1. Runde Landespokal Sachsen Saison 2009/2010
1.FC Lokomotive Leipzig

FSV Budissa Bautzen II

1. FC Lokomotive Leipzig
0 2

Spieldaten
 
Datum
02. August 2009
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Stadion Müllerwiese (Bautzen)
Zuschauer
500
Schiedsrichter
 
Karsten Lößnitz (Zwickau)
Torschützen
0:1 Heusel (90.+1), 0:2 Gugna (90.+2)
Gelb
Zschuppe - Evers, Jülich, Heusel, Schreiber
Gelb-Rot
Werner (85./Lok)
Rot
Keine

Aufstellung
FSV Budissa Bautzen II
1. FC Lokomotive Leipzig
12 Christoph Zwahr
1 Jan Evers
2 Eric Kapocsi
8 Jens Werner
3 Denny Krahl
3 Markus Krug
4 Manuel Schidun (ab 46. 7 Sebastian Grasse)
19 Markus Saalbach
5 Sebastian Kirschner
25 Marcus Brodkorb
8 Marco Wotocek
 
6 Torsten Jülich
9 Robert Himmel (ab 58. 6 Patrick Huml)
16 Manuel Starke
10 Alexander Schidun
22 Ralf Schreiber (ab 74. 2 Robert Sommer)
15 Andre Zschuppe
4 Reimund Linkert
16 Martin Krause
10 René Heusel (ab 90. 13 Stephan Knoof)
17 Rayk Schulze
18 Steven Aßmann (ab 61. 9 Erol Gugna)

Trainer
Dirk Rettig
Jörg Seydler

   Interviews
Jörg Seydler (Lok-Trainer)
"Insgesamt ist das Weiterkommen schon verdient, wenn auch etwas glücklich - bei den späten Treffern. Man hat heute wieder gesehen, dass uns einfach ein Knipser fehlt."

Wertung

1,5 Sterne (Immerhin - für Spannung war gesorgt. Heusel und Gugna bewahren Lok bei 35 Grad vor einer bitteren Pokal-Überraschung!)

35 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Hauptsache eine Runde weiter - das unisono Fazit aller Lok-Verantwortlichen nach der 1. Runde im Landespokal Sachsen. Zugleich das erste Pflichtspiel der neuen Saison 2009/10 für den Oberligisten! Beim Achtligisten FSV Budissa Bautzen II erwarteten die meisten wohl einen "leichten Aufgalopp". Doch vor offiziell 500 Fans erlösten Heusel und Gugna die rund 150 mitgereisten Leipziger bei 35 Grad erst in der Nachspielzeit. 2:0 (0:0) endete das Zitterduell auf dem Sportplatz "Müllerwiese". Immerhin: Der erste Sieg gegen Bautzen in einem Pflichtspiel gelang damit!

Lok-Coach Jörg Seydler ließ fünf Neuzugänge (Brodkorb, Werner, Linkert, Saalbach und Krug) von Anfang an ran. Im Sturm durften - auch mangels Alternativen - Heusel und Aßmann wirbeln. Während Stöbe, Engler und Köllner verletzt zusehen mussten. Bautzen II verstärkte sich mit dem starken Keeper Zwahr und Martin Krause aus der I. Mannschaft und kam auf einen Altersdurchschnitt von 20,7 Jahren. Und Bautzen II gleich mit zwei dicken Chancen. Zunächst setzte Andre Zschuppe eine Krause-Flanke von rechts per Kopf aus 10 m ans rechte Dreiangel (2.). Sekunden später köpfte Eric Kapocsi nach der ersten FSV-Ecke aus 12 Metern knapp rechts vorbei. Durchatmen! Auf der Gegenseite bereite Linkert die erste Mini-Chance für die Gäste vor, doch der sonst enttäuschende Ralf Schreiber schoss aus 9 Metern am langen Pfosten drüber. Lok tat sich insgesamt schwer, besonders in der Offensive fehlte die Durchschlagskraft. Etwas Pech dann als Heusel im Strafraum von Alexander Schidun am Trikot gezupft wurde (21.). Kurz darauf wieder Glück, als Schiri Lößnitz aus Zwickau eine Tätlichkeit von Jülich an Denny Krahl ungeahndet ließ. Nach knapp einer halben Stunde Fehlpass von Neuzugang Markus Krug im Mittelfeld. Doch Alexander Schiduns Schuss aus 18 Metern zischte rechts vorbei (31.). Auf der Gegenseite nach 39 (!) Minuten (gegen einen Achtligisten!!) die erste dicke Torchance für die Messestädter. Ein Linkert-Freistoß aus 21 Metern fischte FSV-Keeper Zwahr aus dem rechten Dreiangel. Pause ...

Auch in Durchgang zwei wurde das Spiel zunächst nicht besser, es fehlte der letzte Biss und die Laufbereitschaft bei gefühlten 50 Grad und schwarzen Lok-Trikots. Ein schönes Solo des sonst unauffälligen Manuel Starke konnte René Heusel aus 10 Metern nicht verwerten (53.). Zwei Minuten später klärte FSV-Kicker Krause auf der Linie gegen einen Kopfball von Marcus Brodkorb nach Linkert-Ecke. Dann plötzlich ein indirekter Freistoß im Strafraum des FSV wegen angeblichen Rückspiel. Doch Linkerts strammen Schuss parierte Zwahr aus 9 Metern (60.). Sieben Minuten später war wieder der FSV-Schlussmann bei einem Starke-Kopfball aus 8 Metern zur Stelle. E roch immer mehr nach Verlängerung, da Lok einfach ein Knipser fehlt. So köpfte zum Beispiel Heusel in Minute 76 aus 4 Metern über, statt in den FSV-Kasten. Als dann noch Jens Werner wegen Foulspiels an Einwechsler Sebastian Grasse und anschließendem Meckerns Gelb-Rot sah, war schlimmes zu befürchten. Doch die Moral stimmte immerhin bis in die Nachspielzeit. Nach Foul an Linkert auf der linken Außenbahn bringt eben dieser das Leder in den Strafraum. Dort verlängert Manndecker Krug per Kopf und am langen Pfosten steht Heusel goldrichtig und köpft aus 3 Metern zum umjubelten 1:0 ein. Was für eine Erlösung gegen Liga acht! Das 2:0 mit dem Schlusspfiff durch Neuzugang Erol Gugna ging da fast unter. Bautzen warf alles nach vorn, doch Linkert fing die Kugel an der Mittellinie ab - bediente Gugna, der nur noch ins leere Tor aus 11 Metern einschieben musste.

Fazit: Hauptsache eine Runde weiter, aber so wird's beim "scharfen Oberligastart" am Freitag bei Aue II ganz schwer. So eine Leistung werden die jungen, abgezockten Nachwuchs-Profis aus dem Erzgebirge sicherlich gnadenlos bestrafen. Was erneut auffiel: Lok fehlt einfach ein Knipser im Angriff. Der Lok-Truppe steht jetzt wieder eine harte Trainingswoche bevor. Hoffentlich mit dem Ergebnis einer klaren Steigerung am Freitag Abend ...

 (von Chris Paul)