26. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

VfB Fortuna Chemnitz
2 0

Spieldaten
 
Datum
10. Mai 2008
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
2.406
Schiedsrichter
Dirk Simon (Schkopau)
Torschützen
1:0 Ledwoch (39.), 2:0 Schreiber (72.)
Gelb
Ledwoch - Morgenstern
Gelb-Rot
Weigel (57./Chemnitz)
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
VfB Fortuna Chemnitz
1 Jan Evers
1 Lars Reibetanz
17 Holger Krauß
18 Ronny Weigel
16 Manuel Starke
4 Sven Kutzner
19 Anton Köllner
17 Tim Strathe
3 Marcel Hensgen (ab 86. 14 Kevin Rienaß)
19 Daniel Lindner
4 René Ledwoch
10 Jörg Laskowski (ab 81. 9 Manuel Weiss)
13 Stephan Knoof
8 Danilo Hänel
7 Alexander Kunert (ab 78. 6 Kai Metzner)
5 Steffen Karl
18 Steven Aßmann
13 Sebastian Grimmer (ab 77. 20 Benjamin Olzscher)
22 Ralf Schreiber
6 Nils Morgenstern (ab 79. 14 Tobby Schmidt)
21 Rico Engler (ab 76. 11 Kevin Adam)
15 Kevin Kaufmann

Trainer
Rainer Lisiewicz
Mirko Schwoy

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Ein verdienter Erfolg, auch wenn wir wieder zu viele Chancen verballert haben!"

Wertung

3,5 Sterne (Unterhaltsames Heimspiel mit einem völlig verdienten Sieger - Lok verpasste nur mehr Tore zu schießen!)

45 Fotos und 2 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

 

Verdienter Heimerfolg: Bei sommerlichen Temperaturen fegte Landesliga-Aufsteiger 1. FC Lokomotive Leipzig den VfB Fortuna Chemnitz mit 2:0 (1:0) aus dem Bruno-Plache-Stadion. Und die 2.406 Zuschauer in Probstheida durften nicht über den völlig verdienten Lok-Erfolg jubeln, sondern sich auch über Patzer von Laubegast (2:3 in Sebnitz) und Dynamo Dresden II (1:1 gegen Neugersdorf) freuen. Damit festigt die "Loksche" Platz zwei (berechtigt zur Relegation) und hat natürlich auch den ersten Tabellenplatz noch nicht aus den Augen verloren. Aber zum Spiel ...

Lok-Coach Rainer Lisiewicz musste diesmal auf den gesperrten Torjäger René Heusel verzichten - dafür stürmte Rico Engler neben Ralf Schreiber. Im Mittelfeld ersetzte Alexander Kunert (nach seiner 5. Gelben) Sven Hellmund. Los ging die Partie mit Dauerdruck der heimischen Loksche und einer ersten Freistoß-Chance von Kapitän Holger Krauß (6.). Fünf Minuten später schaltete Ralf Schreiber über Außen den Turbo an, legt auf Mittelfeld-Mann Stephan Knoof ab - aber der vergibt aus drei Metern. In der 13. Minute tankt sich dann der auffällige Ralf Schreiber allein durch, scheiterte aber an VfB-Schlussmann Lars Reibetanz. Nur drei Minuten später eine ähnliche Szene, aber wieder parierte Reibetanz gegen Schreiber. Chancen nun fast im Minutentakt. In der 17. Minute bedient René Ledwoch Schreiber, der aber die Kugel am Tor vorbei legte. Gibt es doch nicht ... Die Gäste-Abwehr um Oldie Steffen Kerl wirkte völlig überfordert. In der 21. Minute fast sich Talent Steven Aßmann frei stehend ein Herz, aber diesmal fingerte Keeper Reibetanz das Leder über die Querlatte. Nach knapp einer halben Stunden die nächste Lok-Chance, als Stephan Knoof einen Eckball per Kopf übers Tor setzte. Nur Sekunden später zeigte Rico Engler sein Können, aber vor dem Kasten versagten auch ihm die Nerven. In der 33. Minute war die Lok-Führung eigentlich fällig - diesmal steht aber die Querlatte beim Abschluss von Rico Engler im weg. Dann die erlösende 39. Minute: Nach einer Lok-Ecke flankt Stehpan Knoof von links Richtung langen Pfosten - dort läuft sich René Ledwoch frei und nickt frei aus drei Metern zur längst überfälligen und so verdienten 1:0-Führung ein. Kurz vor der Pause dann noch eine Doppelchance für Engler und Schreiber (43.), trotzdem geht der Gastgeber "nur" mit einem 1:0 in die Halbzeit ...

Im zweiten Durchgang nahm der 1. FC Lok zunächst einen Gang raus - kein Wunder bei strahlenden Sonnenschein und 24 Grad. Dafür tat der Chemnitzer Ronny Weigel alles dafür, schon frühzeitig zum duschen geschickt zu werden. Den gefallen tat ihm Schiri Dirk Simon aus Schkopau dann in der 57. Minute, als Weigel doppelt meckerte und Gelb-Rot sah. Lok beherrschte die Partie, doch bis auf einen Abseitstreffer von Rico Engler (68.) springt zunächst nichts in der Offensive dabei raus. Dann die 72. Minute: Ralf Schreiber überläuft Gegenspieler Kevin Kaufmann und behält diesmal aus gut 11 Metern die Nerven und versenkt ins lange, rechte Eck zur 2:0-Entscheidung. Riesen-Jubel jetzt in Probstheida - und sogar die LaOla schwappte nun durchs weite Rund. Gänsehaut war angesagt! Besonders in der 78. Minute, als Kai Metzner sein Comeback in der I. Mannschaft gab. Kurz vor Schluss durfte dann auch Abwehrmann Kevin Rienaß sein Saisondebüt (ebenfalls nach vielen Verletzungen und unglücklichen Sperren in der Zweiten) feiern. Der Rest war Jubel, über diesen verdienten Heimerfolg ...

Fazit: Verdiente drei Punkte im Aufstiegskampf - Lok sündigte allerdings mit den Torchancen. Besonders den auffälligen Ralf Schreiber und Rico Engler klebte beim Abschluss immer wieder das Pech an den Stiefeln. Aber was soll's, nun richten sich die Blicke zum nächsten Kick am Freitag in Borna. Und vielleicht gibt es davor (Urteil Freiberg-Spiel) noch weitere drei Punkte für den 1. FC Lok zu "feiern"?!

(von Marko Hofmann und Chris Paul)