28. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

FV Dresden Laubegast
1 0

Spieldaten
 
Datum
24. Mai 2008
Uhrzeit
15.15 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
3.597
Schiedsrichter
Daniel Petzold (Lugau)
Torschützen
1:0 Köllner (75.)
Gelb
Krauß, Starke - Jank, Seifert
Gelb-Rot
Ledwoch (90./Lok)
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
FV Dresden Laubegast
1 Jan Evers
1 Axel Mittag
17 Holger Krauß
16 Robert Heiße
16 Manuel Starke
5 Falk Terjek
19 Anton Köllner
7 Richard Hemmann
3 Marcel Hensgen
2 Rene Balatka
4 René Ledwoch
15 Tony Schmidt
13 Stephan Knoof
8 Kai Starke (ab 83. 19 Gerrit Hamel)
7 Alexander Kunert (ab 74. 11 Kevin Adam)
10 Frank Seifert
18 Steven Aßmann (ab 56. 21 Rico Engler)
9 Ronny Jank (ab 74. 4 Tom Hoffmann)
22 Ralf Schreiber
20 Stefan Kutschke
10 René Heusel (ab 81. 15 Sven Hellmund)
11 Alexander Eißrich (ab 55. 14 Sviten Stoilov)

Trainer
Rainer Lisiewicz
Bernd Fröhlich

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Den Erfolg haben wir uns durch viel Aufwand verdient. Das war ein Big Point im Blick Richtung Platz zwei. Jetzt wollen wir den Platz in Pirna sicher machen - wenn nach oben natürlich noch mehr geht, haben wir auch nichts dagegen. Der Treffer von Köllner war ein herrliches Tor!"

Wertung

3 Sterne (Schönes Wetter, schöne Kulisse - und ein schönes Ergebnis! Was will man mehr ...)

61 Fotos und 3 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

 

Spitzenspiel im Plache-Stadion: Der Zweite 1. FC Lokomotive Leipzig empfing am drittletzten Spieltag den Vierten FV Dresden Laubegast (verzichten auf den Oberliga-Aufstieg) zum Spitzenspiel. Die Loksche sollte sich bei Traumwetter vor 3.597 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion am Ende nicht unverdient mit 1:0 (0:0) durchsetzen. Den Siegtreffer markierte eine Viertelstunde vor Schluss "Abwehrlatte" Anton Köllner mit einem genialen Kopfball aus 12 Metern. Jetzt ist zumindest Relegationsplatz zwei ganz nah ...

Lok-Coach Rainer Lisiewicz stellte gegenüber der Borna-Pleite (0:2) vor einer Woche, nur einmal um - René Heusel (nach seiner Sperre wegen des Faustschlages im Dynamo-Spiel) durfte für Rico Engler im Sturm beginnen. Laubegast lief bei strahlenden Sonnenschein und knapp 20 Grad mit bekannten Spielern wie Ronny Jank, Falk Terjek oder Ex-VfB-Kicker Frank Seifert auf. Und wie bei Spitzenspielen in Probstheida so üblich: Die Partie begann wegen des Zuschauerandrangs mit 15-münitger Verspätung. Los ging die Partie dann mit einem 18-Meter-Schuss von Lok-Kicker Stephan Knoof über Gäste-Tor (4.). Auf der Gegenseite probierte sich Abwehr-Riese Robert Heiße mit einem 30-Meter-Freistoß, der über das Gehäuse von Jan Evers ging 85.). In der 11. Minute plötzlich die Großchance zur Lok-Führung: Stephan Knoof flankte von rechts, Abwehrlatte Anton Köllner verlängerte per Kopf auf Ralf Schreiber, doch dessen Direktabnahme ging aus 12 Metern in den sonnigen Himmel. Dann passierte fast eine Viertelstunde nichts auf dem saftigen Rasen, was sicherlich auch an vielen kleinlichen Pfiffen des Schiri-Gespanns lag. In der 25. Minute setzte sich Knoof dann in einem "eins gegen eins" gegen Heiße durch, doch sein Abschluss aus 14 Metern entschärfte Axel Mittag. In der Schlussphase des ersten Durchgangs hatte dann Laubegast etwas mehr vom Spiel. Und durch Frank Seifert in der 34. Minute auch eine dicke Chance zur Führung, doch aus 15 Metern hielt Evers glänzend. Der Lok-Keeper durfte sich mit dem Halbzeitpfiff dann gleich noch mal auszeichnen, als den freien Stefan Kutschke (der nicht im Abseits stand) noch das Leder vom Fuß kratzte - Klasse. Sonst ging spielerisch für die Gastgeber aus Probstheida nicht viel nach vorn im ersten Durchgang.

