30. Spieltag Landesliga Sachsen  Saison 2007/2008
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

SV Bannewitz
4 2

Spieldaten
 
Datum
07. Juni 2008
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
6.122
Schiedsrichter
Dirk Honnef (Gotha)
Torschützen
1:0 Engler (1.), 1:1 Weise (2.), 2:1 Engler (15.), 3:1 Schreiber (18.), 3:2 Wecker (33.), 4:2 Ledwoch (64.)
Gelb
Keine!
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
SV Bannewitz
1 Jan Evers
1 Philipp Albrecht
17 Holger Krauß
2 Eric Bachmann
15 Sven Hellmund
5 Marcus Döschner
19 Anton Köllner
6 Tino Wecker
24 Robert Roscher (ab 65. 11 Kevin Adam)
7 Andre Rechenberger
4 René Ledwoch
8 Stefan Pietsch
13 Stephan Knoof
9 Markus Weise (ab 87. 15 Sascha Hartmann)
7 Alexander Kunert
11 Sören Moses (ab 67. 19 Christoph Hartmann)
16 Manuel Starke
16 Steffen Dörner
22 Ralf Schreiber (ab 82. 5 Eric Eiselt)
20 Mirko Schade
21 Rico Engler (ab 68. 10 René Heusel)
22 Stefan Minge (ab 76. 13 Alexander Karrei)

Trainer
Rainer Lisiewicz
Mario Kern

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Ein verdienter Erfolg! Wir haben uns zahlreiche Chancen erspielt, hinten aber zwei leichte Gegentreffer kassiert. Jetzt freuen wir uns auf die Relegation gegen Schönberg. Da soll unser Traum wahr werden!"

Wertung

3,5 Sterne (Relegations-Jubel in Probstheida. Lok sicherte sich verdient Platz zwei und darf nun von der Oberliga träumen!)

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Spielbericht

 

16.47 Uhr war klar: Landesliga-Aufsteiger 1. FC Lokomotive Leipzig sicherte sich nach einem verdienten 4:2 (3:2)-Erfolg gegen den SV Bannewitz den zweiten Platz in der Tabelle - und damit die Chance per Relegation (gegen den FC Schönberg) in die Oberliga zu dampfen. Offiziell 6.122 Zuschauern durften schon in der ersten Minute jubeln, als Rico Engler zur frühen Führung traf. Doch die hielt selbst nur wenige Sekunde. Aber im laufe des Spiels sicherte sich die Loksche völlig verdient die drei Punkte, gegen tapfer kämpfende Gäste aus Bannewitz. Jetzt wollen alle im Lok-Lager mehr ...

Lok-Coach Rainer Lisiewicz wirbelte seine Elf im letzten Punktspiel der Saison 2007/08 kräftig durcheinander. Zum einen kehrten nach Sperren Kapitän Holger Krauß (5. Gelbe) und René Ledwoch (Gelb-Rot) zurück. Dafür musste Steven Aßmann nach Gelb-Rot in Pirna zuschauen und Mittelfeld-Kämpfer Marcel Hensgen fehlte wegen einem Bluterguss in der Wade. Überraschend durfte der sonstige Manndecker Manuel Starke heute hinter den beiden Spitzen Ralf Schreiber und Rico Engler (Heusel musste auf die Bank) ran. Dafür rutschte Sven Hellmund als zweiter Manndecker in die Abwehr und im defensiven Mittelfeld sollte Talent Robert Roscher abräumen. Und die Loksche legte gleich los wie die Feuerwehr. Nach nur 32 Sekunden haute Rico Engler einen Schuss klar links vorbei. 30 Sekunden später dann aber ein geniales Anspiel auf eben diesen Engler und diesmal haute er das Leder aus 12 Metern gefühlvoll ins linke Eck zum frühen 1:0. Was für ein Jubel! Doch nur 60 Sekunden später marschierte Markus Weise unbehindert durch die Lok-Abwehr und markierte aus 13 Metern das bittere 1:1. So schnell war die Führung dahin! Doch die Gastgeber ließen sich nicht beirren, dominierten die Partie - und erspielten sich tolle Chancen. In der 14. Minute legte zum Beispiel Rico Engler für Robert Roscher auf. Dessen Direktabnahme strich aus 16 Metern knapp drüber. Dann die 15. Minute: Der flinke Ralf Schreiber setzte sich auf links durch und in der Mitte haute Rico Engler die Kugel aus 10 Metern ins linke Eck zur erneuten Führung. Und der Jubel wurde sekundenspäter noch größer! René Ledwoch tankte sich auf rechts durch, sieht in der Mitte Ralf Schreiber. Das "Laufwunder" nimmt den Ball elegant mit und versenkt aus 8 Metern ins linke Eck zum 3:1. Jetzt verwandelte sich das volle Plache-Stadion in ein Tollhaus! Platz zwei war ganz nah in diesem Fußballfest. Und Lok wolle mehr. In der 23. Minute bediente Ralf Schreiber von links Alexander Kunert, doch der OBI-Mitarbeiter fand aus 12 Metern im gut reagierenden Philipp Albrecht seinen Meister. Sechs Minuten später ist es wieder Alexander "Bommel" Kunert, der aus 25 Metern ausholt - doch wieder konnte SVB-Keeper Albrecht das Leder aus dem rechten Eck kratzen. Dann aber der Schock: Zweifelhafter Freistoß (Köllner soll Weise umgestoßen haben) für Bannewitz rund 20 Metern vor dem Lok-Kasten. "Schlitzohr" Tino Wecker haut noch während des "Mauerstellens" von Lok-Schlussmann Evers drauf und trifft ins linke Eck zum 3:2. Eine kalte Dusche und das 16. Saisontor für Wecker. Schiri Honnef aus Gotha musste den Ball nicht freigeben - clever also von Wecker. Die letzte Chance in einer unterhaltsamen ersten Halbzeit  hatte aber Lok. Rico Engler probierte sich noch mal aus 10 Metern, doch Keeper Albrecht rettete per Fußparade (39.) ...

