23. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

NFV Gelb/Weiß Görlitz 09

1. FC Lokomotive Leipzig
0 4

Spieldaten
 
Datum
24. März 2008
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Sportplatz Junge Welt (Görlitz)
Zuschauer
1.120
Schiedsrichter
 
Jens Breidel (Zöblitz)
Torschützen
0:1 Wetzig (16.), 0:2 Grundmann (35./Eigentor), 0:3 Heusel (51.), 0:4 Engler (82.)
Gelb
Eberlein - Ledwoch, Kunert
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
NFV Gelb/Weiß Görlitz 09
1. FC Lokomotive Leipzig
1 Daniel Höher
1 Jan Evers
2 Jens Garbe
17 Holger Krauß
4 Lutz Hintersatz
19 Anton Köllner
5 Felix Grundmann
16 Manuel Starke
6 Paul Seifert
3 Marcel Hensgen (ab 63. 7 Alexander Kunert)
7 Rocco Klug (ab 63. 18 Jonathan Schneider)
 
13 Stephan Knoof (ab 63. 21 Rico Engler)
9 Clemens Russek (ab 85. 14 Sebastian Neumann)
4 René Ledwoch
11 Stefan Höer
18 Steven Aßmann
13 Tobias Eberlein (ab 78. 3 Christian Hassa)
9 Thomas Wetzig
15 Marco Trost
10 René Heusel (ab 76. 11 Kevin Adam)
16 Patrick Kippermann
22 Ralf Schreiber

Trainer
Peter Berndt
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Ein verdienter Auswärtserfolg. Durch die zwei Treffer konnten wir beruhigt in die Pause gehen und dann im zweiten Durchgang - wie gefordert - nachlegen. Görlitz spielte aber durchaus gut mit und hatte sogar drei, vier gute Torchancen."

Wertung

3,5 Sterne (Souveräner Auswärtserfolg auf Schlamm - damit übernimmt die Loksche erst einmal die Tabellenführung!)

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Spielbericht

Mit schlammigen Pflichtsieg auf Platz eins: Im vorgezogenen Landesliga-Spiel landete Aufsteiger 1. FC Lokomotive Leipzig vor 1.120 Zuschauern auf dem Sportplatz "Junge Welt" einen verdienten 4:0 (2:0)-Auswärtserfolg beim Tabellen-14. NFV Gelb/Weiß Görlitz. Die rund 300 mitgereisten Leipziger sahen in Niederschlesien eine dominierende Leipziger Mannschaft, die schon früh die "torlose Zeit" (zuletzt 2 x 0:0) beendete. Allerdings machte es der tiefe und teilweise mit Schnee bedeckte Boden ein hochklassiges Fünftligaspiel natürlich unmöglich.

Lok-Coach Rainer Lisiewicz ließ erneut Talent Steven Aßmann im Mittelfeld ran. Dafür stürmte diesmal aber Ralf Schreiber neben René Heusel (Alexander Kunert nahm erst einmal auf der Bank Platz), während Rico Engler wieder als Joker von der Bank kommen sollte. Die Gastgeber erlebten im Winter den "großen Umbruch" und verloren gleich fünf Stammspieler. Zudem fehlte Kapitän Mathias Nitsche verletzt - deshalb kam Görlitz auf einen Altersschnitt von knapp 20 Jahren. Und die Unerfahrenheit hätte Marcel Hensgen nach 45 Sekunden fasst aus 17 Metern bestraft, aber der Schuss ging doch klar links vorbei. Fünf Minuten später legte Ralf Schreiber sehenswert von rechts auf René Heusel ab, der sieht Thomas Wetzig - doch aus 11 Metern frei genau in die Arme von Keeper Daniel Höher, der heute noch der beste Görlitzer war. Dann die 16. Minute: Nach dem ersten Eckball flankt Stephan Knoof Richtung langen Pfosten, dort köpft René Heusel von der Grundlinie Richtung Strafraummitte - und dort lauerte Thomas Wetzig, der aus 2 Metern zur umjubelten Führung einnickte. 1:0 - was für eine Erlösung nach 218 torlosen Minuten in der Landesliga. Und auch völlig verdient, nach der starken Anfangsphase. Doch die Führung schien den Messestädtern nicht richtig gut getan zu haben, zumindest kam Görlitz nun besser in die Partie. In der 23. Minute probierte es Lutz Hintersatz aus 16 Metern volley - knapp links vorbei. Kurz zuvor boxte schon Keeper Jan Evers einen Schuss aus spitzen Winkel (Ledwoch rutschte weg) zur Ecke. Als die Loksche nun langsam wieder mehr fahrt aufnahm, klingelte es sofort wieder im NFV-Kasten. Auch Dank Görlitzer Mithelfe! Ralf Schreiber schaltete auf links den Turbo ein, geht fast bis zur Grundlinie und bringt das Leder scharf in die Mitte. Dort will Felix Grundmann vor Heusel retten, doch haut sich den Ball aus 5 Metern zum 2:0 selbst ins Netz (35.). Auf der Gegenseite durfte dann wieder Jan Evers seine Klasse unter Beweis stellen, als er einen 25-Meter-Freistoß von Tobias Eberlein im nachfassen parierte (44.). Kurz vor dem Pausenpfiff dann die große Chance zum Anschlusstreffer, doch Paul Seifert scheiterte zunächst frei an Evers - und im "nachfassen" aus 3 Metern traf der vierwöchige Lok-Spieler nur das Außennetz. Pause ...