In Durchgang zwei sollte die heimische Loksche eine "Schippe" drauf legen, obwohl Alexander Eißrich erst einmal eine dicke Chance für Laubegast hatte. Doch aus 14 Metern hielt wieder Evers glänzend (47.). Zehn Minuten später probierte es der heute etwas glücklose René Heusel von halb links aus 12 Metern, doch Axel Mittag im FVL-Kasten klatschte das Leder noch zur Ecke. Danach passierte erst einmal lange nicht viel, Lok hatte etwas mehr vom Spiel - doch noch fehlten die zwingenden Chancen. Die beste Freistoß-Kombination erlebten die Fans in der 71. Minute: Stephan Knoof legt für Kapitän Holger Krauß kurz auf, der hebt die Kugel Richtung kurzen Pfosten. Dort steigt Manuel Starke hoch, doch sein Kopfball aus 6 Metern prallt gegen die Latten-Unterkante und wieder aus dem Tor raus. Pech! Zumal im direkten Gegenzug Tony Schmidt einen tollen Konter lief, aber kurz vor Jan Evers über die eignen Beine stolperte. Sekunden später forderte dann alle (wohl zu Recht): Elfmeter. Nach einem Heusel-Kopfball ging Falk Terjek im Strafraum klar mit der Hand zum Ball. Doch ein Pfiff vom immer schwächer werdenden Schiri Petzold aus Lugau blieb aus. Dann die 75. Minute: Ein Krauß-Freistoß segelte in den Strafraum, dort steigt "Abwehrlatte" Anton Köllner am höchsten und beförderte das Leder aus 12 Metern mit dem Schädel zum 1:0 in den FVL-Kasten. Was für ein Jubel ... Ein wichtiger Treff im Kampf um Platz zwei (und vielleicht sogar Platz eins?!). Dann hieß es noch knappe zehn Minuten zittern. In der 85. Minute trat Robert Heiße zum Freistoß von der Strafraumgrenze an - doch das Leder landete weit neben dem rechten Pfosten. In der Nachspielzeit musste sich der sonst überzeugende René Ledwoch "opfern", als der flinke Tony Schmidt auf links durch war. Ledwoch kam mit der "Sense" und sah Gelb-Rot (schon der dritte Platzverweis in dieser Saison von "Ledi"). Doch 17.05 Uhr war es vorbei und der Jubel umso größer. Schade nur, dass auch noch Holger Krauß (wohl wegen Meckerns) seine 5. Gelbe sah ...

Fazit: Ein echter, aber nicht unverdienter Arbeitssieg. Laubegast besaß zwar einige dicke Chancen, doch Evers hielt heute glänzend. Vorne "erarbeitete" sich Lok am Ende das Glück und durfte Jubeln. Zumindest das Ziel "Platz zwei" (und damit die Relegation) ist ganz nah. Wenn alles für die Messestädter laufen sollte, könnte sogar noch etwas Richtung Platz eins gehen. Träumen ist durchaus erlaubt ... Jetzt gilt es in Pirna "nachzuwaschen" und dann geht's im finalen Spiel gegen Bannewitz!

(von Chris Paul)