19. Spieltag

2. Bundesliga

 Saison 1997/98

Spieldaten VfB Leipzig

VfB Leipzig

0

FC Energie Cottbus

FC Energie Cottbus

0

Datum 20. Februar 1998
Spielstätte Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer 7.400
Schiedsrichter Margenberg (Wermelskirchen)
Torfolge Fehlanzeige!
Gelb Wohlfarth - Wenschlag, Jovic
Gelb-Rot -
Rot -
Aufstellung Leipzig Boris Jovanovic
Gunnar Sauer (ab 83. Detlef Schößler)
Thomas Möller
Ulf Mehlhorn
Markus Wulftange (ab 74. Ronny Kujat)
Steffen Heidrich
Matthias Mauksch
Ronald Werner
Nico Däbritz
Henri Fuchs
Roland Wohlfarth (ab 80. Reimund Mimuß)
Trainer: Damian Halata
Aufstellung Cottbus Kay Wehner
Kay Wenschlag
Ringo Herrig
Moudachirou Amadou
Witold Wawrzyczek
Willy Kronhardt
Detlef Irrgang
Toralf Konetzke
Piotr Rowicki (ab 29. Gerald Klews)
Dirk Lehmann
Miroslav Jovic (ab 74. Frank Seifert)
Trainer: Eduard Geyer
Spielbericht Der VfB mit der Anfangsformation vom 3:2 in Stuttgart, Cottbus dagegen ohne Libero Hoßmang (Gelb-Rot) und Zöphel (fünfte Gelbe Karte). Leipzig begann stürmisch, setzte die Lausitzer von der ersten Minute an stark unter Druck. So ergaben sich gute Chancen fast im Fünf-Minuten-Takt.

Nach einer halben Stunde nahm der große Druck ab - die defensiv eingestellten Cottbuser waren ihrerseits nun um konstruktive Angriffe bemüht. Auf schwerem Boden verflachte die Partie allerdings im zweiten Durchgang, Leipzig agierte nicht mehr so geradlinig.

Cottbus war jetzt mehr und mehr auf Konter bedacht, aber die großen Chancen hatten die Sachsen. Der souveräne Cottbuser Keeper Wehner parierte dagegen einen Schuß von Fuchs aus kurzer Distanz.

Spielbericht aus dem Kicker

Nachdem der VfB Leipzig am vergangenen Sonntag in Stuttgart den Platz als Sieger verließ, überschlug sich die Presse mal wieder in der Messestadt. Selbst das Präsidium der Probstheidaer hat schon wieder seine Punkterechnung gemacht: Sieg gegen Cottbus, Punkt in Nürnberg und dann zwei Siege aus dem folgenden Heimspieldoppelpack - so rechnet man in Leipzig.
Das Spiel begann auch am Freitagabend recht schwungvoll. Spielmacher Steffen Heidrich, angeblich angeschlagen, zeigte gleich wozu er fähig ist, als er nach gerade fünf gespielten Minuten frei zum Kopfball kommt. Amadou kann das Leder jedoch noch von der Linie kratzen. Die Energie-Kicker kommen zunächst nicht zur Entfaltung und die Abwehr um Ersatz-Libero Kay Wenschlag schwimmt - 3 x Heidrich, später noch Wohlfahrt und Sauer können ihre Chancen allerdings nicht nutzen.
Alles in allem eine sehr kampfbetonte Partie in der Schiedsrichter Margenberg sowohl die heimischen als auch die 1.000 Gästefans zur Verzweiflung brachte. Erst nimmt Kay Wehner einen Paß der Leipziger auf und der Referee entscheidet auf indirekten Freistoß, dann wird Piotr Rowicki nach 30 Minuten von Heidrich brutal umgesenst - eigentlich schon "dunkelgelb" doch der Mann aus Wermelskirchen hält es nicht mal für nötig zu pfeifen. Rowicki muß mit Verdacht auf Bänderdehnung und Knöchelbruch raus - Klews kommt rein. Hierzu muß aber auch gesagt werden, daß der Mann mit Pfeife den VfB Leipzig ebenfalls recht oft mit eigenartigen Entscheidungen benachteiligte.
Im zweiten Durchgang ging es ähnlich hart zur Sache, wobei die Cottbuser wesentlich kompakter in der Abwehr standen und einige Kontermöglichkeiten bekamen. Die beste Chance für die Lausitzer hatte am Freitag Toralf Konetzke der einen Kopfball nur Millimeter neben das VfB-Tor setzte nach einer guten Stunde. Vorausgegangen war eine unerwartete Bogenlampe von Irrgang und ein krasser Torwartfehler von Jovanovic. Danach ging der VfB in seine Schlußoffensive - dachte man. Kay Wehner mußte zweimal höllisch aufpassen danach verpufften die Angriffe aber gleich wieder. Die folgenden Flanken landeten entweder hinter dem Tor oder bei Wehner bzw. Amadou. Eigentlich eine recht schwache Heimvorstellung der Leipziger, die es allerdings wohl nicht so sahen. Aber wenn man ein Heimspiel gewinnen will muß man Druck nach vorn machen - drei oder vier mehr oder weniger gefährliche Möglichkeiten reichen manchmal, aber nicht immer. Ungefähr 20 Minuten vor dem Ende schienen auch die Messestädter mit einem Pünktchen zufrieden und ließen das Spiel bis zum Abpfiff vor sich hin plätschern.
Übrigens: Die mieseste Aktion auf dem Feld leistete sich trotz Heidrichs brutalem Einsteigen ohne Zweifel "Oldie" Wohlfahrth, der Gegenspieler Ringo Herrig ohne Ball frustriert umtrat - der Gelbe Karton war da mehr als gütig. Roland Wohlfarth sah am Freitag keinen Stich gegen Energie-"Youngster" Ringo Herrig - man wird halt älter. Nach dem Spiel lobte Energie-Coach Geyer noch seinen Libero Kay Wenschlag, der fast ein Jahr ausschließlich bei den Energie-Amateuren eingesetzt wurde. "Es war für ihn recht schwierig, aber wenn man als Libero 0:0 spielt, hat man nichts falsch gemacht."
Fazit: Der FCE hat sein Ziel in Leipzig erreicht - mindestens einen Punkt. Mehr war mit der umgestellten Elf nicht möglich. Nach der verletzungsbedingten Herausnahme von Rowicki schon gar nicht.
Interessant benahmen sich die Leipziger "Fans" als sie während des Warmmachens die Energie-Spieler und während des Spiels Kay Wehner pausenlos mit Leuchtraketen beschossen. So muß man sich in Leipzig eben nahe des Mittelkreises warmlaufen. Als dann die ersten Raketen in Richtung Gästefanblock flogen nutzten natürlich einige Randalierer diese "Provokation" für ihre Zwecke. Zu deutsch: Einige stürmten in Richtung Leipziger Zuschauerbereich.

Spielbericht von der FC Energie Page

Zurück zu: Startseite     Saison-Übersicht     Fußball-Übersicht


Design / Inhalt: Lutz Heinrich und Ronny John im Auftrag des VfB Leipzig! © 1999 by lh-creativ