Durchgang zwei begann aus Lok-Sicht wie gewünscht. 51. Minute - zweite Lok-Ecke: Die bringt Stephan Knoof von links in die Mitte, Keeper Höher greift daneben und "Fußballgott" René Heusel nickte aus 4 Metern zum entscheidenden 3:0 ein - sein 6. Saisontreffer. Die "Messen waren damit gesungen", doch ging eventuell noch mehr? Vier Minuten später probierte es Thomas Wetzig, der aber per Heber an NFV-Schlussmann Höher scheiterte. In der 59. Minute bringt Görlitz dann einen Freistoß von rechts auf Paul Seifert, doch dessen Kopfball geht aus 8 Metern über den Lok-Kasten. Auf der Gegenseite zeigte Ralf Schreiber wieder seine Schnelligkeit, geht bis zur Grundlinie und sieht im "Rücken" René Heusel. Der könnte vielleicht auf den gerade eingewechselten Engler ablegen, doch scheiterte statt dessen frei aus 14 Metern an Höher (65.). Im direkten Gegenzug dann noch einmal eine Gelegenheit für Paul seifert, doch wieder blieb er am starken Evers hängen. Danach beruhigte sich die Partie etwas. Bis zur 75. Minute, als Rico Engler zu einem flinken Konter ansetzte, doch per 16-Meter-Schuss im NFV-Schlussmann seinen Meister fand. Drei Minuten später probierte es dann "Schlitzohr" Alexander Kunert von der Strafraumgrenze, aber Höher fingerte das Leder noch irgendwie zur Ecke. In der 82. Minute war Höher dann aber machtlos: Holger Krauß mit einem langen Ball aus der eignen Hälfte in die Sturmspitze. Dort startete Rico Engler durch und zeigte eines seiner berühmten Solos. Im Strafraum versetzt er noch seinen Gegenspieler und zirkelte den Ball aus 12 Metern zum 4:0 ins linke Ecke. Ein toller Treffer! Den Schlusspunkt setze dann aber ein 20-Meter-Hammer von Stefan Höer, den Evers aber wieder toll parierte (88.) ...

Fazit: Ein verdienter "Pflichterfolg", nach zwei torlosen Unentschieden für den 1. FC Lok. Görlitz merkte man den Verlust der fünf Stammspieler zur Winterpause an, obwohl sie im Endeffekt doch vier gute Torchancen sich erspielten. Aber auch die Loksche hätte noch den ein oder anderen Treffer nachlegen können. Wichtig aber vor allem: Besonders bei den Stürmern dürfte das Selbstvertrauen wieder da sind. Zudem ist die Tabellenführung eine zusätzliche Motivation und übt durchaus Druck auf die direkten Aufstiegskonkurrenten so aus.

 (von Chris Paul)