01. Runde Sachsen-Pokal  Saison 2008/2009
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

Heidenauer SV
5 0

Spieldaten
 
Datum
06. September 2008
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
1.734
Schiedsrichter
Torsten Junghof (Chemnitz)
Torschützen
1:0 Ledwoch (13.), 2:0 Starke (41.), 3:0 Kind (43.), 4:0 Quidzinski (78.), 5:0 Schreiber (88.)
Gelb
Starke, - Dittmann, Döschner, Ende
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
Heidenauer SV
1 Jan Evers
23 Marcel Zönnchen
17 Holger Krauß
4 Ronny Jank
19 Anton Köllner (ab 46. 24 Robert Roscher)
6 Torsten Gründig
6 Torsten Jülich
7 Daniel Dittmann (ab 37. 19 Georg Ende)
3 Marcel Hensgen
8 Michael Heera
18 Steven Aßmann (ab 70. 10 René Heusel)
9 Carsten Oppitz
13 Stephan Knoof (ab 64. 23 David Quidzinski)
 
10 Martin Pohorely (ab 70. 17 Willy Eschrich)
4 René Ledwoch
11 Radek Miratsky
16 Manuel Starke
16 Johannes Preißiger
22 Ralf Schreiber
18 Tom Winter
12 Tommy Kind
20 Marcus Döschner

Trainer
Rainer Lisiewicz
Uwe Kuhl

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Wir hatten uns sehr konzentriert auf das Spiel vorbereitet, waren gewarnt. Wir haben den Sieg verdient gehabt und wollen den Schwung nun mit nach Auerbach nehmen.“
Uwe Kuhl (HSV-Trainer) "Glückwunsch an den 1. FC Lok. Wir hatten uns hier natürlich mehr erhofft, wollten einen echten Pokalfight hinlegen und Lok Paroli bieten. Doch wir haben zu früh das 0:1 kassiert und konnten uns in der ersten Halbzeit nie befreien. Dazu hat unser Keeper noch drei, vier Riesen pariert. In der zweiten Halbzeit haben wir zwar noch zwei Treffer kassiert, aber trotzdem Moral bewiesen."

Wertung

3 Sterne (Der 1. FC Lok zieht durch einen sicheren Erfolg in Runde zwei des Landespokals ein!)

30 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Nach Oberliga-Traumstart ab in den Pokal: In der 1. Runde des Sachsen-Pokals empfing Überraschungs-Spitzenreiter 1. FC Lokomotive Leipzig Landesliga-Absteiger Heidenauer SV. Da der Dresdner Bezirksligist aus Sicherheitsgründen nicht im heimischen Heidenau spielen wollte, wurde die Partie gedreht und bei schwülen 26 Grad im Plache-Stadion ausgetragen. Und der Favorit aus der Messestadt setzte sich, besonders Dank einer tollen Vorstellung im ersten Durchgang, sicher mit 5:0 (3:0) durch und steht damit im Achtelfinale.

