Wetzig
9 Marcus Müller
22 Ralf Schreiber (ab 76. 15 Sven Hellmund)
10 Marco Wölfel (ab 88. 17 Tim Zwingenberger)
10 René Heusel
11 Roy Blankenburg

Trainer
Rainer Lisiewicz
Rico Schmitt

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Am Ende müssen wir mit dem Punkt zufrieden. Im ersten Durchgang hat Aue mit einem Riesen-Tempo gespielt. Das war schon beeindruckend. Doch am Ende hatten wir durch Heusel sogar die klarste Chance!"

Wertung

2,5 Sterne (Eine Nullnummer der besseren Sorte sahen die knapp 5.600 Fans - Aue II begeisterte mit viel Tempo, Lok mit viel Kampf!)

32 Fotos und 4 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

 

Spielstarke Auer holen verdient einen Punkt und der 1.FC Lok holt verdient einen Punkt für eine engagierte Leistung. Mit etwas Glück hätten alle drei Punkte in der Messestadt bleiben können, mit etwas Pech wären sie ins Erzgebirge abgewandert. Eine Nullnummer der besseren Art.

"Never change a winning team" hieß es heute für den 1.FC Lok Leipzig und seinen Coach Rainer Lisiewicz. Demzufolge standen die gleichen elf Akteure vom 4:0 Ostermontags-Auswärtserfolg in Görlitz auf dem Rasen im Leipziger Zentralstadion. Herrlicher Sonnenschein und die Qualifikation der deutschen Damenhandball-Nationalmannschaft in der benachbarten ARENA Leipzig sollten eigentlich Mut machen den ersten "big point" in der Landesliga zu platzieren. Gegen Dynamo Dresden II, Dresden-Laubegast und die Auer Reserve gab es nämlich in dieser Spielzeit noch keinen Dreier.

Erste gefährliche Aktion im Spiel von den Gästen aus dem Erzgebirge. Nach einer schönen Hereingabe vom Zweitligaprofi Carsten Strässer, verpasst Marcus Müller knapp mit dem Kopf (2.Minute). Genau dieser Müller erzielte im Hinspiel beide Tore zum 2:0 der Erzgebirgler. Der FCL kam nicht recht ins Spiel und auch Routinier Holger Krauß ließ sich anstecken und vertändelte den Ball an der Mittellinie - allerdings konnten die Gäste keinen Vorteil aus diesem Fauxpas ziehen. Weiter Aue im Vorwärtsgang. In der 14. Minute wieder Müller, der aus 22 Metern einen Freistoß Richtung Winkel zirkelt, doch Jan Evers boxt das Leder weg. Dann mal die Probstheidaer in der Offensive: Nach einem Foul an Ralf Schreiber tritt Krauß von rechts einen Freistoß in den Strafraum, doch René Heusel köpft harmlos auf Flauders Kasten. Kreuzgefährlich tauchen in der 21 Minute die Gäste vorm FCL-Tor auf. Kurz ausgeführter Freistoß und von der Grundlinie legt Schwitzky das Spielgerät vors Tor. Maik Georgi verpasst und der 1.FC Lok im Glück. Dann Turbo-Strässer, der dreißig Meter den Ball trägt, auf Schwitzky spielt und der gefühlvoll in die Mitte zu Müller. Knapp daneben per Kopf!  Wenn es nicht im Spiel nach vorn klappt, dann stehen die Lok-Spieler auch für Aue zur Seite. Völlig unbedrängt passt Knoof in der 37. Minute zu kurz zurück auf Krauß, der die Situation klären kann. Kurz darauf wieder Knoof mit Fehlpass, die daraus entstehende Freistoßchance schießt Robin Lenk knapp über das Lok-Tor. Dann war Schluss für Stephan Knoof, für ihn kam in der 42. Minute Alexander "Bommel" Kunert. Sekunden vorm Pausentee die beste Chance in der gesamten ersten Hälfte. Nun die Überraschung: für den 1.FC Lok. Langer Ball von Holger Krauß auf René Heusel, der steht frei vor Flauder und legt das Leder kunstvoll auf die Latte. Verdient wäre es nicht gewesen, aber bekanntlich ist das den Fußballgöttern egal. Aue mit der klar besseren Spielanlage, doch die einzige 1000-Prozentige hatte René Heusel, der damit sein 151. Punktspieltor für den FCL aufgeschoben hat.

Rein in die zweite Hälfte: der 1.FC Lok beginnt wacher und auch mit einer ansprechenden Körpersprache. Zählbares kommt jedoch erstmal nicht heraus. Krauß schlägt einen Freistoß von der Strafraumgrenze genau auf Flauder (51. Minute). Aber immerhin ein Lebenszeichen des Gastgebers. Um die Offensivbemühungen zu unterstreichen kam nun Joker Rico Engler (55.). Optisch und spielerisch blieben aber immer noch die Auer tonangebend, ohne dabei klare Chancen zum Torerfolg. Doch dann verliert Hensgen den Ball gegen Blankenburg, der rechts durchgeht und Krauß stehen lässt. Die Hereingabe am geschlagenen Evers verpasst Müller und der 1.FC Lok konnte wieder durchatmen (60.). Stärkere Probstheidaer aber weiterhin äußerst gefährliche Veilchen. Dann zwei Lok-Ecken in Folge und die Zweite landet vor den Füßen von Wetzig, der aus 16 Metern nicht richtig zum Schuss kommt (65.). Nun sind auch die 5500 Lok-Fans der oft beschworene 12. Mann und peitschen die Lisiewicz-Elf nach vorn. Lok weiter unter Dampf! Nach einem verunglückten Auer Freistoß, geht's über Kunert, Wetzig und Engler schnell nach vorn. Engler geht in den Strafraum und schießt den Ball dann in die Arme von Flauder statt selbst zu schießen oder auf Schreiber abzulegen. Weiter eine Nullnummer, die in der zweiten Hälfte an Spannung und Kampf stark zugelegt hat. Die Lila-weißen wieder am Ball und Schwitzky schießt aus 25 Metern von der Außenlinie einfach aufs Tor und nur um Zentimeter vorbei. Dann wieder die blau-gelben "Kampfsäue" in Gestalt von Wetzig. Der holt sich an der Mittellinie den Ball, legt auf Heusel, der auf Engler, doch der verliert unglücklich das Leder gegen LeBeau. Dann wieder Turbo-Strässer und wie in Hälfte eins läuft er übers halbe Feld, legt zu Müller, der an der Strafraumgrenze zu Blankenburg. Völlig frei weit daneben. Auf einmal Schwitzky vor Evers, doch der pariert und im Gegenzug köpft Ledwoch nach einem Freistoß ans Außennetz (85.). In der Schlussphase brennt die Schüssel förmlich. Doch auch nochmals Glück für den FCL, denn Sekunden vor dem Ende verpasst Müller freistehend eine kurze Ecke. Dann war Schluss und zwar nach ziemlich genau 90 Minuten. In Anbetracht der Unterbrechungen und Krampfattacken einiger Auer Akteure nicht sonderlich viel.

Wieder kein Sieg in einem Spiel gegen die "Großen" in der Landesliga. Nächste Woche geht es dann zu einem verhältnismäßig "Kleinen" und zwar nach Heidenau. Allerdings ohne Ledwoch, Knoof und Starke, die haben ihre fünfte Gelbe gesehen. Kämpferisch stark, doch am Ende verdient, da die großen Spielanteile eindeutig auf Auer Seite lagen, trotz stärkerer zweiter 45 Minuten des 1. FC Lok.

(von Arthur Schramm)