15. Spieltag Oberliga Nordost-Süd  Saison 2008/2009
1.FC Lokomotive Leipzig

FC Eilenburg

1. FC Lokomotive Leipzig
0 3

Spieldaten
 
Datum
06. Dezember 2008
Uhrzeit
13.00 Uhr
Spielstätte
Ilburg-Stadion (Eilenburg)
Zuschauer
1.012
Schiedsrichter
 
Marcel Unger (Nordhausen)
Torschützen
0:1 Engler (41.), 0:2 Froese (65.), 0:3 Reich (77.)
Gelb
Sinkevitch, Kilz, Nolde, Oechsner - Kunert, Heusel, Köllner
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
FC Eilenburg
1. FC Lokomotive Leipzig
28 Christian Kotzbau
1 Jan Evers
2 Artur Sinkevitch
17 Holger Krauß
3 Thomas Sawetzki
19 Anton Köllner
4 Armin Kilz
6 Torsten Jülich
5 Felix Preussner
24 Robert Roscher (ab 17. 13 Stephan Knoof)
8 Stefan Maruhn
 
22 Ralf Schreiber
9 Toni Pfeffing (ab 78. 12 Christopher Plätzsch)
4 René Ledwoch
10 Reimund Linkert (ab 83. 1 Tino Oechsner)
7 Alexander Kunert
16 Mirko Dietrich
16 Manuel Starke
17 Marcel Nolde (ab 63. 22 Benjamin Wagner)
21 Rico Engler (ab 73. 25 David Reich)
20 Martin Hromkovic
10 René Heusel (ab 63. 8 Georg Froese)

Trainer
Carsten Hänsel
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"So eindeutig wie das Ergebnis ist, war das Spiel nicht. Wenn Eilenburg in der ersten Halbzeit in Führung geht, wird es schwer für uns. Doch nach einer halben Stunde haben wir das Spiel in Griff bekommen und verdient gewonnen."
Carsten Hänsel (Eilenburg-Trainer) "Mein Einstand habe ich mir sicherlich anders vorgestellt. Wir hatten uns viel vorgenommen, bekommen dann aber ein so dummes Gegentor zum 0:1. Aber wenn man seine eignen Chancen nicht nutzt, kann man auch nicht gewinnen."

Wertung

2 Sterne (Dauerregen, ein mäßiger Oberliga-Kick - aber drei tolle Lok-Treffer!)

54 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Ein Auswärtsdreier zum Nikolaus: Der 1. FC Lokomotive Leipzig bleibt nach einem verdienten, aber etwas zu hohen 3:0 (1:0)-Erfolg beim FC Eilenburg an der Oberliga-Spitze dran. Vor 1.012 Zuschauern und Dauerregen im Ilburg-Stadion erlöste der flinke Rico Engler die Loksche nach einer schwachen Anfangsphase. In Durchgang zwei machten dann die Joker Georg Froese und David Reich alles klar für die Leipziger.

