17. Spieltag  Oberliga Nordost-Süd  Saison 2008/2009
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

FC Grün-Weiß Wolfen
2 1

Spieldaten
 
Datum
27. Februar 2009
Uhrzeit
19.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
2.984
Schiedsrichter
Martin Hofmann (Dachwig)
Torschützen
0:1 Rogoli (39.), 1:1 Kind (73.), 2:1 Jülich (81.)
Gelb
Kind, Kunert, Krauß - Trettner, Markow, Mieth, Brendel, Dragoun
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
FC Grün-Weiß Wolfen
1 Jan Evers
1 Robert Hahn
17 Holger Krauß
3 Daniel Trettner (ab 85. 6 Tim Hebsacker)
24 Robert Roscher
4 Ivan Markow
6 Torsten Jülich
6 Lars Georg
16 Manuel Starke
8 Andreas Mieth
22 Ralf Schreiber
9 Salvatore Rogoli
4 René Ledwoch (ab 46. 12 Tommy Kind)
10 Nico Scherz (ab 87. 11 Toni Sponer)
13 Stephan Knoof
16 Patrick Brendel
7 Alexander Kunert 
18 Petr Dragoun
8 Georg Froese (ab 46. 10 René Heusel)
19 Daniel Weimann
5 Robert Rüthrich (ab 57. 18 Steven Aßmann)
21 Vladimir Peska

Trainer
Rainer Lisiewicz
Rastislav Hodul

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Wir mussten heute bis zur letzten Sekunde zittern, haben aber schon zur Halbzeit noch ganz fest an den Sieg geglaubt. Wolfen hat sich heute auf keinen Fall wie ein Tabellenletzter präsentiert."
Rastislav Hodul (Wolfen-Trainer) "Natürlich haben wir uns heute mehr erhofft - besonders nach der Führung. Man hat heute keinen Unterschied zwischen beiden Mannschaft gesehen. Leider wurden wir am Ende mal wieder nicht belohnt."

Wertung

2,5Sterne (Lok kommt bei Dauerregen über den Kampf zu drei Punkten gegen Wolfen!)

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Spielbericht

Der Ball rollt wieder in Probstheida. Knapp 3000 Lok-Fans zog es trotz Nieselregens zum Flutlichtspiel gegen den Tabellenletzten aus Wolfen ins Bruno.

Schon nach zehn Minuten ging das erste Raunen durchs Stadion, als Manuel Starke einen Freistoß von Stephan Knoof ans Aluminium köpfte. Kurz darauf verfehlte Ralf Schreiber mit einem Kopfball nur um Zentimeter das Wolfener Gehäuse. Nach dem schwungvollem Beginn der Lokschen verflachte das Spiel zunächst. Bis zur 31. Minute passierte nicht viel, ehe die Wolfener Abwehr nach Torwartfehler von Robert Hahn einen Kopfball von Starke von der Linie kratzen musste. Drei Minuten später dann die erste gefährliche Aktion von Grün-Weiß, als der Ball über Umwege Salvatore Rogoli vor die Füße fällt, Jan Evers aber blitzschnell aus dem Gehäuse kommt und klären kann. In der 39. Minute dann die kalte Dusche für Lok: Die bis dahin harmlosen Wolfener kontern nach Fehler von Holger Krauß über Vladimir Peska, der den freistehenden Salvatore Rogoli an der Strafraumgrenze bedient. Der Neuzugang vom FC Sachsen hat keine Mühe, Jan Evers zu umkurven und zur Gästeführung einzuschieben. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt.

Zur zweiten Halbzeit brachte Rainer Lisiewicz mit Tommy Kind und René Heusel zwei frische Offensivkräfte. Heusel war es auch, der in der 52. Minute mit einer Doppelchance innerhalb weniger Sekunden auf sich aufmerksam machte, aber beide Male das Gehäuse um Zentimeter verfehlte. Die Probstheidaer drängten, Wolfen hielt mit rustikalem Spiel dagegen. Nach einer Stunde urplötzlich die Chance für Wolfen zum zweiten Treffer: Patrick Brendel zieht nach Freistoßflanke im Fünf-Meter-Raum ab, doch der gute Jan Evers ist auf dem Posten und entschärft auch den Nachschuss. Es dauert eine knappe Viertelstunde, bis der FCL den Druck wieder erhöht. In der 73. Minute vernascht der quirlige Schreiber seinen Gegenspieler an der linken Eckfahne, flankt den Ball halbhoch in den Strafraum, wo Tommy Kind nur noch den Fuß hinhalten muss und zum hochverdienten Ausgleich trifft. Die Loksche bleibt am Drücker: Stephan Knoof setzt in der 81. Minute zum langen Einwurf an, die Kopfballverlängerung im Strafraum findet ihren Weg zu Torsten Jülich, der den Ball zum 2:1 ins linke Eck schiebt. Das Plache-Stadion tobt.

Wolfen ist jetzt gefordert, dem 1. FC Lok bieten sich Kontermöglichkeiten. Zunächst hat Grün-Weiß Pech, als der Ball kurz vor Schluss aus dem Gewühl nur den Weg an den Pfosten findet, im Gegenzug verpassen Aßmann und Schreiber bei Kontern die Möglichkeit zur Entscheidung. In der Nachspielzeit erreicht die Dramatik ihren Höhepunkt. Noch einmal Freistoß für Wolfen, den der bärenstarke Evers zunächst hält. Der Ball bleibt jedoch im Strafraum, fällt einem Wolfener vor die Füße, doch die Lok-Abwehr bekommt noch ein Bein dazwischen und klärt. Danach Schlusspfiff, Jubel. Der 1. FC Lok holt sich mit klarer Leistungssteigerung, etwas Glück und großem Fight den ersten Dreier im neuen Jahr. 

(von Gregor P.)