Achtelfinale Sachsen-Pokal  Saison 2008/2009
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

FSV Budissa Bautzen
0 2

Spieldaten
 
Datum
08. November 2008
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
2.625
Schiedsrichter
Jens Stahlmann (Berbersdorf)
Torschützen
0:1 Pannach (15.), 0:2 Helcelet (69.)
Gelb
Krauß, Knoof, Ledwoch, Hensgen - Dietze, Johne, Dörry, Helcelet
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
FSV Budissa Bautzen
1 Jan Evers
13 Rene Katzwinkel
17 Holger Krauß
2 Sebastian Nuhs
19 Anton Köllner
3 Stefan Fröhlich
6 Torsten Jülich
14 Sven Johne (ab 59. 16 Andy Wochnik)
3 Marcel Hensgen
6 Andreas Zichner
11 Kevin Adam (ab 62. 12 Tommy Kind)
10 Thomas Pannach
13 Stephan Knoof
 
26 Horst Rau
4 René Ledwoch (ab 79. 7 Alexander Kunert)
17 Sebastian Miltzwo
16 Manuel Starke
18 Marcus Dörry
21 Rico Engler (ab 70. 22 Ralf Schreiber)
20 Miroslav Sentivan
10 René Heusel
21 Sascha Dietze (ab 31. 7 Lukas Helcelet)

Trainer
Rainer Lisiewicz
Steffen Hammermüller

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Glückwunsch an Bautzen - wir hatten uns heute viel mehr vorgenommen. Aber ich glaube, wir hätten heute noch Stunden spielen können und hätten kein Tor geschossen. Es fehlte einfach der letzte Biss, wir waren zu hausbacken. Bautzen stand sehr gut. Aber die Niederlage wirft uns nicht um, wir müssen nur die richtigen Lehren daraus ziehen."
Steffen Hammermüller (Bautzen-Trainer) "Es war ein heiß umkämpftes Spiel und bin natürlich froh, dass wir hier eine Runde weitergekommen sind. Mit etwas Glück, hätten wir noch das 3:0 machen können. Wir standen defensiv sehr gut. Lok hatte zwar 80% Spielanteil, aber keine großen Torchancen."

Wertung

1,5 Sterne (Die über 2.600 Fans sahen ein schwaches Pokal-Match - es ging mehr um Kampf und Krampf, statt um Fußball-Glanz!)

28 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Revanche im Pokal verpasst! Nach der bitteren Pleite im Oberliga-Punktspiel in Bautzen (0:2), sollte heute im Landespokal die Revanche gegen Budissa gelingen. Statt dessen setzte es vor 2.625 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion erneut eine Pleite gegen den Oberliga-Rivalen. 0:2 (0:1) hieß es nach 90 schwachen Lok-Minuten. Die Gäste agierten dagegen routiniert und nutzten ihre wenigen Chancen eiskalt aus. Die Loksche verrannte sich dagegen lange in Meckern.

Lok-Coach Rainer Lisiewicz musste weiter auf die Offensiv-Kräfte Thomas Wetzig, Steven Aßmann und Robert Sommer verzichten. Das Sturmduo bildeten diesmal Rico Engler und "Fußballgott" René Heusel - Nachwuchstalent Tommy Kind musste erstmal auf die Bank. Neu auch: Der quirlige Kevin Adam bekam im defensiven Mittelfeld für David Quidzinski die erste Chance in dieser Saison. Die ersten Minuten passierte zunächst recht wenig - für den größten Aufreger sorgte eher Gäste-Coach Steffen Hammermüller, der vom Dammsitz einfach mal in "Jammermüller" umgetauft wurde. Sonst hatte der Gastgeber aus Probstheida etwas mehr vom Spiel, aber Bautzen spielte fleißig mit. In der 15. Minute dann der Schock für alle Lok-Fans: Die zweite Ecke der Gäste segelte von rechts in den Strafraum - in der Mitte steht Thomas Pannach völlig frei und köpft aus gut 11 Metern ins lange Eck zum 0:1. Danach war mächtig "Musik" im Spiel. Strittige Schiedsrichter-Entscheidungen und harte Fouls brachten mächtig Emotionen ins Spiel. Fußballerisch tat sich dagegen wenig - man konzentrierte sich eher auf meckern und motzen. Eine Torchance gab's dann erst in Minute 42. Stephan Knoof setzte sich auf links durch, doch sein Schuss wird abgeblockt. Defensiv-Spezialist Marcel Hensgen scheiterte dann mit dem Nachschuss aus 12 Metern an Budissa-Keeper Katzwinkel. Mit Pfiffen und 5 Gelben (4 x Bautzen, 1 x Lok) ging's in die Pause.

Durchgang zwei hatte dann auch wenig mit Fußball zu tun. Die erste Chance hatten dann die Gäste, als in der 60. Minute Lok-Keeper Jan Evers an einer Eingabe von links vorbeisegelte. Statt Lok-Chancen gab es dann das bittere 0:2. Markus Dörry mit dem perfekten Konter über rechts und vie Übersicht, legt rüber zu Lukas Helcelet - und der Einwechsler schiebt sicher aus 7 Metern zur Vorentscheidung ein (69.). Nur 120 Sekunden später hätte Sebastian Miltzow dann beim nächsten Konter endgültig alles klar machen können - statt zu schießen, versuchte er aber seinen Mitspieler zu finden. Lok warf noch mal alles nach vorn, doch Tommy Kind ballerte aus 16 Metern drüber (74.). Dann noch mal Joker Alexander Kunert, der aus 16 Metern knapp links vorbei zielte (81.). Ein Heusel Freistoß von der Strafraumgrenze landete abgefälscht neben dem Budissa-Tor (87.). Das war´s ...

Fazit: Lok verlor verdient nach einer schwachen Pokal-Vorstellung. Der Gastgeber erspielte sich kaum Chancen und ließ sich dann bei einem Eckball in der Abwehr überrumpeln. Bautzen spielte routiniert und ließ Lok über 90 Minuten nicht ins Spiel kommen. Landespokal und der 1. FC Lok - das passt auch im dritten Jahr noch nicht richtig zusammen ... Am kommenden Freitag empfängt die Loksche in der Liga dann den SSV Markranstädt zum "Derby". Oberliga und Lok - da geht wohl eher wieder was!

(von Chris Paul)