13. Spieltag Oberliga Nordost-Süd  Saison 2008/2009
1.FC Lokomotive Leipzig

FC Erzgebirge Aue II

1. FC Lokomotive Leipzig
0 1

Spieldaten
 
Datum
19. November 2008
Uhrzeit
12.30 Uhr
Spielstätte
Erzgebirgsstadion (Aue)
Zuschauer
1.705
Schiedsrichter
 
Jens Klemm (Gröditz)
Torschützen
0:1 Jülich (33.)
Gelb
Wölfel, Lenk - Krauß, Starke, Ledwoch, Heusel
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
FC Erzgebirge Aue II
1. FC Lokomotive Leipzig
21 Toni Grabowski
1 Jan Evers
2 Patrick Grandner (ab 78. 12 Andy Wendschuh)
17 Holger Krauß (ab 46. 7 Alexander Kunert)
3 Robin Lenk
19 Anton Köllner
4 Ronny Liebold
6 Torsten Jülich
5 Andreas Lobsch
3 Marcel Hensgen
6 Marco Wölfel (ab 84. 15 Tim Mike Zwingenberger)
 
24 Robert Roscher
7 Sylvio Schwitzky
4 René Ledwoch
8 Tommy Käßemodel (ab 76. 13 Sascha Weirauch)
13 Stephan Knoof
9 Maik Georgi
16 Manuel Starke (ab 81. 11 Kevin Adam)
10 Roy Blankenburg
22 Ralf Schreiber
11 Serdar Bayrak
10 René Heusel (ab 65. 21 Rico Engler)

Trainer
Holger Erler
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Wir waren den einen Treffer besser. So war es durchaus ein verdienter Sieg, auch wenn Aue sicherlich etwas mehr vom Spiel hatte."

Wertung

2,5 Sterne (Zahlreiche Torchancen im ersten Durchgang, viel Kampf in Halbzeit zwei - am Ende triumphierte die Loksche!)

54 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Lok zurück auf Platz eins: Mit einer starken kämpferischen Leistung sicherte sich der 1. FC Lokomotive Leipzig den 1:0 (1:0)-Erfolg beim FC Erzgebirge Aue II. Vor 1.705 Zuschauern im Erzgebirgsstadion (darunter gut 800 Lok-Fans) erzielte Torsten Jülich in der 33. Minute mit einem 24-Meter-Hammer den goldenen Treffer. Nach fast drei Monaten gelang den Messestädtern so wieder mal ein Auswärts-Dreier. Lok-Keeper Jan Evers parierte schon nach zehn Minuten einen Elfer und wurde zum Helden.

