19. Spieltag  Oberliga Nordost-Süd  Saison 2008/2009
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

VfB Auerbach 1906
1 1

Spieldaten
 
Datum
14. März 2009
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
3.310
Schiedsrichter
Marko Wartmann (Großvargula)
Torschützen
1:0 Starke (25.), 1:1 Pfoh (86.)
Gelb
Kind, Starke - Wemme
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
VfB Auerbach 1906
1 Jan Evers
12 Rene Berger
17 Holger Krauß
2 Peter Otte
19 Anton Köllner
3 Steve Gorschinek
6 Torsten Jülich
7 Marcel Dressel
3 Marcel Hensgen (ab 68. 7 Alexander Kunert)
14 Daniel Schuster
22 Ralf Schreiber (ab 66. 21 Rico Engler)
17 Marco Weigl (ab 74. 9 Jens Weigl)
4 René Ledwoch
19 Marcel Schuch
13 Stephan Knoof
21 Tobias Düring (ab 59. 10 Borislav Tomoski)
16 Manuel Starke 
22 Carsten Pfoh
10 René Heusel (ab 76. 18 Steven Aßmann)
24 Manuel Stiefel
12 Tommy Kind
25 Mirco Wemme (ab 74. 8 Janek Köcher)

Trainer
Rainer Lisiewicz
Steffen Dünger

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"In der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft sehr gut gespielt, in der zweiten Hälfte gab es dann wieder einen unerklärlichen Einbruch. Mit dem Punkt gegen eine Spitzenmannschaft wie Auerbach muss man nach dem Spielverlauf aber leben können."
Steffen Dünger (VfB-Trainer) "Am Anfang hatten wir der fairen Härte von Lok wenig entgegen zu setzen. Gegen Ende der zweiten Hälfte haben wir dann besser ins Spiel gefunden und am Ende war der Punkt hoch verdient, auch wenn der Ausgleich sehr spät fiel.“

Wertung

2Sterne (Erste Halbzeit hui, zweite Hälfte pfui - insgesamt ein gerechtes Remis!)

45 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Der Tabellenzweite 1. FC Lok empfing den Vierten aus Auerbach, dazu angenehme Temperaturen und 3.310 erwartungsfrohe Zuschauer inklusive 38 handgezählter Anhänger aus Auerbach – beste Bedingungen beim Spitzenspiel der NOFV Oberliga Süd. Während Lok-Trainer Rainer Lisiewicz auf dieselbe Startelf wie am letzten Samstag in Pößneck vertraute, konnte Gäste-Coach Steffen Dünger auf keinerlei Erfahrung aus den letzten Wochen bauen: Weil bisher alle Auerbacher Spiele wetterbedingt ausgefallen waren, feierten die Vogtländer ihre Punktspielpremiere im Jahr 2009.

Erste Hälfte hui

Zu Beginn der ersten Halbzeit spielten beide Teams zunächst etwas zurückhaltend. Glücklicherweise wachte der 1. FC Lok dann als erste Mannschaft auf und übernahm das Heft des Handelns. Mehr als zwei eher ungefährliche Torschüsse durch den engagierten Tommy Kind sprangen in den ersten zwanzig Minuten jedoch nicht heraus. Auerbach in dieser Phase sehr defensiv und auf schnelle Konter aus, doch nur in einer Situation wirklich gefährlich, als die Lok-Abwehr erst nach dem vierten VfB-Schussversuch klären konnte. In der 25. Minute dann die Schlüsselaktion der ersten Halbzeit: Tommy Kind konnte sich schön auf links Außen durchsetzen, flankte nach innen und am Sechzehner zog Manuel Starke volley ab und nagelte die Pille zu einem Traumtor ins Auerbacher Gehäuse. Danach war der 1. FC Lok sprichwörtlich am Drücker, hatte im wahrsten Sinne des Wortes Chancen im Minutentakt. Aber Heusel (28.), Kind (30.) und den beiden Lok-Stürmern im Zusammenspiel (29.) gelingt kein weiterer Treffer. Dafür kam nach einer halben Stunde plötzlich Auerbach besser ins Spiel und hatte durch einen Schuss von Wemme, den Evers gut parierte, auch die letzte Chance vor der Halbzeitpause (39.).

Zweite Hälfte pfui

In der zweiten Hälfte dann plötzlich das ganze Gegenteil vom bisherigen Spiel: Nun war Auerbach optisch klar überlegen, Lok versuchte mehr schlecht als recht zu Kontern. Zählbares sprang dabei zwar weder auf der einen, noch auf der anderen Seite heraus, aber die Dominanz der Gäste nahm mit jeder Minute zu und dem 1. FC Lok gelangen immer weniger Entlastungsangriffe. In der 86. Minute passierte dann das, was der Fußballgott in solchen Situationen immer geschehen lässt: Auerbach mit einem Freistoß aus 20 Metern, der Schuss von Tomoski konnte zwar vom eingewechselten „Bommel“ Kunert noch abgeblockt werden, aber irgendwie kam der Ball zurück in den Strafraum, wo Auerbachs Sturmtank Carsten Pfoh aus dem Gewühl aus sieben Metern einnetzte. Evers, der beim Gegentor chancenlos war, stand auch danach noch mehr unter Beschuss als ihm lieb war – Auerbach warf jetzt alles nach vorne, setzte alles auf die Karte Sieg, aber der 1. FC Lok zitterte sich über die Zeit zu einem Punkt.

Zwei Punkte verschenkt

Fazit: Gegen eine Auerbacher Mannschaft, die – besonders in der ersten Halbzeit – nicht ihren allerbesten Tag hatte, hat der 1. FC Lok durch eine in der zweiten Hälfte über weite Strecken schwache Leistung zwei wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenführung liegen lassen. Hoffentlich knüpft die Lisiewicz-Truppe in der nächsten Woche gegen Bautzen an die Leistung der ersten dreißig Minuten an und revanchiert sich bei den Oberlausitzern für die Niederlagen in der Hinrunde und im Landespokal.

(von Julia Kuhn)