29. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

VfL Pirna-Copitz 07

1. FC Lokomotive Leipzig
1 1

Spieldaten
 
Datum
31. Mai 2008
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Willy-Tröger-Stadion (Pirna)
Zuschauer
800
Schiedsrichter
 
Jens Breidel (Zöblitz)
Torschützen
1:0 Krause (16./Foulelfmeter), 1:1 Köllner (28.)
Gelb
Winkler, Kasten, Berthold - Rienaß, Knoof, Enger, Kunert
Gelb-Rot
Aßmann (54./Lok)
Rot
Keine

Aufstellung
VfL Pirna-Copitz 07
1. FC Lokomotive Leipzig
1 Christoph Rautenberg
1 Jan Evers
2 Otto Winkler
13 Stephan Knoof
4 Kasten Friedrich
19 Anton Köllner
7 Martin Krause
16 Manuel Starke
8 Marcel Kühn
3 Marcel Hensgen
10 Robert Krause
 
11 Kevin Adam (ab 57. 7 Alexander Kunert)
11 Rene Hantsche (ab 74. 17 Berko Berthold)
15 Sven Hellmund
13 Rico Hantstock
18 Steven Aßmann
15 Hendrik Geißler
14 Kevin Rienaß (ab 70. 24 Robert Roscher)
16 Tom Matuschak (ab 46. 19 Enrico Wlotzka)
10 René Heusel (ab 61. 21 Rico Engler)
18 Gunnar Schubert (ab 64. 6 Philipp Schmidt)
22 Ralf Schreiber

Trainer
Andreas Trautmann
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Mit dem 1:1 haben wir zumindest die Relegation in eigner Hand. Es war heute wieder eine echte Nervensache und ein Punktgewinn der Moral. Immerhin haben wir fast 40 Minuten nur zu Zehnt gespielt. Dazu haben wir einen klaren Elfer nicht bekommen!"

Wertung

2 Sterne (Den Punkt mit Moral erkämpft, nach dem auch der Schiri nicht gerade auf Lok-Seite war!)

40 Fotos und 3 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Was für ein wichtiger Punktgewinn: Beim letzten (regulären) Auswärtsspiel der Saison gelang dem 1. FC Lok Leipzig beim VfL Pirna-Copitz ein hart umkämpftes 1:1 (1:1)-Unentschieden. Vor 800 Fans im Willy-Tröger-Stadion lief es nicht für die Gäste aus der Messestadt. Er gab der schwache Schiri Jens Breidel einen umstrittenen Foulelfmeter für Pirna. Dann flog in Durchgang zwei auch noch Steven Aßmann mit Gelb-Rot vom Platz. Trotzdem rettete "das letzte Aufgebot" der Loksche den wichtigen Punkt. Damit kann Lok den zweiten Platz (und damit die Relegation) aus eigner Hand im letzten Punktspiel gegen Bannewitz sichern.

Lok-Coach Rainer Lisiewicz musste bei extrem schwülen Temperaturen in Pirna auf Kapitän Holger Krauß (5. Gelbe) und René Ledwoch (Gelb-Rot) wegen Sperren verzichten. Zudem fehlten zahlreiche Kicker verletzt und auch Kai Metzner (sollte von Anfang an ran) verletzte sich an den Adduktoren. Und Alexander Kunert konnte die ganze Woche nicht trainieren, musste zudem bis Mittag noch bei OBI im Verkauf stehen. So kam überraschend Kevin Rienaß zum ersten Einsatz von Anfang an seit einer Ewigkeit. Zudem kickten im Mittelfeld noch Kevin Adam, Marcel Hensgen und Sven Hellmund. Als Abwehrchef "durfte" Stephan Knoof ran. Los ging die Partie trotzdem mit einer dicken Lok-Chance. In der 11. Minute flankte Steven Aßmann von links und am langen Pfosten setzte Kevin Rienaß einen tollen Flugkopfball auf die Querlatte. Fünf Minuten später der Schock auf der Gegenseite. Im Strafraum soll Anton Köllner Gegenspieler Rene Hantsche elfmeterreif umgestoßen haben - so sah es zumindest Schiri Breidel. Wohl eher ein Elfer aus der Bereich "kann man pfeifen, muss man aber nicht". VfL-Kapitän Robert Krause läuft an und versenkt sicher ins linke Eck zum 0:1 aus Lok-Sicht. Mit diesem Ergebnis hätten sich die Leipziger die erhoffte Relegation abschminken können. Doch mit Moral kamen sie auf dem schicken, aber kleinen Rasen zurück. 28. Minute: Ralf Schreiber bringt das Leder von links flach in den Strafraum, Keeper Rautenberg sieht nicht gut aus - doch Manuel Starke stochert aus 6 Metern am Ball vorbei. Aber da ist ja noch Abwehrlatte Anton Köllner, der frei aus drei Metern zum umjubelten 1:1 einschob. Durchatmen! Viel passierte danach nicht mehr. Lok hatte zwar etwas mehr vom Spiel, doch richtig gefährlich wurde es nur selten. Nur in der 44. Minute konnte René Heusel für den jungen Steven Aßmann auflegen, dessen Schuss aus 14 Metern aber abgefälscht drüber ging.