Die Gäste aus der Messestadt stellten gegenüber dem 3:0-Erfolg gegen Markranstädt nur zweimal um. Für Tommy Kind durfte Ralf Schreiber im Sturm beginnen. Und der zuletzt Gelb-Gesperrte René Ledwoch ersetzte wieder David Reich. Der Drittliga-Nachwuchs aus dem Erzgebirge hatte aus dem Profi-Kader nur Serdar Bayrak dabei, der allerdings suspendiert wurde und nicht mehr mit der ersten Mannschaft trainiert. Der beste Torschütze, Markus Müller, reiste wie Pierre LeBeau mit den Profis zum Pokalspiel beim FC Sachsen. Auch im Tor gab es Probleme. Mit Toni Grabowski stand nur der Ersatzkeeper im Auer-Kasten und auf der Bank nahm der Torwarttrainer Frank Baumann Platz. Ärger gab es vor dem Anpfiff: Über Nacht wurden der Gästeblock und die Kassen besprüht. Aber rein ins Spiel: Aue II legte gleich los wie die Feuerwehr. Maik Georgi lässt die Lok-Abwehr auf links stehen wie Fahnenstangen, hält aus 11 Metern drauf - aber vor der Linie rettet Stephan Knoof nach 50 Sekunden. Der Gastgeber aus dem Erzgebirge am Drücker und Stephan Knoof in der 9. Minute mit dem Stockfehler im Strafraum. Serdar Bayrak kommt so an den Ball und wird von Knoof angeblich gefoult. Schiri Klemm zögerte keine Sekunde - aus der Ferne die richtige Entscheidung. Robin Lenk tritt an, zielt in die Mitte - und da steht Lok-Keeper Jan Evers und pariert klasse. Riesiger Jubel bei den rund 800 Lok-Fans im Gästeblock. Nun auch die Messestädter mit zwei dicken Chancen innerhalb von 40 Sekunden. Erst wird ein Schuss von Ralf Schreiber aus 7 Metern noch von Ronny Liebold zur Ecke geklärt. Die bringt Schreiber Richtung langen Pfosten, wo René Ledwoch aus 5 Metern frei links vorbei köpfte. Das hätte es doch sein müssen in Minute 12. Vier Minuten später flankte Anton Köllner von links, Ralf Schreiber steigt aus 6 Metern am höchsten - aber Aue-Schlussmann Grabowski klärt mit einer tollen Parade zur zweiten Lok-Ecke. Beide Teams mit einem offenen Schlagabtausch in der Anfangsviertelstunde und schlimmen Abwehrpatzern. Auch Manuel Starke dann mit einem Fehlpass, Maik Georgi marschiert wieder los und haut das Leder aus 16 Metern nur knapp über die Querlatte (20.). Fünf Minuten später zieht Defensiv-Spezialist Marcel Hensgen mal aus 22 Metern ab, knapp rechts vorbei. Lok am Drücker und bin einer Mega-Doppelchance in der 32. Minute. Erst wird ein Kopfball von Manuel Starke nach Knoof-Einwurf aus 7 Metern noch abgefälscht. Und im nachsetzen landet ein versuchter Seitfallzieher von Köllner aus 5 Metern an der Querlatte. 60 Sekunden später dann die nicht unverdiente Führung: Nach einem Knoof-Einwurf von rechts kommt Torsten Jülich im nachsetzen aus 24 Metern ans Leder. Der Ex-Profi zieht einfach mal ab und trifft genau in den linken, oberen Winkel zum 1:0 (Torwart Grabowski war noch dran, aber machtlos gegen diesen Hammer). Dann sorgte Maik Georgi (bester Auer!) wieder für Gefahr, aber mit Glück kullerte die Kugel ins Aus (38.). Dann wieder Glück für Lok: Querschläger von Knoof, Torschütze Jülich im Tiefschlaf - Roy Blankenburg sagt Danke und versucht einen Heber über Keeper Evers. Doch der Ball geht über die Querlatte. Durchatmen - und Pause!

Durchgang zwei begann bei Lok ohne Kapitän Holger Krauß (Risswunde), der verletzt in der Kabine blieb. Und wie in Halbzeit eins zunächst der Gastgeber mit dem besseren Beginn, während der 1. FC Lok seine Konterchancen leichtfertig vergibt. Die erste dicke Chance gab es dann erst in der 67. Minute. Nach einer Knoof-Ecke kommt Ledwoch aus 8 Metern zum Kopfball, doch Toni Grabowski ist auf dem Posten. Fünf Minuten später hat Ralf Schreiber plötzlich per Konter die Entscheidung auf dem Fuß. Doch völlig frei aus 10 Metern fingerte Keeper Grabowski das Leder noch irgendwie zur Ecke. Wahnsinn! Und auf der Gegenseite marschierte Roy Blankenburg plötzlich bis in den Strafraum durch, hält aus 9 Metern drauf - doch der Ball geht zum Glück für den FCL am rechten Außenpfosten vorbei (73.). Dramatisch wurde es dann in den Schlussminuten. Nach einem nicht geahndeten Foul an Ralf Schreiber sprang die ganze Lok-Bank auf - der "Lohn", auch der ausgewechselte René Heusel sah wegen Meckerns Gelb (84.). In der Nachspielzeit grätschte dann Robert Roscher im Strafraum die letzte Aue-Chance weg. Der Rest war eine große Party bei kühlen drei Grad im Erzgebirge ...

Fazit: Der 1. FC Lok gewann nicht unverdient nach knapp drei Monaten wieder auf fremdem Rasen. Besonders im ersten Durchgang besaßen die Lok-Kicker zahlreiche hochkarätige Chancen. In Durchgang zwei wurde die Führung dann clever verteidigt, nur die Konterchancen wurden etwas schlampig ausgespielt. Nun thront Lok als Aufsteiger erst einmal auf Platz eins. Am Freitag, den 28. November um 19 Uhr kommt dann der 1. FC Gera zum Flutlicht-Kick ins Plache-Stadion ...

(von Chris Paul)