Durchgang zwei begann mit einem kleinen Schockmoment, als sich Kapitän Holger Krauß im Zweikampf mit Sören Moses am rechten Knie verletzte. Der Holger biss auf die Zähne und spielte mit Schmerzen durch. Dicke Lok-Möglichkeit zur Entscheidung dann in Minute 52. Alexander Kunert bediente Ralf Schreiber - der geht bis zur Grundlinie und legt zurück aus Engler. Doch aus 3 (!) Metern rettete Philipp Albrecht mit Glück. Dann sprang die Kugel noch einem Bannewitzer an die Hand. Ein Elferpfiff wäre hier möglich gewesen (52.). Zehn Minuten später dann tolle Vorarbeit des agilen Manuel Starke, der sieht Rico Engler. Doch der zweifache Torschütze hatte mit seinem 14-Meter-Hammer Pech, der nur an den linken Pfosten krachte. Dann aber endlich die erlösende Entscheidung: Nach weiten Einwurf von Stephan Knoof von rechts kommt René Ledwoch im "nachfassen" an den Ball und trifft aus 4 Metern zum 4:2. Jetzt wusste Fußball-Probstheida - Platz zwei ist klar! Trotzdem gab es weitere Konterchancen. In der 71. Minute flankte Ralf Schreiber nach einem Konter von rechts, doch am langen Pfosten köpfte Einwechsler Kevin Adam ans Außennetz. 120 Sekunden später schickte Heusel per schnellen Einwurf René Ledwoch, der aus 5 Metern aber am langen Pfosten vorbei haute. Pech! In der 78. Minute holte Kevin Adam aus 17 Metern frei mal den Hammer raus - links vorbei. Fünf Minuten vor dem umjubelten Schlusspfiff musste sich Lok-Keeper Jan Evers noch mal strecken, als er einen Kopfball von Markus Weise aus 7 Metern zur Ecke klärte. Dann durfte gejubelt werden ... Das Zwischenziel Relegation ist erreicht!

Fazit: Verdienter Heimerfolg der Loksche, der eigentlich noch deutlicher hätte ausfallen müssen. Doch die schwäche bei der Chancenverwertung ist bekannt, ist nach diesem Fußballfest aber auch egal. Heute zählten nur die drei Punkte, trotz der zwei viel zu leichten Aussetzern bei den Gegentoren. Jetzt wartet in der Oberliga-Relegation der FC Schönberg aus Mecklenburg-Vorpommern. Schon am kommenden Samstag (14 Uhr) geht es für die Loksche in den Norden. Die Fans haben die Möglichkeit, für 21 Euro (inklusive Eintrittskarte!) im 1.000 Mann fassenden Sonderzug mitzudampfen ...

(von Chris Paul)