Lok-Coach Rainer Lisiewicz konnte heute wieder auf Spielmacher Manuel Starke zurückgreifen, dafür fehlte Defensivspezi Marcel Hensgen wegen seiner 5. Gelben. Stephan Knoof (Zahn-OP) nahm zunächst wieder auf der Bank Platz, dafür durften in der Offensive neben René Heusel und Ralf Schreiber auch Rico Engler ran. Bei den Gastgebern saß nach der Entlassung von Roman Müller heute "Co" Carsten Hänsel auf der Trainerbank. Los ging die Partie zunächst mit drei Abseitsstellungen von Heusel bis zur siebten Minuten. Die erste Chance im Spiel besaß dann Eilenburg. Kapitän Holger Krauß verschätzt sich leicht, aber Keeper Jan Evers klärt vor einem flinken Eilenburger (11.). Auf der Gegenseite dreht Krauß dann einen Freistoß von rechts Richtung kurzen Pfosten. Dort läuft Abwehrriese Anton Köllner ein, köpft aus 7 Metern aber knapp links vorbei (13.). Dann vielleicht der Knackpunkt des verregneten Nachmittags. Eilenburg-Stürmer und Ex-Lok-Kicker Toni Pfeffing enteilt Abwehroldie Torsten Jülich, doch aus 7 Metern pariert Evers. Den Abpraller bekommt wieder Pfeffing - haut aber völlig frei das Leder über das Lok-Gehäuse. Glück gehabt in Minute 25! Danach fand die Loksche auf dem tiefen Platz langsam ins Spiel, setzte die jungen Eilenburger nun etwas stärker unter Druck - ohne spielerisch zu glänzen. In der 36. Minute zieht Rico Engler aus 18 Metern einfach mal ab, Eilenburg-Keeper Kotzbau verschätzt sich und lässt die Kugel genau vor die Beine von Heusel springen. Der "Fußballgott" fackelte aus 10 Metern nicht lang - und trifft in den Kasten. Doch der Linienrichter entschied auf die sechste (!) Abseitsposition von Heusel. Strittig! Sekunden später legt Heusel für René Ledwoch auf, der aber aus 11 Metern verzieht. Dann die 41. Minute: Alexander Kunert mit einem genialen Pass in die Sturmspitze. Dort stiefelt Rico Engler los, schüttelt seinen Gegenspieler ab - und trifft ganz cool aus 11 Metern zur umjubelten 1:0-Führung. Nur 120 Sekunden nach der Lok-Führung ein dicker Patzer in der Eilenburger Abwehr. Heusel kommt frei ans Leder, doch aus 8 Metern kratzt FCE-Schlussmann Kotzbau die Kugel noch zur Ecke. Mit dem Halbzeitpfiff meldet sich der Gastgeber noch einmal zurück. Wieder ist es Toni Pfeffing, aber sein Kopfball aus 10 Metern ist sichere Beute von Jan Evers im blau-gelben Kasten.

Auch in der zweiten Halbzeit regnete es unaufhörlich weiter - dafür blieben die Gäste jetzt am Drücker. In der 49. Minute legt René Ledwoch für Heusel auf. Der bedient Anton Köllner, aber aus 11 Metern steht Kotzbau bereit. Sekunden später zieht Fußballgott René Heusel aus 10 Metern ab, doch vor der Torlinie rettete Felix Preussner (50.). Eilenburg sorgte nun kaum noch für Gefahr, die Loksche ließ wenig zu. Und dann kam die Einwechslung von Joker Georg Froese in der 63. Minute. Nur 100 Sekunden später spielt Manuel Starke einen starken Pass aus der eignen Hälfte in die Offensive. Froese sprintet los und schüttelt seinen Gegenspieler ab. Der Neuzugang aus Brandenburg bleibt frei vor Eilenburg-Keeper Kotzbau cool und versenkte aus 12 Metern eiskalt zum 2:0. Die Vorentscheidung in der 65. Minute! Riesen-Jubel bei den 800 mitgereisten Leipzigern. Aber die Leipziger ruhten sich nicht aus, nur vier Minuten später hatte Manuel Starke aus 12 Metern den dritten Lok-Treffer auf dem Fuß. Auf der Gegenseite zeigte dann Jan Evers seine Klasse, als er gegen den freien Felix Preussner (stand wohl im Abseits) den Winkel verkleinerte und parierte (75.). Und dann gibt´s da ja noch das goldene Händchen von Lok-Coach Rainer Lisiewicz. Der kurz zuvor eingewechselte David Reich nagelte in der 77. Minute eine Flanke von rechts am langen Pfosten aus 10 Metern direkt zum 3:0 in die Eilenburger Maschen. Die letzten Minuten spielte Lok locker runter und feierte einen verdienten Erfolg ...

Fazit: Ein verdienter Sieg, auch wenn dieser vielleicht um ein Tor zu hoch ausfiel. Die Loksche aus der Messestadt hatte aber mehr vom Spiel, ohne gänzlich zu überzeugen. Spielerisch Glanz war auf dem tiefen Boden im Ilburg-Stadion aber auch kaum möglich. Der Oberliga-Aufsteiger bleibt damit an der Tabellenspitze dran und bewahrte sich sogar die theoretische Chance auf die Herbstmeisterschaft. Dafür müsste allerdings Zwickau in Gera patzen und Lok in einer Woche beim Spitzenspiel in Meuselwitz triumphieren ...

(von Chris Paul)