12. Spieltag  Oberliga Nordost-Süd  Saison 2008/2009
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

1. FC Gera 03
1 2

Spieldaten
 
Datum
28. November 2008
Uhrzeit
19.15 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
3.506
Schiedsrichter
Dirk Simon (Schkopau)
Torschützen
0:1 Janke (42.), 0:2 Friedrich (75.), 1:2 Höhn (78.)
Gelb
Heusel, Hensgen - Neubert, Hauser, Friedrich
Gelb-Rot
Keine
Rot
Barich (Gera/ 84.)

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
1. FC Gera 03
1 Jan Evers
12 Jens Roß
17 Holger Krauß
3 Ronny Fuhrmann
19 Anton Köllner
4 Marcel Ast
6 Torsten Jülich
2 Christian Schmidt (ab 61. 18 Tobias Friedrich)
3 Marcel Hensgen
7 Enrico Neubert (ab 46. 22 Maik Strobel)
24 Robert Roscher
8 Marco Weißhaupt
4 René Ledwoch
9 Ronny Scholze
23 David Quidzinski (ab 70. 14 Norris Höhn)
11 Marc Janke
7 Alexander Kunert (ab 82. 11 Kevin Adam) 
16 Michael Franz
10 René Heusel (ab 57. 21 Rico Engler)
19 Sebastian Barich
22 Ralf Schreiber
21 Christian Hauser (ab 79. 14 Andy Raab)

Trainer
Rainer Lisiewicz
Nico Quade

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Ich bin natürlich enttäuscht, da wir uns heute Abend viel vorgenommen hatten. Wir wollten unseren Fans eigentlich ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk machen. Wir waren heute besser als gegen Markranstädt, trotzdem hat es leider nicht gereicht. Für mich gab es zwei Knackpunkte: Unsere vergebenen Chancen im ersten Durchgang und der verpasste Ausgleich durch Höhn. Am Ende haben wir es mit der Brechstange probiert und das hoch verdiente Unentschieden verpasst."
Nico Quade (Gera-Trainer) "Wir wussten, dass Lok mit enorm viel Kraft zu Hause agiert und uns richtig drauf eingestellt. Wir haben uns auf heute Abend richtig gefreut, die Zuschauer hier - so etwas zeichnet eigentlich richtiges Oberliga-Flair aus. Unser gut ausgespielten Konter haben heute gereicht, auch wenn wir die zweite Halbzeit zu defensiv waren. Am Ende haben wir den Sieg über die Zeit gerettet."

Wertung

2,5 Sterne (Lok kämpfte mit Herz, aber am Ende fehlte gegen die abgezockten Gäste auch etwas das Glück!)

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Spielbericht

Mit der guten Sache auf der Brust lief die Lok-Elf im mit 3.506 Zuschauern gefüllten Bruno-Plache-Stadion ein. Doch sportlich brachte die "Herz für Kinder"-Aktion der BILD-Zeitung keinen Erfolg. Am Ende hieß es 1:2 (0:1) gegen den 1. FC Gera, der nicht besser aber cleverer war.

Siebtes Heimspiel, siebter Sieg? Ohne Manuel Starke (5. Gelbe), Stephan Knoof (Zahn-OP) und auch Tommy Kind musste Rainer Lisiewicz gegen die auswärtsstarken Geraer starten. Dafür rückten Alexander Kunert und David Quidzinski in die Startformation. Ansonsten ist die derzeitige Personalnot auch daran zu erkennen. dass auf der Ersatzbank der  nur vier Spieler Platz nehmen durften. Darunter auch Sven Hellmund, Aufstiegsheld 2007 und inzwischen Stammkraft in der zweiten Mannschaft. Eingestimmt durch ein gemeinsames "Halt´ den FCL in Ehren" legte der 1. FC Lok gleich gut los und René Ledwoch köpfte den Ball auf den Gäste-Hüter Jens Roß. Auf dem Feld sorgte Ledwoch dann mit einem feinen Pass über vierzig Meter für Verzückung auf den Rängen. Ralf Schreiber setzte das Leder allerdings knapp links neben das Tor (14.). Zwölf Minuten später zog Marcel Hensgen aus 20 Metern ab, Vorangegangen war ein schöner Angriff über links, vorgetragen von Quidzinski und Heusel. Von Gera nicht viel zu sehen, doch plötzlich hat Marc Janke aus sechzehn Metern den Ball auf Kniehöhe und zieht geistesgegenwärtig ab. Jan Evers faustet das Leder aber raus (33.). Doch dann wieder die Platzherren über Schreiber, der Anton Köllner bedient. Die Direktabnahme der Abwehrlatte fingert Roß allerdings noch über die Latte. Danach die zweite Chance für die Thüringer. Heusel mit dem Fehlpass in die Spitze und dann ging es ganz schnell. Sebastian Barich bekommt den Ball am Mittelkreis und legt ihn fast blind auf Mac Janke. Der schließt eiskalt aus halblinker Position mit seinem sechsten Saisontreffer ab. Rückstand in der Festung Plache-Stadion: 0:1. Dies war in dieser Saison nur einmal das Fall, beim 6:3 gegen Rot-Weiß Erfurt II am 1. Spieltag. Eine sehr glückliche Führung zur Pause, allerdings zeigte dies die Cleverness der Geraer, mit der sie in dieser Saison schon zehn Punkte von fremden Plätzen entführten.

In der zweiten Halbzeit wurde es ruhiger, doch mit der Einwechslung von Rico Engler kam etwas Schwung in die Partie. Im Strafraumgewühl kommt der Joker an den Ball, doch sein Schuss war zu harmlos (65.). Doch auch eine gut getretene Ecke und ein direkter Freistoß der Nummer 21 fanden das Tor nicht. Jetzt erhöhte der 1. FC Lok den Druck, aber klare Chancen sprangen dabei nicht heraus. Also musste Engler wieder her und eine saubere Vorlage brachte den eingewechselten Norris Höhn ins Spiel. Aber sein einsamer Gang aufs Geraer Tor wurde nicht gekrönt, er legte den Ball um Zentimeter neben das Gehäuse. Das der 1. FC Gera zu Recht in der oberen Hälfte der Tabelle steht, zeigte Marc Janke in der 74. Minute. E ließ Holger Krauß und René Ledwoch stehen, spielte von der Grundlinie in den Strafraum und dort vollendete Tobias Friedrich zum 2:0 für die Gäste. Nur vier Minuten später dringt Torsten Jülich in den Geraer Strafraum ein, Krauß schießt und Norris Höhn fällt der Ball vor die Füße. Tor! Nur noch 1:2 und noch zwölf Minuten zu spielen. Allerdings sprang trotz einiger guter Aktionen nichts Zählbares mehr für den 1. FC Lok heraus. So spielten sich Hensgen, Engler und Ledwoch den Ball schön an der Strafraumgrenze zu. Doch Letzterer schoss dann weit über den Kasten.

Fazit: Unterm Strich unterlag nicht die schlechtere Mannschaft, sondern es gewann diejenige, die etwas cleverer und auch glücklicher agierte. Der 1. FC Gera nutzte seine wenigen Chancen im Stile einer Spitzenmannschaft. Kämpferisch war dem Lisiewicz-Team wieder absolut nichts vorzuwerfen. Nun geht es noch zweimal ran bis zum Jahresende. Zuerst nächsten Sonnabend in Eilenburg.

(von Arthur Schramm)