2. Spieltag

2. Bundesliga

 Saison 1997/98

Spieldaten FC Energie Cottbus

FC Energie Cottbus

1

VfB Leipzig

VfB Leipzig

1

Datum 03. August 1997
Spielstätte Stadion der Freundschaft (Cottbus)
Zuschauer 10.800
Schiedsrichter Steinborn (Sinzig)
Torfolge 1:0 Lazic (29.), 1:1 Heidrich (39.)
Gelb Hoßmang, Amadou, Lazic - Däbritz, Mehlhorn
Gelb-Rot -
Rot -
Aufstellung Cottbus Kay Wehner
Thomas Hoßmang
Moudachirou Amadou
Mike Jesse
Gerald Klews
Detlef Irrgang
Jens-Uwe Zöphel
Igor Lazic
Witold Wawrzyczek
Toralf Konetzke
Antun Labak
Trainer: Eduard Geyer
Aufstellung Leipzig Antonio Ananiew
Torsten Jülich
Frank Edmond
Mario Kern (ab 85. Matthias Dehoust)
Tomas Ziukas
Nico Däbritz
Steffen Heidrich
Ivica Bancic (ab 72. Alexander Opoku)
Ulf Mehlhorn
Ronny Kujat (ab 40. Franklin Bitencourt)
Henri Fuchs
Trainer: Siegfried Held
Fotos zu dem Spiel in der Galerie

Spielbericht

Beide Teams starteten mit je einer Veränderung zur Vorwoche. Jesse ersetzte bei Cottbus den gelb-rot-gesperrten Lenz, bei Leipzig kam der wiedergenesene Neuzugang Ziukas für Werner zu seinem ersten Punktspieleinsatz.

Der Aufsteiger startete furios, drängte die Sachsen zurück und erspielte sich viele Chancen. Einzig zählbarer Erfolg blieb zunächst aus, VfB-Keeper Ananiev und eigenes Unvermögen verhinderten eine frühe Führung. So dauerte es eine halbe Stunde, ehe Lazic per Kopf den Bann brach.

Leipzig hatte bis zum Ausgleichstor von Heidrich gegen die Cottbuser Energie kein Mittel gefunden, war klar unterlegen. Erst zum Schluß der ersten Hälfte kamen die Sachsen auf. Es entwickelte sich eine rasante, streckenweise gutklassige Partie, die keinen Sieger verdient hatte, obwohl der Akku bei Energie nach siebzig Minuten leer war und Leipzig zum Schluß Vorteile verbuchte.

Spielbericht aus dem Kicker

Knapp 5.000 Zuschauer sollten schätzungweise kommen, wenn der FC Energie seine Heimpremiere in der 2. Liga feiert. Mit dieser Zahl lag die Vereinsführung des FC Energie mehr als falsch: Fast 11.000 Fußballbegeisterte, darunter ca. 1.500 Leipziger, füllten die Traversen im Stadion der Freundschaft. Der vom Papier her favorisierte VfB aus der Messestadt Leipzig wurde, das kann man vorweg nehmen, seiner Favoritenrolle nie gerecht. Nur ein Team machte das Spiel - der Aufsteiger aus Cottbus. Mit einem Blitzstart legte der Gastgeber los und schnürte die Leipziger in der eigenen Hälfte ein. Eigentlich hätte es nach einer viertel Stunde schon 2:0 stehen können, doch da war immer was im Wege - der Leipziger Keeper Antonio Ananiev. Drei Jahre stand der Bulgare im Kasten der Cottbuser und zeigte seine Qualitäten öfter als es einem lieb war. Konetzke, Labak und Irrgang scheiterten gleich mehrmals mit "tausendprozentigen" am Schlußmann der Leipziger. Nach 30 Minuten sollte der Spuk jedoch ein Ende haben. Hoßmang´s Freistoß segelt fast über Sechszehner, Irrgang bringt das Leder per Kopf zurück und Igor Lazic wuchtet den Ball ins Dreiangel - 1:0 nach Lazic´s Kopfball und auch hier wäre Ananiev beinahe wieder dran gewesen. Der VfB Leipzig, der für einen Favoriten grottenschlecht und zu defensiv spielte, mußte nun ein bißchen öffnen und kam gelegentlich vors Tor von Kay Wehner. Der VfB-Torjäger der vergangenen Saison, Steffen Heidrich zieht aus 20 Metern einfach ab. Energie-Keeper Wehner kann den Ball nicht festhalten und lenkt ihn zum 1:1 ins Tor (40.). Der erste Schuß auf Wehner´s Tor bringt den Ausgleich. Zudem war der Treffer fast eine Kopie des 1:1 von Hannover 96 in der Relegation.
Mit 1:1 ging es dann auch in die Pause, wo die Fans ein bißchen auf dem Trockenen standen - aufgrund der Sicherheitsauflagen eines sogenannten "Problemspiels" durfte kein Bier im Stadion verkauft werden.
Zum Wiederanpfiff wollte auch VfB-Coach Sigfried Held ein bißchen offensiver werden und brachte den wieder genesenen "Franklin" Bitencourt für Kujat. Endlich spielten die Probstheidaer mit , ohne jedoch spielbestimmend zu werden. Denn der Aufsteiger blieb gerade vor dem Tor gefährlicher. Lazic nimmt allein die gesamte Hintermannschaft des VfB auseinander, doch Irrgang verpaßt und Zöphel´s Schuß aus der zweiten Reihe verfehlt das Gehäuse. Wenige Minuten später ist es Hoßmang der mit einem 25-Meter-Freistoß für Gefahr sorgt. Hier machte wohl Ananiev seinen einzigen Fehler im Spiel um in gleich wieder auszubügeln. Im Klartext: Ananiev kann Hoßmang´s Kracher nicht festhalten, pariert aber den Nachschuß von Irrgang aus Nahdistanz. Nach einer Stunde Spielzeit zehrte die sengende Hitze immer mehr an der Konzentration der Spieler und es schlichen sich mehr und mehr Fehler auf beiden Seiten ein. Davon profitieren konnte allerdings nur der VfB Leipzig, der den abgekämpften Lausitzern nun konditionell überlegen war. Gerade der eingewechselte Alexander Opoku machte Jesse und Klews das Leben schwer. Leipzig kam jetzt zu besseren Torchancen. Fuchs´Flachschuß rutscht nur knapp am Pfosten vorbeiund Heidrichs´Freistoß kann Wehner am Tor vorbei lenken. Einmal sollte es noch spannend werden. Kay Wehner soll bei einem Abschlag in der Schlußminute die Strafraumlinie übertreten haben. Der fällige Freistoß blieb in der Mauer hängen und Schieri Steinborn pfiff kurz darauf das Spiel ab.
Fazit: Der FC Energie verschenkte zwar bei der Heimpremiere zwei wichtige Punkte, konnte jedoch spielerisch überzeugen. Der hoch eingeschätze VfB Leipzig wurde seiner Rolle erst in der Schlußphase gerecht, als Energie konditionelle Probleme bekam. Beim VfB war Keeper Ananiev zweifelsfrei der beste Mann auf dem Platz. Bei Energie gefiel neben Igor Lazic vor allem Neuzugang Wawrzyczek.

Spielbericht von der FC Energie Page

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