Der zweite Durchgang begann mit einer Lok-Ecke von links und einem Kopfball von Sven Hellmund aus 8 Metern - rechts vorbei (49.). Sekunden später probierte es Kevin Rienaß mal mit einem wuchtigen 16-Meter-Knaller, aber VfL-Keeper Rautenberg boxte die Kugel mit einer Faust Richtung Eckfahne. Dann die 54. Minute: Ein Foul von Steven Aßmann am Mittelkreis gegen Hendrik Geißler. Eigentlich harmlos, trotzdem zückte Schiri Jens Breidel die Gelb-Rote. Lok nur noch Zehnt! Und Pirna-Copitz witterte hier seine Chance. Martin Krause fasste sich aus 14 Metern mal das Herz, doch Jan Evers konnte noch mal retten (58.). Zehn Minuten später dann ein Traumsolo von Einwechsler Enrico Wlotzka über links. Er lässt gleich drei Lok-Kicker ganz alt aussehen, trifft aber nur das Außennetz. In der 70. Minute muss dann Kevin Rienaß mit einem Wadenkrampf vom Feld. Marcel Hensgen sieht auch nicht besser aus und Ralf Schreiber kroch auch schon auf dem Zahnfleisch. Jetzt hieß es nur noch den Punkt sichern. Und plötzlich gab es durch Robert Roscher in der 72. Minute noch mal eine dicke Chance. Aus 18 Metern haute Roscher einfach mal drauf, doch den Abpraller konnte niemand mehr verwerten. Vier Minuten später dann eine strittige Szene. Während der große Gewitterregen einsetze, war Joker Rico Engler frei durch. Heber über Keeper Rautenberg, doch der erwischt Engler am Fuß - aber ein Pfiff blieb aus. Hier hätte Schiri Breidel seinen "Kann-Elfer" ausgleichen müssen. Statt dessen musste auf der Gegenseite noch einmal durchgeatmet werden. Ein Schuss von Philipp Schmidt aus gut 18 Metern strich nur knapp rechts vorbei. Das wäre sonst das Aus im Aufstiegskampf gewesen. Aber die Leipziger zitterten sich über die Zeit und durften nach drei Minuten Nachspielzeit über das 1:1 zumindest etwas jubeln.

Fazit: Insgesamt ein gerechtes Remis. Doch einige Pfiffe von Schiri Breidel waren schon etwas merkwürdig. Zumindest hätte er den "Kann-Elfer" für Pirna-Copitz im zweiten Durchgang "ausgleichen" müssen. Dazu noch die zu harte Gelb-Rote für Aßmann. Mit etwas Fingerspitzengefühl hätte es hier auch eine Ermahnung getan. Die "Notelf" der Leipziger erspielten sich aber auch schon in der ersten Halbzeit zu wenige Torchancen und können am Ende mit dem Punkt sicherlich zufrieden sein (da Aue II und Dynamo II siegten).

 (von Chris Paul)