24. Spieltag  Oberliga Nordost-Süd  Saison 2008/2009
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

SC Borea Dresden
2 0

Spieldaten
 
Datum
25. April 2009
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
2.675
Schiedsrichter
Jens Cyrklaff (Neuhausen)
Torschützen
1:0 Froese (21.), 2:0 Froese (57.)
Gelb
- Kaiser, Streiber, Svitak, Talke
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
SC Borea Dresden
1 Jan Evers
23 Ron Wochnik
17 Holger Krauß
4 Christoph Klippel
19 Anton Köllner
6 Ronald Wolf
6 Torsten Jülich
8 Jiri Krohmer (ab 63. 9 Martin Streiber)
3 Marcel Hensgen
10 Martin Svitak
13 Stephan Knoof
11 Robert Koch
15 Sven Hellmund (ab 82. 25 David Reich)
13 Frank Kaiser
18 Steven Aßmann (ab 72. 11 Kevin Adam)
14 John Boros (ab 63. 7 Tobias Naumann)
16 Manuel Starke 
16 Mustafa Oers (ab 46. 3 Georg Balatka)
22 Ralf Schreiber (ab 58. 12 Tommy Kind)
21 Erik Talke
8 Georg Froese
22 Philipp Heineccius

Trainer
Rainer Lisiewicz
Thomas Baron

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Ich bin zufrieden mit dem Sieg. Schließlich war das unser dritter Sieg in sieben Tagen. Ich habe mich heute besondere für Georg Froese gefreut, dass seine Schlitzohrigkeit belohnt wurde. Hätten wir unsere Konter etwas besser ausgespielt, wäre auch noch das ein oder andere Tor möglich gewesen. Dafür hat Jan Evers wieder einige gute Paraden gezeigt."
Thomas Baron (Borea-Trainer) "Glückwunsch an den 1. FC Lok, sie waren heute einfach die zwei Tore besser. Wir hatten uns natürlich mehr vorgenommen, aber wenn man seine Chancen nicht nutzt, darf man sich nicht über eine Niederlage wundern. Individuelle Fehler bei den jungen Spielern gehören aber dazu. Ich wünsche Lok noch viel Erfolg."

Wertung

2 Sterne (Kein schöner Sieg, aber ein wichtiger - und dazu verdient. Froese machte heute den Unterschied!)

6 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Zwei Leistungsträger wieder mit dabei

Positivere Voraussetzungen für den 1. FC Lok im Duell mit dem Tabellen-Dreizehnten Borea Dresden als zuletzt beim Gastspiel in Erfurt: Bestes Fußballwetter in Leipzig-Probstheida – der Volksmund spricht in diesem Zusammenhang von sogenanntem Lok-Wetter – dazu beim FCL die davor gelb-gesperrten Eckpfeiler Manuel Starke und Torsten Jülich wieder mit von der Partie – diesmal allerdings mit vertauschten Rollen, denn Ersterer sollte als Innenverteidiger die Kreise von Borea-Torjäger Robert Koch einengen, dafür durfte „Jule“ als Staubsauger vor der Abwehr abräumen. Immer noch fehlten jedoch René Heusel, der seine Rotsperre jetzt abgebrummt hat und in Halberstadt wieder mitwirken darf, sowie Alexander Kunert und Rico Engler (beide Zerrung).

Zwei vorsichtige Teams – Lok mit dem Tor

Ähnlich wie in Erfurt spielte die Elf von Rainer Lisiewicz erst einmal mit Bedacht auf eine sichere Defensive. Weil auch der Gast aus der Landeshauptstadt eher auf Abwarten aus war, passierte in der Anfangsphase zunächst nicht viel – oder besser gesagt gar nichts. Die erste gute Möglichkeit dann in der 21. Minute: Stephan Knoof mit einem schönen Eckball, Anton Köllner und Marcel Hensgen verpassten knapp mit Kopf und Fuß, aber am langen Pfosten lauerte Starke, der jedoch nur das Außennetz traf. Lok zog nun etwas das Tempo an und hatte wenige Momente später die nächste Chance: Ein langer Pass aus der eigenen Hälfte erreichte den im Strafraum postierten Georg Froese, der über Boreas U-17-Nationalkeeper Ron Wochnik köpfte – 1:0 für Leipzig. Danach nahm Lok wieder etwas den Fuß vom Gaspedal, weswegen es in der ersten Halbzeit nur noch zwei gute Möglichkeit durch den mit viel Spielfreude agierenden Steven Aßmann zu verzeichnen gab (31./44.). In der Defensive standen die Blau-Gelben jedoch weiterhin sehr sicher, weswegen Borea nur einmal gefährlich vors Lok-Tor kam, als Jülich eine Flanke unterlief und sein Gegenspieler Ronald Wolf die Gelegenheit zu einem Alleingang samt strammen Schuss nutzte, den Jan Evers jedoch glänzend parieren konnte (33.).

Borea bemüht – Lok mit Kontertaktik 

In der zweiten Hälfte waren die abstiegsgefährdeten Gäste zunächst die optisch überlegene Mannschaft, mehr als ein guter Schuss von Wolf (51.) sprang dabei jedoch nicht heraus. Wie das mit dem Tore schießen geht, zeigte dagegen einmal mehr der nun gänzlich aufs Kontern ausgerichtete 1. FC Lok: In der 57. Minute trat Knoof einen Freistoß von der rechten Seite in den Strafraum und Froese war abermals vor Borea-Keeper Wochnik zur Stelle und köpfte zum 2:0 ein. Danach passierte nicht mehr viel: Borea versuchte, die Leipziger Defensive zu knacken, erspielte sich dabei jedoch nur wenige gute Möglichkeiten (73./74.), Lok auf Konter aus, aber dabei zumeist zu überhastet oder zu ungenau (70. Kind/81. Starke/89. Adam gegen den Außenpfosten). Sehr unschöne Szene noch gegen Ende der Partie: Der eingewechselte Borea-Stürmer Martin Streiber rammte Marcel Hensgen an der Seitenauslinie in Hulk-Hogan-Manier den Ellenbogen in den Oberkörper (80.) – aber obwohl der Linienrichter direkt daneben stand, zückte Schiri Jens Cyrklaff nur den gelben Karton – Rot wäre in diesem Fall wohl mehr als verdient gewesen.

Nicht unbedingt schön – aber sehr effektiv

Fazit: Der 1. FC Lok konnte auch gegen Borea Dresden keine spielerischen Glanzlichter setzen. Dafür überzeugten die Blau-Gelben wieder einmal mit starker Defensive und guter Chancenverwertung. Diese Qualitäten reichten abermals für einen Arbeitssieg und die damit einhergehenden drei Punkte – ob das genügt, um die beiden kommenden Gegner Halberstadt und Meuselwitz um Punkte zu erleichtern, muss sich jedoch erst zeigen.

(von Carsten Muschalle)