Lok-Coach Rainer Lisiewicz stellte die Erfolgself der letzten Wochen nur auf einer Position um. Für den verletzten Stürmer Rico Engler (Faserriss) durfte wieder Nachwuchs-Hoffnung Tommy Kind ran. Die Gäste liefen mit einigen bekannten Namen auf, wie Ronny Jank (u.a. Aue) und die Ex-Sebnitzer Radek Miratsky und Martin Pohorely. Die Truppe aus Heidenau, obwohl abgestiegen, war eindeutig besser besetzt als die Landesliga-Elf aus dem Vorjahr. Und in den Anfangsminuten konnten die Gäste durchaus überzeugen, ohne sich Torchancen erspielen zu können. Die hatte statt dessen der Favorit aus der Messestadt. In der 8. Minute segelte die erste Lok-Ecke von rechts (durch Schreiber) in den Strafraum. Beim Nachschuss steht René Ledwoch plötzlich völlig frei, doch aus drei Metern rettete ein HSV-Kicker auf der Torlinie. Das wäre der Auftakt nach Maß gewesen! Aber weiter der Gastgeber: In der 13. Minute streichelte Kapitän Holger Krauß einen 18-Meter-Freistoß ins linke Dreiangel, aber HSV-Schlussmann Marcel Zönnchen fingerte das Leder noch zur Ecke. Die bringt Stephan Knoof schnell auf Tommy Kind, der in die Strafraummitte flankte. Dort lauerte wieder der auffällige Ledwoch, der diesmal per Kopf aus 9 Metern zum 1:0 einnetzen konnte. Nur drei Minuten nach der Führung ein Konter über Spielmacher Manuel Starke. Der bedient Ledwoch auf rechts, aber aus 10 Metern hält Zönnchen sehenswert. Die anschließende Ecke bringt diesmal Holger Krauß von rechts ins Spiel, aber aus 7 Metern hämmerte Ledwoch die Kugel an die Querlatte (17.). Danach "beruhigte" sich das Spiel etwas, Chancen waren zunächst Mangelware. Bis zur 32. Minute, als Stephan Knoof einen Einwurf von links auf den Kopf von Abwehrlatte Anton Köllner beförderte, der HSV-Keeper unterschätzte den Ball und klatscht auf die Querlatte. Dann legte Tommy Kind ein Riesen-Solo hin, aber seinen Abschluss aus 14 Metern entschärfte wieder HSV-Schlussmann Zönnchen (der beste Gäste-Kicker war). Das überfällige 2:0 folgte aber in Minute 41. Spielmacher Manuel Starke legte rechts rüber zu René Ledwoch. Der hält einfach mal drauf und in der Mitte steht Starke richtig und hält aus 5 Metern nur noch den Fuß hin - 2:0! Auf der Gegenseite besaß Martin Pohorley in der 43. Minute die erste (!) Torchance für Heidenau, aber sein Schuss aus 20 Metern strich knapp links vorbei. Nur Sekunden später klingelte es dafür auf der Gegenseite. Sturm-Flitzer Ralf Schreiber setzte sich schön auf rechts durch und bringt die Eingabe halbhoch. Genau richtig für Tommy Kind, der per Flugkopfball aus 9 Metern den 3:0-Halbzeitstand erzielte.

Durchgang zwei begann mit einem Wechsel bei Lok. "Maskenmann" Anton Köllner blieb leicht angeschlagen in der Kabine, dafür durfte Robert Roscher hinten abräumen. Doch auf dem Spielfeld passierte lange nicht viel. Die Partie war längst entschieden und Heidenau um Kapitän Ronny Jank viel zu harmlos. So mussten die knapp 1.800 Fans bis zur 70. Minute, bei Nieselregen, auf die nächste Torchance warten. Defensiv-Spezialist Marcel Hensgen zog aus 20 Metern ab, doch rechts vorbei. Fünf Minuten später kommt Einwechsler René Heusel nach einem Schreiber-Solo ans Leder, wird aus 10 Metern aber abgeblockt. Dafür durfte ein anderer "Joker" jubeln. Wieder tankte sich der überragende Ralf Schreiber nach einem Solo auf rechts durch, legte überlegt zurück in die Mitte - dort lauerte David Quidzinski, der aus 14 Metern genau ins rechte, untere Eck zum 4:0 einnetzte (78.). Der erste Pflichtspieltreffer für "Quitte" bei Lok! Doch noch hatte die Loksche nicht genug, spielte weiter nach vorn. Da ergab sich aus dem Gewühl plötzlich die Chance für HSV-Stürmer Tom Winter, doch Lok-Keeper Evers parierte (87.). Dann aber der Höhepunkt des Tages: Wieder sprintet Ralf Schreiber auf rechts durch. Geht fast bis zur Grundlinie - in der Mitte will René Heusel das Leder. Doch "Ralle" bleibt ganz fresch und haut den Ball aus spitzen Winkel aus 9 Metern gegen den linken Innenpfosten - 5:0. Sensationell ...

Fazit: Ein ungefährdeter Lok-Erfolg - auch in dieser Höhe! Heidenau blieb harmlos und hatte der Loksche nichts entgegen zu setzen. Die Gastgeber aus Probstheida damit mit dem 4. Sieg im 4. Pflichtspiel in der Saison 2008/09. Nun wartet das Spitzenspiel beim VfB Auerbach auf den 1. FC Lok. Ein echter Härtetest ... wir sind gespannt!

(von Chris Paul)